Wie werde ich Suchmaschinenoptimierer(in)?

Wie werde ich SEO?

 

Um es kurz zu machen: Dafür gibt es nicht DIE Antwort. Warum? Weil es kein Ausbildungsberuf ist und es auch keinen direkten Studiengang dafür gibt. Deshalb gibt es auch keine einheitliche Meinung, wann man sich als Suchmaschinenoptimierer (SEO) bezeichnen darf. Ich persönlich denke zwar groß, würde mich aber bescheidener Weise noch (!) nicht als SEO bezeichnen. Trotzdem will ich mal versuchen, das Thema aus meiner Sicht zu erklären. Vielleicht ist das interessant für alle, die schon den Expertenstatus erreicht haben und mal eine andere Perspektive sehen möchte. Vor allem aber dürfte es für die informativ sein, die noch am Anfang stehen.

Nur Angeberei auf der Campixx?

Die Tatsache, dass es keinen vorgefertigten Weg zur SEO gibt, erzeugt wohl fast so viele Probleme wie Chancen. Ich habe zwar gehört, dass die SEOs eine sehr hilfsbereite Community sind, oft sehe ich aber auch eine Ich-bin-geiler-als-Du-Attitüde. Und das ist meiner Meinung nach eines der Probleme, die durch die fehlende Definition des Berufs entstehen. Wer in dem Bereich arbeitet, möchte sich als Experte behaupten, um zu zeigen, dass er oder sie die Bezeichnung verdient haben.

Ich hatte mich nach dem Abitur für einen Studiengang im Ingenieurwesen entschieden. Auf das Thema SEO bin eine Weile nach meinem Studium ganz untypisch über die SEO Campixx gestoßen. Ich wurde dorthin mitgenommen, ohne auch nur irgendeine Ahnung von der Suchmaschinenoptimierung zu haben. Vielleicht sagt es mehr über mich als über die Community aus, aber die Stimmung schien mir teilweise von Konkurrenz und Selbstdarstellung geprägt. Tatsächlich hat mich das etwas abgeschreckt. Das Thema an sich und die Vorträge fand ich aber trotzdem interessant. Vor allem ein Vortrag von Karl Kratz war der Motivationskick.

Input allein wird nicht zu echtem SEO-Wissen

Danach habe ich das komplette Onpage (heute Ryte)-Wiki aufgesaugt. Das war vor einigen Jahren noch möglich, weil es nicht so umfangreich war wie heute. Außerdem habe ich mich durch den Blog von Karl Kratz inspirieren lassen. Ich habe einen eigenen, erfolglosen Blog gebaut und verschiedene Podcasts gehört. Das Problem dabei war, dass ich mir zwar sehr viel theoretisches Wissen aneignen, aber keine echte praktische Erfahrung sammeln konnte. Hinzu kam, dass ich mich nur ab und zu als Hobby damit beschäftigt habe. Um mich intensiver mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung zu auseinanderzusetzen, habe ich als Einstieg einen Job als Texterin in einer Content-Agentur angenommen.

 

Sind SEOs Poser?

Die große Enttäuschung

Um als Texter ein annehmbares Gehalt zu erwirtschaften, muss man erstmal einen Ruf haben. Anderenfalls ist das Texten reine Fleißarbeit und wird auf einen Wortpreis von wenigen Cents reduziert. Außerdem gibt es einfach noch viel zu viele Unternehmen, die Texte nur für Suchmaschinen statt für Nutzer schreiben lassen. Oder sogar Spinning-Text beauftragen! Das ist deprimierend für den Texter und einfach kurzsichtig gedacht. Ich hatte gehofft, das wäre mein Sprungbrett in die SEO-Szene. Nach nur drei Monaten habe ich dann aber doch wieder in meinen alten Job gewechselt: Vermessungsingenieurin. Zwischendurch blieb mir aber ein kleiner Bezug zur Online-Welt, weil ich im Unternehmen meines Bruders ausgeholfen habe. Er hat einen Online-Shop, Blogs zum Thema und zusätzlich mehrere OnePager.

Leidenschaft und Beharrlichkeit

Das Thema Online-Marketing und SEO hat mich einfach nicht losgelassen. Privat habe ich mir gern Seiten von Bekannten angeschaut und mein „klägliches“ Wissen weitergegeben. Und ich glaube, daraus lassen sich schon zwei wichtige Merkmale ableiten:

Leidenschaft für das Thema und Beharrlichkeit.

