Kognitive Wahrnehmung

Informationsverarbeitung im Gehirn

Kognitive Wahrnehmung – Verarbeitung von Sinneseindrücken

Kognitive Wahrnehmung erklärt von SUMAGO

Als kognitive Wahrnehmung wird die auf Sinneseindrücken beruhende Informationsverarbeitung im Gehirn bezeichnet. Über die Nase, die Augen, die Haut und den Mund erhält der Mensch täglich unzählige Informationen, die über Nervenzellen an das Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet werden. Dieser Prozess wird als Wahrnehmung bezeichnet. Die Kognition beschreibt als Ergänzung dazu Vorgänge wie das Erinnern, Lernen, Planen und Orientieren. Das Zusammenspiel beider Komponenten ist die kognitive Wahrnehmung.

kognitive-wahrnehmung

Kognitive Wahrnehmung und Usability von Webseiten

Die kognitive Wahrnehmung besitzt eine große Bedeutung für die Usability von Webseiten. Die Benutzerfreundlichkeit entscheidet neben den Inhalten über die Verweildauer eines Seitenbesuchers. Da beim Betrachten von Webseiten vor allem die Augen angesprochen werden, besitzt die nutzerfreundliche Visualisierung des Contents oberste Priorität. Da das Sehen eine Form der kognitiven Wahrnehmung, ist kommt der Architektur, dem Design, dem Layout und der logischen Gliederung eines Internetauftritts besondere Bedeutung zu. Da der User in den meisten Fällen zu einer Interaktion animiert werden soll, müssen auch die Positionierung und die farbliche Gestaltung von Call-to-Action-Buttons in die Planung einbezogen werden.

Betrachten einer Webseite

Bei der Visualisierung deiner Webseite kannst du dir die kognitive Wahrnehmung zunutze machen, indem du verschiedene Studienergebnisse berücksichtigst. Demnach schenken Seitenbesucher etwa 75 Prozent ihrer Aufmerksamkeit dem oberen Drittel der Webseite. Die Augen wandern dabei gemäß der natürlichen Leserichtung von links nach rechts und wieder zurück. Danach wird ein etwas weiter unten liegender Punkt auf der linken Seite anvisiert, bevor die Blickrichtung abermals nach rechts schwenkt. Anschließend wandert der Blick in den unteren Bereich. Würde man eine Schablone über das Hauptblickfeld legen, ergäbe sich in stilisierter Form der Buchstabe „F“.

Schlussfolgerungen

Welche Erkenntnisse ergeben sich aus dem Blickmuster und wie können diese für den Aufbau der Webseite genutzt werden? Wenn du die Blickrichtung deines Seitenbesuchers kennst, kannst du in diesem Bereich bestimmte Elemente und Informationen platzieren. Du verringerst die kognitive Wahrnehmung, indem du die Aufmerksamkeit des Users gezielt auf den eigentlichen Zweck des Internetauftritts lenkst. Führt man diese Überlegungen weiter, ergibt sich die Frage nach den richtigen Elementen und Informationen. Studien haben ergeben, dass beim ersten Betrachten die Aufmerksamkeit des Seitenbesuchers auf Bilder und Icons gelenkt wird und redaktioneller Inhalt zunächst eine untergeordnete Rolle spielt. Doch Bild ist nicht gleich Bild.

Kurzzeitige Emotionalisierung durch passende Bilder

Die alleinige Platzierung von neutralem Bildmaterial im Hauptblickfeld reicht nicht aus, um einen User an die Webseite zu binden. Vielmehr kommt es auf eine kurzzeitige Emotionalisierung des Betrachters an, die nur durch ein zielgerichtetes Auswählen des entsprechenden Bildmaterials erreicht wird. Wenig erfolgreich ist die Verwendung von auffälligen Elementen in leuchtenden Farben, die unter Umständen noch blinken oder pulsieren. Die Forscher Benway und Lane wiesen bereits im Jahr 1998 den Effekt der Banner Blindness nach. Sie belegten in einer Studie, dass große und auffällige Werbebanner von den Webseitenbesuchern nicht wahrgenommen und ausgeblendet werden. Doch das gilt nicht nur für Werbebanner. Auch opulent gestaltete Animationen und andere Designelemente werden von den meisten Besuchern nicht registriert.

Nutzen der kognitiven Wahrnehmung

Wenn du weißt, wie ein User deine Webseite wahrnimmt und welche Bereiche im Fokus stehen, kannst du das Design und das Layout exakt darauf abstimmen. Bilder sollen einen gezielten Einfluss auf den Seitenbesucher ausüben und kurzzeitig Emotionen entfachen. Der Inhalt des Bildmaterials muss zur konzeptionellen Ausrichtung des Internetauftritts passen und deine Zielgruppe ansprechen. Da Suchmaschinen einen erheblichen Beitrag zur Auffindbarkeit von Webseiten beitragen, darfst du darüber hinaus Maßnahmen im SEO Bereich nicht vernachlässigen. Das Design passt du im Rahmen einer OnPage Optimierung an. Bilder oder den darunter befindlichen Text kannst du beispielsweise mit einer internen Verlinkung verknüpfen, die den User auf die entsprechenden Unterseiten führt.

Weiterführende Links:

Kognition bei Wikipedia

JA, ICH WILL MEHR ERFAHREN!




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