Geniale Webtexte

Das ultimative Geheimnis
Wie du die besten Webtexte schreiben kannst

Webtexte schreiben/Webtexte verfassen

Das Geheimnis des genialen Webtextes? Gibt‘s nicht. Ha! – Reingefallen. Allerdings: Es kommt eben vieles darauf an, dass Du Deinen Text als Redakteur so gestaltest, dass andere sie auch gern lesen. Sonst kann man sich alle anderen Maßnahmen – SEO und Co. – nämlich eigentlich auch gleich sparen. Was aber zieht nun wirklich: Reißerische Überschriften, emotionale Texte oder doch ein Call to Action pro Absatz?

Geniale Webtexte schreiben

Hier kannst du dir den Text anhören:

BEVOR DU WEBTEXTE SCHREIBST

Für den perfekten Webtext hat jeder sein ganz spezielles Geheimrezept. Das wird einem dann auch gerne bei Facebook als das Nonplusultra die Timeline rauf und runter um die Ohren gehauen. Nur so geht’s halt nicht.

Fakt ist: Das Geheimnis guter Texte ist: Es gibt kein Geheimnis. Vielleicht doch. Dieses eine hier: Die Arbeit am Webtexte schreiben liegt nur zu vielleicht 30% im Schreiben des eigentliche Textes. Alles andere ist Vorbereitung.

Naja, schreiben müsste man allerdings können. Und klar gibt es tausend Tipps, die hier und da Sinn machen. Die zu kennen, ist schon hilfreich.

Aber: Weder ausufernde emotionstriefende Wortwolken noch Clickbait-Überschriften sind die Geheimformel für jeden Text. Ein guter Text ist ein holistisches Gesamtprodukt aus guten Inhalten, gutem Aufbau, gelungener Leserführung und adäquatem Stil. Du merkst schon, in der Aussage stehen ziemlich viele Qualitätsattribute. Was heißt denn hier „gut“, „gelungen“, „adäquat“?

Es heißt, dass die sprachlichen Mittel dem Zweck entsprechend optimal ausgewählt wurden. Der Zweck ist: Die Zielgruppe liest den Text (und nimmt womöglich noch eine weitere Handlung vor).

Ein guter Text ist also einer, der der Zielgruppe gefällt? Naja, eigentlich ist gefallen schon zu viel gesagt. Er muss bei der Zielgruppe die erwünschte Reaktion auslösen. Das kann sein, dass der Inhalt aufgenommen wird, dass der Text gefällt, dass ein Produkt gekauft wird oder dass der Text provoziert. Kommt halt drauf an.

Was lernen wir daraus? Ganz einfach: Wir müssen erstmal wissen, wer die Zielgruppe ist und was der Text bei ihr bewirken soll. Vorher brauchen wir übers Schreiben gar nicht nachdenken.

Zielgruppe definieren

Eine Zielgruppe kannst Du auf verschiedene Weisen definieren. Du kannst sie ganz klassisch beschreiben als „Frauen zwischen 20 und 40 mit Kindern und mittelerem Einkommen“.

Du kannst auch Buyer Personas erstellen, idealtypische Repräsentanten Deiner Zielgruppe. Das hilft Dir zum Beispiel, die emotionalen Ausgangslagen Deiner Zielgruppe genauer zu erfassen und Dir Deine Leser genauer vorzustellen. Überlege auch bei jedem Artikel – wenn Du das Thema festgelegt hast – erneut, wen genau Du damit ansprichst. Auch in einer Zielgruppe gibt es ja wieder Untergruppen, die auch verschiedene Interessen, Probleme, Bedürfnisse haben.

Zielgruppen für Webtexte definieren

Zielgruppen für Webtexte definieren

Tonalität definieren – Marke führen

Hast Du die Zielgruppe klar im Blick, geht es darum, die Tonalität zu bestimmen. Locker, humorvoll, sachlich – all dies sind Tonalitäten oder „Stile“.

Wenn es um einen bestimmten Blog geht, wirst Du diese Tonalität in der Regel nicht für jeden Artikel neu bestimmen. Auch wenn ein Text eher etwas Lustiges thematisiert und ein anderer eher etwas Ernsteres, sollte es doch eine gewisse stilistische Konsistenz zwischen den Beiträgen geben.

Anders ausgedrückt: Die einzelnen Artikel müssen das Markenkonzept des Blogs bzw. der Website widerspiegeln. Das Markenkonzept ist etwas, das es vorher geben sollte – und das mit Blick auf die Zielgruppe gestaltet wurde. (Wenn Du also für Deinen eigenen Blog schreibst und Dir über die Frage „Marke“ keine Gedanken gemacht hast… fang vielleicht noch einmal von vorn an.)

