Double Opt-In

geschütztes E-Mail-Marketing

Versand von Werbemails nur nach doppelter Zustimmung

Double Opt-In erklärt von SUMAGO

Double Opt-In ist ein Begriff aus dem Online-Marketing. Dieses Verfahren bezieht sich auf das E-Mail-Marketing und soll Adressaten vor unerwünschten Werbemails schützen. Bei dieser Methode müssen Nutzer, die sich für den Erhalt eines Newsletters angemeldet haben, die Zustimmung in einem zweiten Schritt bestätigen.

double-opt-in-titelbild

Funktionsweise des Double Opt-In-Verfahrens

Das Double Opt-In-Verfahren funktioniert nach der Methode der doppelten Absicherung und ist zweistufig angelegt. Im ersten Schritt füllt der User, der beispielsweise den Newsletter einer Internetplattform abonnieren möchte, ein Anmeldeformular aus. Bei diesem Prozess muss er selbstverständlich seine E-Mail-Adresse angeben. Anschließend wird das Formular abgeschickt. Beim Single Opt-In wäre das Anmeldeprozedere an diesem Punkt abgeschlossen.

Das Double Opt-In-Verfahren geht jedoch einen Schritt weiter. Nachdem das Anmeldeformular abgeschickt wurde, erhält der User eine Bestätigungsmail, die meist automatisch vom System generiert wird. In dieser Mail befindet sich ein Bestätigungslink. Diesen muss der Newsletter-Abonnent anklicken, um die Anmeldung zu aktivieren. Wird der Bestätigungslink nicht angeklickt, gilt die Anmeldung zum Erhalt der Werbemails als gescheitert. Double Opt-In wurde in erster Linie eingeführt, um die missbräuchliche Verwendung von E-Mail-Adressen einzudämmen. Darüber hinaus wird auf diese Weise verhindert, dass Tippfehler bei der Eingabe der Mailadresse dazu führen, dass der Interessent keinen Newsletter erhält.

Double Opt-In: Absicherung für werbetreibende Unternehmen

Die Einführung des Double Opt-In-Verfahrens geht auf eine Verschärfung des Werberechts im Internet zurück. Betreiber von Online-Shops und Unternehmen wurden in der Vergangenheit häufig abgemahnt, wenn Werbemails ohne Einverständniserklärung des Empfängers verschickt wurden. Das Abmahnverfahren ist eine gängige Praxis und die Kosten schwanken zwischen drei- und fünfstelligen Beträgen. Um keine Abmahnung zu riskieren und einem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen, wurde das Double Opt-In-Verfahren eingeführt. Diese Methode ersetzte das sogenannte Single Opt-In ( auch Unconfirmed Opt-In), bei dem der Nutzer lediglich seine Mailadresse in ein Formular eintragen musste, um Werbemails zu bekommen. Diese Vorgehensweise führte jedoch zu einem vermehrten Missbrauch von Mailadressen durch unbefugte Dritte. Obwohl mit Verwendung des Double Opt-Ins die Rechtssicherheit gestiegen ist, gibt es keine rechtliche Verpflichtung zur Anwendung dieser Methode.

Aktuelle Rechtssituation und die Folgen

Im Jahr 2014 stand das Double Opt-In-Verfahren im Fokus einer gerichtlichen Auseinandersetzung vor dem Amtsgericht Berlin Pankow/Weißensee. Dieses stufte in seinem Urteil vom 16. Dezember bereits die Bestätigungsmail als unerwünschte Werbung und damit als Spam ein. Grundlage für dieses Urteil bildete die Aussage des Klägers, er habe dem Empfang der E-Mail nicht ausdrücklich zugestimmt. Damit es nicht zu Abmahnungen und gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt, sollten die Versender von Werbemails und Newslettern strikt darauf achten, dass die Eintragung des Interessenten exakt,  mit Timestamp und IP-Adresse des Nutzers, protokolliert wird . Sollte es zum Streit kommen, ist es nach geltender Rechtslage die Pflicht des Versenders, nachzuweisen, dass eine Zustimmung des Empfängers zum Erhalt der E-Mail vorhanden ist.

Vor- und Nachteile beim Double Opt-In Verfahren

Das Double Opt-In-Verfahren hat sowohl Vor- als auch einige Nachteile. Für diese Methode spricht die Rechtssicherheit, sofern die Vorgänge genau protokolliert werden und in der Bestätigungsmail auf Werbung jeglicher Art verzichtet wird. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Empfänger der Werbemail durch die Pflicht zur doppelten Bestätigung bereits im Vorfeld selektiert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der zukünftige Empfänger sich auch mit den Inhalten der Werbemail auseinandersetzt, steigt demzufolge an.

Ein Nachteil für die Versender besteht im vergleichsweise hohen technischen Aufwand, der betrieben werden muss. Darüber hinaus muss Zeit investiert werden, um den Rücklauf genau zu erfassen. Landet eine Bestätigungsmail beispielsweise versehentlich im Spam-Postfach, wird die Anmeldung nicht aktiviert und ein potenzieller Kunde geht unter Umständen verloren. Darüber hinaus bietet das Double Opt-In-Verfahren keine 100-prozentige Rechtssicherheit.

Weiterführende Links:

Bestätigungs-Mails über Eröffnung von Kundenkonto ist unzulässige Werbung – Urteil vom 16.12.2014 Amtsgericht Pankow-Weißensee

E-Mail-Adressen generieren & Newsletter-Verteiler ausbauen – Fachartikel auf Onlinemarketing Praxis

JA, ICH WILL MEHR ERFAHREN!




Ich bitte um Informationen zu (bitte auswählen):

Mit dem Absenden dieses Kontaktformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet und gespeichert werden. Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung