GOOGLE SUGGEST

Funktion der Google-Suche

Google schlägt dir vor was häufig gesucht wird

GOOGLE SUGGEST erklärt von SUMAGO

Bei Google Suggest handelt es sich um eine erweiterte Funktion der Google-Suche, bei der dem Nutzer bereits während des Eintippens eines Suchbegriffs Vorschläge zur Erweiterung unterbreitet werden. In der deutschen Übersetzung bedeutet der englische Begriff Suggest so viel wie „vorschlagen“. Bei der automatischen Vervollständigung werden während der Eingabe Stichwörter mit dem gleichen Wortstamm angezeigt. Die Funktion wird auch als Google Autocomplete bezeichnet.

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Arbeitsweise von Google Suggest

Der Arbeitsweise von Google Suggest liegt die sogenannte Ajax-Technologie zugrunde. Ajax ist die Kurzform für die Bezeichnung „Asynchronous JavaScript and XML“. Dabei handelt es sich um eine Technik, die auf JavaScript basiert und im Hintergrund mit dem Server kommuniziert. Seiteninhalte können mithilfe der Ajax-Technologie verändert werden, ohne dass ein erneuter Ladevorgang erforderlich ist. Bei Google Suggest werden bereits während der Eingabe einzelner Buchstaben eines Suchbegriffs die Daten an den Server gesendet. Dieser schickt die Ergänzungsvorschläge in Echtzeit zurück. Dabei wird in der Regel der Wortstamm als Basis für die Zuordnung genutzt. Bei jedem einzelnen eingegebenen Buchstaben wiederholt sich dieser Prozess. Aus diesem Grund passen sich die Ergänzungsvorschläge während des Tippens laufend an.

Faktoren zur Beeinflussung der Vervollständigung

Die automatische Vervollständigung bestimmter Suchbegriffe durch den Online-Dienst Google Suggest wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ein wichtiger Faktor ist die Häufigkeit eines Suchbegriffs. Je öfter ein bestimmtes Keyword in das Suchfeld eingetippt wird, desto höher wird die Relevanz von Google bewertet und entsprechend oft wird es mit der Suggest-Funktion ergänzt. Das gleiche Prinzip greift auch bei bestimmten Keywordkombinationen. Die automatische Ergänzung erfolgt in Abhängigkeit von der Häufigkeit, mit der nach bestimmten Phrasen gesucht wird. Wird beispielsweise der Suchbegriff Digitalkamera eingegeben, schlägt Google Suggest nacheinander die Ergänzungen „Digitalkamera Test“, „Digitalkamera Vergleich“ und „Digitalkamera Testsieger“ vor.

Darüber hinaus wird das individuelle Suchverhalten der Nutzer einbezogen. Als Grundlage dafür dient das aktivierte Webprotokoll. Schließlich spielt auch der Standort des Nutzers eine Rolle für die automatische Vervollständigung von Suchbegriffen. Bestimmte Keywords werden bei der Eingabe um eine geografische Angabe ergänzt, wie es beispielsweise beim Suchbegriff „Digitalkamera kaufen“ der Fall ist, der durch Google Suggest mit dem Zusatz „Berlin“ vervollständigt wird.

Kontroversen rund um Google Suggest

Seit Einführung von Google Suggest im Jahr 2009 gibt es immer wieder Kontroversen rund um die Autocomplete-Funktion. Sie beziehen sich hauptsächlich auf die Verletzung von Persönlichkeitsrechten von Menschen durch automatische Vervollständigungen mit negativem Charakter. Im Jahr 2013 fällte der BGH dazu ein Urteil, das alle Suchmaschinen zum Eingreifen verpflichtet, sobald die Persönlichkeitsrechte von Menschen durch die Autocomplete-Funktion beeinträchtigt werden. Am häufigsten betroffen sind Personen des öffentlichen Lebens wie Politiker, Schauspieler oder Sportler sowie Unternehmen. Einer Studie aus dem Jahr 2012 zufolge erinnern sich rund 33 Prozent aller Internetnutzer an negative Ergänzungen zu Firmen oder Personen.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Der Online-Dienst Google Suggest kann durch gezielte SEO-Maßnahmen nicht direkt beeinflusst werden. Dessen ungeachtet kann die Funktion das Image eines Unternehmens oder einer Person entscheidend beeinflussen. Fällt beispielsweise ein Großkonzern durch Unregelmäßigkeiten auf, steigt das Suchvolumen mit negativen Begrifflichkeiten, die nach einer gewissen Zeit über die Autocomplete-Funktion den Nutzern angezeigt werden. In diesem Fall muss das Unternehmen durch positive Meldungen an der eigenen Reputation arbeiten und auf ein verändertes Suchverhalten der User hoffen. Im umgekehrten Fall stärken positive Ergänzungen das Image einer Marke oder Unternehmens. Betreiber von Affiliate-Webseiten können sich Google Suggest zunutze machen, indem der Content hinsichtlich der Produkte und eines häufig genannten Keywords optimiert wird. Ist zum Beispiel bekannt, dass die Suche nach dem Begriff „Digitalkamera“ von Google Suggest zuerst mit dem Keyword „Test“ vervollständigt wird, kann die Verwendung dieser Keywordkombination zu einer besseren Platzierung in den SERPs führen. Daher wird Google Suggest oft auch als einfaches Tool für die Keyword-Recherche eingesetzt, um sich einen groben Überblick über relevante Keywords zu verschaffen.

Weiterführende Links:

Artikel: Wie Google Suggests die Reputation beeinflussen – Revolvermänner.com (11.12.2015)

Artikel: Die besten Keyword-Tools zur Recherche von Suchbegriffen – t3n.de (9.2.2016)

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