Nehmen wir nun einmal an, der Text soll humorvoll werden. Was der eine lustig findet, ringt dem anderen aber nicht mal ein müdes Lächeln ab. Soll heißen: Wie die Tonalität konkret sprachlich zu gestalten ist, richtet sich auch nach der Zielgruppe. Der Text soll nicht „an und für sich“ lustig sein, er soll lustig sein für die Zielgruppe, die Du im ersten Schritt bestimmt hast.

Hier ist es dann auch – gerade bei Texten, die Du nicht für „Dein Herzensthema“ erstellst – an der Zeit, zu überprüfen, ob Du der richtige Autor für den Text bist. Nicht jeder trifft jeden Nerv. Manche Texter haben eine große Spannbreite. Bei anderen ist sie kleiner. Aber niemand kann alles bedienen. Überlass also im Zweifel das Schreiben auch jemand anders, wenn er oder sie besser den Nerv der Zielgruppe trifft!

Schreibstil für Webtexte finden

Schreibstil für Webtexte finden

Mehrwert & Relevanz

Nichts ist so wichtig, wie das Dein Text für die Zielgruppe relevant ist und ihr etwas Neues mitteilt. Konkret heißt das:

  • Der Text handelt von einem Thema, das die Zielgruppe tatsächlich beschäftigt. Ob das so ist, kannst Du zum Beispiel durch eine Keywordanalyse oder durch Recherche in den Sozialen Medien herausfinden.
  • Der Text vermittelt der Zielgruppe etwas Neues zu diesem Thema. Du musst nicht das Rad neu erfinden. Wenn Du etwas auf eine neue, anschaulichere, komprimiertere oder umfassendere Art und Weise darstellst, ist das Mehrwert genug!

Thema vorstrukturieren

Nun hast Du die grundlegenden Elemente zusammen: Du weißt, für wen Du schreibst und wie der Text wirken soll. Du weißt auch, im Großen und Ganzen, worum es gehen wird.

Zeit, sich Gedanken über die Struktur zu machen. Die sieht so aus: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Klingt banal, ist aber so. Und leider enthält nicht jeder Text diese Elemente!

Den Hauptteil musst Du in diesem Schritt mit Aspekten des Themas ausfüllen. Wie Du dabei vorgehst, hängt davon ab, wie gut Du Dich mit dem Thema auskennst. Bist Du voll drin, kannst Du vielleicht aus dem Kopf die Gliederung erstellen. Du kannst auch eine Keywordrecherche machen. Die hilft Dir, Themenbereiche zu entdecken, die Du vielleicht bisher nicht auf dem Schirm hattest. Kennst Du Dich noch gar nicht aus, ist an dieser Stelle natürlich eine umfangreichere Recherche notwendig.

Hast Du die wichtigsten Aspekte, bringst Du sie in eine Reihenfolge, die man gut erzählen kann – wo Dir also schon vorab klar ist, wie Du von Punkt 1 zu Punkt 2 zu Punkt 3 kommst. Passt etwas nicht rein, lass es weg.

So kommst Du zu einem Text, der von vorn bis hinten Sinn ergibt und dem der Leser leicht folgen kann.

LOSSCHREIBEN!

Einmal 1000 Worte, bitte – oder darf’s auch ein bisschen mehr sein?

1000, 1200, 3000, 5000? Die Online-Welt ist voller magischer Rezepte, beim Stil wie beim Umfang des Textes. Wenn Du für Deinen eigenen Blog schreibst und frei entscheiden kannst, ist die beste Variante: So lang wie nötig, so kurz wie möglich.

Niemand will ewiges Gelaber lesen. Aber jeder will umfassend informiert werden. Dabei kann es zwar sein, dass niemand Deine sorgfältig ausgearbeiteten 5000 Worte tatsächlich von A bis Z durchliest. Aber er hat vielleicht trotzdem das Gefühl, dass da wichtiger Inhalt drinsteht. Und das der Artikel umfassend ist. Dann teilt der Leser ihn eher, empfiehlt ihn weiter.

Weil das so ist, kommt es zu solch scheinbar widersprüchlichen Ergebnissen. Studien besagen, dass nach 7 Minuten Lesedauer die meisten abschalten und dass darum maximal 1500 bis 1800 Wörter gelesen werden. Andere Studien besagen, dass sehr lange Artikel mit mehr als 2500 Wörtern besonders häufig geteilt werden. Klar. Weil die Leser vielleicht den Inhalt selbst nicht zur Gänze wahrnehmen, ihn aber für gut befinden. Weil er lang ist. Wenn denn wirklich was Sinnvolles drinsteht.