Was wichtig ist sowie die Erkenntnisse, was für SEO funktioniert, ändert sich ständig. Ohne eine anhaltende Leidenschaft kann einem das wahrscheinlich schnell anstrengend vorkommen. Beharrlichkeit zahlt sich aus, weil mit einigen Maßnahmen nicht immer so schnell Rankingveränderungen erzielt werden können, wie man es gern hätte. Mich hat meine Leidenschaft für SEO schließlich dazu bewegt, verschiedene SEO Agenturen zu scannen. Zuvor war das für mich keine Option, weil ich davon ausgegangen bin, dass man nur als „fertiger“ Suchmaschinenoptimierer in SEO Agenturen reinkommt. Ich sah meine Chance zunächst nur darin, als Texter, Praktikantin oder First-Level-Support reinzurutschen. Aber da bin ich nun. Bereit, SUMAGO ganz groß raus zubringen. ?

Ein echt guter Einstieg ins SEO-Thema

Ein paar Wochen vor meinem Amtsantritt hat Marco mir ein Buch als Einstieg empfohlen. Über 1000 Seiten. Immerhin 25% davon habe ich gelesen. Mich ärgert, dass ich nicht mehr gelesen habe, denn jetzt komme ich tatsächlich nicht mehr dazu. Das Buch ist wirklich verständlich und informativ. Es geht natürlich um das SEO Buch von Sebastian Erlhofer. Ich denke, wenn man es komplett liest, hat man ein breites Grundlagenwissen. Das Problem ist eben nur, dass man es schnell vergisst, wenn man es nicht anwenden muss oder darf. Besonders gut fand ich, dass auch die Architektur hinter der Suchmaschine erklärt wird. Davon hatte ich nämlich bis dahin gar keine Ahnung und es trägt absolut zum allgemeinen Verständnis bei.

Außerdem kann ich nur empfehlen, die Google Hangouts auf Youtube anzuschauen und wichtigen Profilen auf Twitter zu folgen.

Dazu zähle ich:

@google @methode @JohnMu @mattcutts @dannysullivan @pedro [email protected] @rustybrick

Außerdem folge ich einigen deutschen SEOs und Toolanbietern, die aber leider nicht besonders aktiv sind.

Wer etwas mehr Zeit hat, kann auch Blogs von Björn Tantau, Martin Missfeld, Felix Beilharz und Karl Kratz verfolgen.

Ich persönlich liebe Podcasts, weil ich dabei noch andere Sachen erledigen kann. Ist ja sowieso immer zu kurz so ein Tag. Da habe ich OnlineRadar, Termfrequenz360, der Online Marketing Podcast mit Carsten Hinrichs und Martin Mißfeldt, SEOHouse (die Tonqualität und der time delay sind allerdings etwas anstrengend) und SEO-Turtles in meiner Liste. Für Anfänger eignet sich auch der tägliche Podcast von Christian B. Schmidt auch ganz gut. In #SEODRIVEN analysiert er Montag bis Freitag einige Seiten. Darüber kann man am Anfang ganz gut Schwerpunkte der Analyse und Optimierung verinnerlichen. Natürlich hat Marco auch einen Podcast, den ich nicht unerwähnt lassen möchte. Ich glaube aber, dass er einen besseren Einblick in die SEO-Szene bietet als ins Handwerk selbst – was natürlich auch sehr interessant ist.

 

Wie werde ich SEO? Blog, Literatur und Hilfen

 

Wer sich für Online-Marketing im Großen interessiert, sollte auch mal bei digital kompakt und dem OMR Podcast reinhören. Davon gibt es auch nochmal das Format „Ask OMR“, wo teilweise für SEO-Trainees interessanten Tipps gegeben werden. Natürlich kann man auch selbst Fragen einreichen.

Und noch ein Tipp zur Weiterbildung, den ich leider noch nicht ausprobiert habe: Udemy. Hier kann man Online-Kurse zum schmalen Taler buchen. Zum Stichwort „SEO“ werden 724 Treffer angeboten. Steht auf jeden Fall auch noch auf meiner To-Do-Liste.

Ohne Praxis geht nichts

Ihr könnt Euch zwar Informationen über alle möglichen Kanäle ziehen, aber so richtig versteht man es wohl nur, wenn man es auch in der Praxis sieht und anwenden kann. Ich kann förmlich spüren, wie sich seit der Arbeit bei SUMAGO jeden Tag neue Verbindungen in meinem Hirn bilden, die das ganze Inselwissen über Optimierung in einen großen Kontext bringen. Gerade, wenn es um technisches SEO geht. Die Aufgabe, Maßnahmen für ein echtes Projekt zu erarbeiten, motiviert mich auch noch mal ganz anders, um mein Wissen auszubauen. 

