DIY Siebdruck Anleitung – Under Pressure

DIY Siebdruck Anleitung

Du fragst dich, warum wir in einem SEO Blog eine DIY Siebdruck Anleitung veröffentlichen? Dann beschäftige dich mal mit den wichtigen Thema des Crossmarketings. Crossmarketing hat sich mittlerweile fest in die Werbewelt integriert und ist heute ein gängiges Mittel zur Mehrfachvermarktung eines Produkts oder einer Marke in Form von verschiedenen Medien. Sich auf möglichst vielen Wegen auszubreiten, um somit eine größere Zielgruppe zu erreichen hilft, dein Unternehmen weiter nach vorn zu bringen.

Viele konzentrieren sich deswegen auf althergebrachte Marketinginstrumente wie Anzeigen in Zeitungen, Flyer, Plakate, Sponsoring oder kostenintensive TV– und Radiospots. Diese Arten der Vermarktung sind zwar gefragt und können Früchte tragen, sind aber auch teuer und tragen ein höheres Risiko mit sich. Ein erfahrener Unternehmer weiß, dass die teuerste und größte Variante nicht immer die Beste oder erfolgreichste ist.

Heutzutage erstickt der Konsument geradezu an den ständig auf ihn einprasselnden Kaufimpulsen. Direktes Marketing – zum Beispiel mit bedruckten T-Shirts – kann ein effizienter Weg sein, um ein gutes Ergebnis und eine höhere Reichweite zu erzielen. Zu diesem Zweck erklären wir dir heute das Siebdruckverfahren.

Der Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem Gummirakel durch ein feinmaschiges Gitternetz auf die sich darunter befindende Textilie gepresst wird. An den Stellen des Gewebes, wo in dem Bildmotiv später keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Gitternetz-Öffnungen mit Hilfe einer Schablone farbundurchlässig gemacht worden.

Mit Siebdruck lassen sich die unterschiedlichsten Materialien bedrucken: Kunststoffe, Metalle, Keramik, Glas oder Textilien können in hochwertiger Qualität gestaltet werden.

Weil beim Siebdruck diverse Vorarbeiten geleistet werden müssen, rentiert sich dieses Verfahren erst bei höheren Stückzahlen. Wer nur kleine Mengen drucken lassen will, sollte sich lieber mit den Möglichkeiten des Digitaldrucks befassen. Aber abgesehen von der Wiederverwendbarkeit des Siebes verfügt der Siebdruck über weitere Vorteile. In Sachen Druckqualität, Farbauftrag, Gleichmäßigkeit, Langlebigkeit, vielfältige Formatmöglichkeiten, Motiv und Farbindividualität konnte der Siebdruck noch von keinem anderen Druckverfahren abgelöst werden.

Seine Individualität und Flexibilität macht ihn zu einem perfekten Werkzeug in Sachen Werbung und Marketing – wir zeigen dir, wie du effektvolle Designs in Eigenregie drucken kannst.

Wir bei SUMAGO setzen das Siebdruck Verfahren für das Erstellen von Prototypen ein und möchten euch einmal eine DIY Siebdruck-Anleitung zur Verfügung stellen.

DIE DIY SIEBDRUCK ANLEITUNG

So wird’s gemacht:

Grafik / Filmerstellung

Erstelle mit einer Bildbearbeitungssoftware wie z.B. Photoshop, GIMP oder Corel Draw ein Motiv mit mindestens 300 dpi. Das Motiv sollte in A3 oder A4 angelegt werden (Textildruck).

Nun wird das Motiv „eingeschwärzt“, ganz egal in welcher Farbe später gedruckt werden soll. Stelle den RGB-Farbwert auf „000“ (Graustufen sind nicht erlaubt).

Drucke das fertig bearbeitete deckend auf einen Siebdruck-Belichtungsfilm. Du kannst dafür einen handelsüblichen Tintenstrahl– bzw. Inkjet-Drucker benutzen.

 

Auswahl und Vorbereitung des Siebdruckrahmens

Bei den Sieben kommt es auf die Gewebestärke an, sie bestimmt wie hoch am Ende der Farbauftrag ausfallen wird. Siebgewebe mit großen Maschen besitzen einen sehr hohen Farbauftrag, wohingegen Siebe mit kleineren Maschen weniger Farbe, jedoch mehr Details auftragen können.