Überschrift

Für viele sind Überschriften der Schlüssel zu einem erfolgreichen Text. Warum? Weil sie als erstes wahrgenommen werden. Und weil die meisten nicht viel mehr wahrnehmen als die Überschrift – bzw. deren erste Wörter.

Darum lesen wir derzeit überall die „5 besten Tipps“, die „7 wichtigsten Gründe“ oder „Starte jetzt Dein…“. Weil Zahlen, und insbesondere ungerade, das Hirn magisch anziehen, ebenso wie Befehle, die uns in Überschriften erteilt werden und starke, aktivierende Wörter wie „jetzt“, „sofort“ und dergleichen.

Diese „Clickbait“-Prinzipien funktionieren eigentlich immer. Auch das Stellen von Fragen in der Headline wirkt wahre Klick-Wunder.

Allerdings: Wirkliche Effekte erzielt das nur, wenn die Inhalte auch halten, was die Headlines versprechen. Nur dann wird der Artikel auch gelesen und geteilt.

Derzeit werden wir zudem mit diesen „dubios“ wirkenden Überschriften derart überflutet, dass Du Dir gut überlegen solltest, ob Du diese Form der Headlines einsetzen solltest. Gelegentlich kann das sicher sinnvoll sein, klingen aber alle Deine H1-Überschriften „clickbaity“, kann das schnell unseriös wirken.

TEASER

In den meisten Fällen wirst Du mit einem Teaser Deinen Artikel eröffnen. Das ist zwar keine Einleitung im klassischen Sinne, aber eben die Eröffnung Deines Textes. Ein Teaser hat üblicherweise zwischen 30 und 60 Worten und macht Lust auf das Lesen des Artikels. Was aber, fragst Du Dich nun zu recht, macht Lust auf das Lesen des Artikels?

Zunächst einmal sollte der Teaser das Thema grob anreißen. Der Leser muss also hinterher in ungefähr wissen, worum es in dem Beitrag geht. Stichwort: W-Fragen!

Das Ganze sollte aber so verpackt werden, dass es sich nicht liest, wie der Einstieg in die Hausarbeit eines Erstsemesters: „In folgenden Artikel stellen wir dar, wie…“

Stattdessen muss er die Tonalität des Haupttextes beachtend, zeigen, warum das Thema relevant ist oder was daran besonders interessant ist. Er kann auch Fragestellungen anreißen – gerne, indem direkt eine Frage aufgeworfen wird – und humorvoll sein, wenn es zum Text passt.

ZWISCHENÜBERSCHRIFTEN

Damit der Leser gut durch den Text geführt wird, sind regelmäßige Zwischenüberschriften wichtig. Zudem wirkt der Text dann nicht allzu sehr wie eine Bleiwüste. An der Frage, wie viele, scheiden sich die Geister. Texte, bei denen jeder Absatz eine eigene Überschrift hat, wirken leicht unruhig. Empfehlenswert sind Zwischenüberschriften etwa alle 100 bis 300 Wörter.

Das mag wieder einmal banal klingen. Aber wir würdene s nicht schreiben, wenn wir nicht anderes sehen würden:

  1. Zwischenüberschriften müssen zu dem Inhalt des folgenden Textabschnitts passen.
  2. Eine neue Ebene Überschriften kannst Du nur aufmachen, wenn Du mindestens zwei Unterpunkte hast. Auf eine H2 kann also nicht eine H3 und dann wieder eine H2 folgen.

ABSÄTZE

Der Grundsatz „ein Gedanke je Absatz“, der in Büchern gilt, ist online ebenfalls nicht angemessen. Die Texte wirken dann auf dem Display zu kompakt, das stört das Auge. Ob man deshalb nach jedem Satz die Enter-Taste drücken sollte, ist aber auch fraglich.

Die Anzahl der Absätze – bzw. die Länge der Absätze – sollte am besten von dem Inhalt, dem Stil und der Zielgruppe abhängig gemacht werden. Je lockerer und fluffiger der Text, desto mehr Absätze gehören hinein.

AUFZÄHLUNGEN & BULLETPOINTS

Ebenfalls zur Auflockerung des Textes beitragen tun Listen aller Art, am besten mit knackigen, aussagekräftigen Stichpunkten. Versuche aber nicht, auf Teufel komm raus Listen zu integrieren, wo sie keinen Sinn machen.

