GOOGLE CHECKOUT

Bezahlung von Einkäufen

ein ehemaliges Bezahlsystem von Google

GOOGLE CHECKOUT erklärt von SUMAGO

Google Checkout war der Versuch der weltweit größten Suchmaschine, dauerhaft ein Online-Bezahlsystem zu etablieren. Im Jahr 2006 wurde Google Checkout eingeführt. Sieben Jahre später, im November 2013, wurde der Dienst wieder eingestellt. Genutzt werden konnte Checkout zur Bezahlung von Einkäufen bei Online-Händlern. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Bezahlsystems war die Eröffnung eines Google Accounts, mit denen die Nutzer Zugriff auf sämtliche kostenlosen und kostenpflichtigen Angebote der Suchmaschine haben.

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Entstehung von Google Checkout

Die Einführung von Google Checkout in den Vereinigten Staaten erfolgte im Jahr 2006. Vier Jahre zuvor hatte der Internetkonkurrent Ebay das Bezahlsystem PayPal für 1,5 Milliarden US-Dollar gekauft und erfolgreich in die Auktionsplattform integriert. Die Entwicklung von Google Checkout als neues Online-Bezahlsystem war für viele Experten eine Reaktion auf das stark genutzte System PayPal. In Großbritannien erfolgte die Einführung von Google Checkout ein Jahr später. Zu Beginn war die Nutzung des Checkout-Systems kostenlos und das Unternehmen erhob keine Gebühren für die Transaktionen. Das änderte sich drei Jahre nach der Einführung in den USA. Ab 2009 wurden 20 US-Cent und zwei Prozent Provision für jede Transaktion fällig. In Großbritannien verlangte Google 20 Penny und 1,4 Prozent Provision von den registrierten Online-Händlern für jede Transaktion, die über das Bezahlsystem abgewickelt wurde.

Nutzung nur mit Google Account

Die Nutzung des Services war bis zur Einstellung des Bezahldienstes ausschließlich Nutzern vorbehalten, die einen eigenen Google Account besitzen. Nachdem das Konto eingerichtet war, mussten die Daten der Kreditkarte hinterlegt werden, bevor die Online-Shoppingtour beginnen konnte. Die Bezahlung über Google Checkout war nur in Online-Shops möglich, die diese Bezahlmethode akzeptierten. Die Nutzer mussten sich mit dem Google Account einloggen und die Bezahlung der Waren wurde über die Kreditkarte abgewickelt, deren Daten zuvor hinterlegt worden waren. Die Händler integrierten den Google-Service über eine sogenannte API in den Bestellprozess. Die Abkürzung steht für Application Programming Interface und bezeichnet eine Schnittstelle für Anwendungen.

Online-Händler mussten für jede Transaktion, die über Google Checkout abgewickelt wurde, eine Gebühr an den Internetriesen zahlen. Händler, die AdWords-Kunden von Google waren, profitierten von einem prozentualen Abschlag bei den Transaktionskosten. Eine Ausnahme machte Google nur für Hilfsorganisationen und gemeinnützige Institutionen. Sie konnten Spenden über ein Google Checkout Konto sammeln, ohne dass für diesen Dienst Gebühren erhoben wurden. Im Jahr 2011 schloss der Internetkonkurrent Ebay das Bezahlsystem von Google von den Bezahlmethoden aus, um die Nutzung des eigenen Bezahlsystems PayPal zu forcieren. Die Einstellung von Google Checkout erfolgte im November des Jahres 2013.

Neupositionierung mit Google Wallet

Im Jahr 2013 wurde der Bezahldienst Google Checkout eingestellt und in das neue Bezahlsystem Google Wallet integriert. Der neue Bezahlservice kommt vorrangig auf mobilen Endgeräten zum Einsatz. Zusätzlich gibt es eine Desktopversion, die beim Online-Shopping eingesetzt werden kann. Google Wallet ist eine Weiterentwicklung, die im Jahr 2011 eingeführt wurde und bis zur Abschaltung von Google Checkout parallel zum alten Bezahlsystem lief. Ziel von Google ist es, mit der Weiterentwicklung dauerhaft eine Alternative zum Konkurrenten PayPal zu etablieren. Nutzer von Google Wallet können mit der virtuellen Geldbörse auch im stationären Handel über Near Field Communication (NFC) Rechnungen bezahlen.

Weiterführende Links:

Erinnerungen im offiziellen Google Checkout Blog

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