Säubere das Sieb und entferne jegliche Staubpartikel.

Hinweis

Siebstärken werden in T angegeben, dies bedeutet das ein Sieb mit einer Stärke von 32T = 32 Fäden pro Zentimeter besitzt. Für Einsteiger ist ein Siebgewebe von 55T zu empfehlen.

Beschichtung / Trocknung der Fotoemulsion

Die folgenden Arbeitsschritte musst du in einem möglichst gut abgedunkelten Raum oder unter Gelblicht erledigen!

Fülle die Beschichtungsrinne mit Fotoemulsion, bis sie halb voll ist.

Setze die Rinne zuerst auf der Außenseite des Siebs an und warte, bis die Emulsion vollständig bis zum Gewebe gelaufen ist.

Ziehe die Belichtungsrinne in einer flüssigen Bewegung nach oben – dort angekommen, wird die Rinne wieder abgesetzt.

Wiederhole diesen Vorgang 2x und beschichte das Sieb danach 1x auf der Innenseite.

Nun musst du das Sieb 6-8 Stunden in völliger Dunkelheit oder unter Gelblicht trocknen lassen.

 

Siebbelichtung

Platziere den mit dem Motiv bedruckten Belichtungsfilm auf der Außenseite des Siebes (Druckseite). Für die Belichtung brauchst du einen Halogenbelichter oder eine UV-Belichtungseinheit.

Die Belichtungszeit ist von mehreren Faktoren abhängig – Art der Fotoemulsion, Schichtdicke und Art der Belichtungseinheit. Bei einer standard-UV-Belichtungseinheit und einem hellen Siebgewebe reicht eine Belichtungszeit von 4-5 Minuten.

Die Belichtungseinheit sollte in einem 90° – Winkel und mit einem Abstand von 50-60 cm über dem Sieb fixiert werden.

 

Sieb-Entwicklung / Auswaschen

Wasche die unbelichteten Teile der Emulsion – also die Teile, die nicht durch das Licht ausgehärtet sind – vom Sieb ab. Befeuchte dazu den Rahmen vorsichtig von beiden Seiten ohne hohen Wasserdruck.

Danach solltest du den Rahmen 1-2 Minuten (immer noch in völliger Dunkelheit oder unter Gelblicht) ruhen lassen. Anschließend kannst du die aufgeweichten und hervorquellenden Stellen mit mittelstarkem Wasserdruck ausspülen.

 

Drucken / Rakeln

Klebe vor dem Druck die Rahmenkanten des Siebes mit Krepppapier o.ä. ab und spanne den Siebdruckrahmen in ein dafür geeignetes Gestell, eine Siebdruckmaschine oder eine Siebrahmenzwänge.

Damit sauber gedruckt werden kann, musst du die zu bedruckende Textilie unter dem Siebdruckrahmen auf der Druckplatte befestigen (wir empfehlen wasserbasierten Rollkleber).

 

 

Trage jetzt die benötigte Menge an Siebdruckfarbe (meist wasserbasierte Acrylfarbe) großzügig oberhalb des Motivs auf (überschüssige Farbe kann am Ende wieder in den Farbbehälter gefüllt werden).

Beim eigentlichen „Rakeln“ – also dem Druckvorgang – fasst du den Rakel mit beiden Händen und ziehst ihn in einem 45° Winkel und einigem Druck über das Sieb mit dem Motiv.

Hinweis

Wenn du auf hellen Textilien druckst, reicht ein Durchlauf mit dem Rakel. Bei dunklen Textilien solltest du 2 Rakeldurchläufe machen.

 

Fixierung

Um die bedruckte Textilie später bei 60 ° waschen zu können, solltest du nach dem Druck die Siebdruckfarbe mit Hitze auf der Textilie fixieren. Du kannst dafür eine Heißluftpistole, ein Bügeleisen oder eine Bügelpresse verwenden.

 

Hier siehst du unser Ergebnis – versuch es doch einfach mal selbst!

 

 

Wenn du Fragen zu unserer DIY Siebdruck-Anleitung haben solltest, dann hinterlasse doch bitte einen Kommentar. Wir beantworten deine Fragen gerne.

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