Vor allem sollten Listen nicht unverbunden in der Gegend herumhängen. Du solltest Bulletpoints oder Aufzählungen immer so nutzen, dass sie entweder etwas vorher Gesagtes zusammenfassen oder im Nachgang ausgeführt werden.

Listen sollten zudem nie ganz am Ende eines Abschnitts stehen. Dann wirkt der Abschnitt unvollkommen.

VISUALS

Zu einem angenehmen Textbild – und damit auch zu einem angenehmen Lesefluss – tragen auch Visuals bei. Oft ist die Rede davon, dass Du Bilder in Deine Artikel einbinden sollst. Das ist auch eine prima Idee. Aber es muss nicht immer ein Bild sein. Hier die wichtigsten Optionen für mögliche Visuals in Deinem Beitrag:

  • Fotos
  • Grafiken/Schaubilder
  • Tabellen
  • Infografiken
  • Infoboxen
  • Videos
  • Illustrationen
  • Collagen
  • GIFs/Memes

Bilder sind nach wie vor wichtig – sie können die Wirkung eines Beitrags nachhaltig beeinflussen. Vorsicht also vor lieblos reingepasteten Stockphotos!

Ansonsten gilt hier wie überall: Nicht alles passt zu allem. Wie die Tonalität, so bestimmt auch die Art der Visuals immer, wie Dein Beitrag wahrgenommen wird.

Illustrationen, Collagen, GIFs und Memes passen vielleicht eher zu Texten mit einer witzigen, lockeren Tonalität. Tabellen, Infoboxen und Infografiken sind toll bei sehr informationslastigen Texten, ähnlich wie Grafiken und Schaubilder. Videos gibt es nun mal (leider) nicht zu jedem Thema, und sie sind auch meist aufwendiger zu produzieren als andere Visuals. Dennoch: Ein zum Gesamtstil des Textes und des Blogs passendes Video einzubinden ist immer prima.

(Hast Du übrigens gemerkt, wie wir hier die Aufzählung eingebunden haben?)

Schlussteil

Bist Du schon mal aus einem Gespräch einfach davongelaufen, ohne „tschüß“ zu sagen? Hoffentlich nicht.

Dann lass es bitte auch beim Schreiben von Texten. Stell Dir einfach vor, es ist ein Dialog mit Deinem Leser. An dessen Ende musst Du Dich auch irgendwie von ihm verabschieden.

Passende Inhalte für den Schlussteil sind zum Beispiel eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte oder ein Ausblick. Es kommt aber hier ganz auf die Intention des Textes an. Auch ein direkter oder indirekter Call to Action kann hier passen. Um die Interaktion zu fördern kannst Du zum Beispiel auch direkt auffordern, in den Kommentaren eigene Erfahrungen, Beispiele oder ähnliches zu hinterlassen.

Das Geheimnis guter Webtexte

Das Geheimnis guter Webtexte

Wie du schreibst

Sicher hast Du schon hundert Mal gelesen, Du sollest keine Füllwörter benutzen, immer Aktiv schreiben, keine Phrasen verwenden und keine Modalwörter…

Ganz ehrlich: Wir sind keine Fans von Regeln wie „Schreibe immer“ oder „Schreibe nie“.

Die Sprache ist so vielfältig, wie sie ist, damit man sie genauso vielseitig einsetzen kann. Klar gibt es Dinge, die selten gut klingen. Aber es gibt eigentlich keine Dos und Don’ts ohne Ausnahme. Das kann man natürlich genauer analysieren. An dieser Stelle in die Stilistik einzutauchen, würde jedoch zu weit führen. Darum sagen wir kurz und knapp: Grundsätzlich ist erstmal alles erlaubt, was die Sprache hergibt – und was für die Zielgruppe (!) gut klingt.

ZU guter Letzt …

Wie schon einleitend gesagt: Das Geheimnis genialer Texte im Web gibt es nicht. Letztlich ist es so, dass manche Leute einfach den Dreh raushaben und andere, die es nie lernen werden. Dazwischen gibt es ganz, ganz viele, die wirklich besser werden können, wenn sie ein paar Tipps beherzigen!

Die oben genannten Aspekte von Vorgehensweise bei der Texterstellung und Strukturierung des Inhaltes sind dabei absolut essenziell. Und vielleicht sogar wichtiger als die Frage, ob man an Stelle X das Füllwort braucht oder nicht.

Was denkst Du? Was ist Dir wichtig beim Lesen eines Textes? Oder brennt Dir eine Frage unter den Nägeln? Dann lass doch gern einen Kommentar hier!

Weiterführende Links:

Webtexte in der Wikipedia

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