Außerdem habe ich endlich den Zugriff auf SEO Tools, wie SISTRIX und XOVI und damit die Möglichkeit, mir Seiten wirklich mal in der Tiefe anzuschauen.

Was ich mir auch nicht allein hätte beibringen können: Wir haben hier jeden Tag einen Slot für ein Meeting eingerichtet, um uns auszutauschen. Für uns Noobies ist das die Gelegenheit, um die alten SEO-Hasen auszufragen. Manchmal sind es auch nur kleine Tricks. Welches Tool eignet sich am besten, um Backlinks zu checken? Wie überprüfe ich am besten den Pagespeed?

Und klar, Sebastian Erlhofer empfiehlt SEO-Stammtische. Aber ganz ehrlich: Gibt es da draußen blutige Anfänger, die sich zu solchen Stammtischen trauen und dann dort Fragen stellen? Für mich besteht die Frage, mit welchen Bereichen ich mich wohl in so einer Gruppe einbringen kann. In einigen Tagen (jeden letzten Donnerstag im Monat) findet in Berlin-Friedrichshain ein Stammtisch statt. Vielleicht lass ich mich dort eines Besseren belehren. 

Weil ich keine praktische Erfahrung vorweisen konnte, habe ich als SEO Trainee angefangen. Das dürfte wohl auch der häufigste Weg zum SEO sein. Heute zumindest. Das SEO-Wissen der ersten Optimierer ist wohl eher mit der Verbreitung des Internets mit gewachsen. Heute wäre das nahezu unmöglich. SEO ist so komplex und vielfältig, dass man sich das ganze Know-How meiner Meinung nach nicht ohne Anleitung im Selbststudium aneignen kann. Gegenmeinungen?

Wie lang ein Traineeship geht und wann man zum SEO Junior oder SEO Manager aufsteigt hängt natürlich vom Vorwissen ab. Meistens liegt die Dauer aber bei oder 6 bis 12 Monaten. das Traineeship ist ein bisschen wie das Äquivalent zur Ausbildung, da es einen starken praktischen Bezug hat. Man lernt direkt im Unternehmen, was der Job als SEO bedeutet.

Wer selbst ein bisschen Geld auf der hohen Kante hat oder eine Agentur kennt, die die „Ausbildung“ übernimmt, kann sich auch über die afs-Akademie für ein „SEO-Studium“ einschreiben. Ein Kollege hier hat sich dafür entschieden und war zufrieden. Kostet aber eben echt eine ganze Stange Geld. Ein Vorteil ist auf jeden Fall, dass Vorträge von bekannten SEO-Größen gehalten werden und an praktischen Beispielen gearbeitet wird.

Was ich auch sehr cool finde, sind die Online-Schulungen von Google für Google Analytics. Dazu wird in verschiedenen Lektionen mit Hilfe von Videos und Beispielen zum selbst Klicken Analytics erklärt. Am Ende einer Lektion wird man getestet. In einem ersten Teil kann man ein Zertifikat „Google Analytics für Anfänger“ machen. Für Fortgeschrittene gibt es einen zweiten Teil.

Das sind also meine Quellen, die ich beziehe, um mich hoffentlich irgendwann als richtiger Suchmaschinenoptimiererin zu fühlen. Und wenn ich mich so fühle, darf ich es bestimmt auch aussprechen. Anders scheinen es andere auch nicht zu machen.

Wann bin ich ein SEO?

Auf Twitter habe ich von Pedro Dias (Ex-Google-Mitarbeiter) folgenden Tweet gelesen:

 

Tweet Pedro Dias SEO

Die Aussage ist für mich ganz witzig, weil ich auch Ingenieurin bin und weiß, dass es einige gibt, für die Mathe und Physik fast Grund für das Exmatrikulieren waren. Dort wurden Kommilitonen im Grundstudium wegen dieser Fächer fast aussortiert, die im Hauptstudium beste Noten gebracht haben.

Also natürlich ist es immer gut, Experte in seinem Gebiet zu sein, aber als Ingenieur kommt man auch ganz gut ohne Wissen über Physik klar. Das liegt vor allem daran, dass man sich im Hauptstudium (gab es damals noch, ist jetzt wohl der Master) auf Themen spezialisiert. Also irgendwie hinkt der Vergleich für mich. Ich denke, im Grunde ist Seitenarchitektur, Usability und Web Accessibility vielleicht sogar näher am SEO-Kerngeschäft dran als Physik an einigen Ingenieurberufen. Aber auch hier kann man Experte in einem Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung sein. Man sollte Probleme in den Bereichen als SEO erkennen können, nicht aber zwingend selbst beheben können. Vor allem in Hinblick auf die zunehmende Komplexität in der SEO-Branche ist es meiner Meinung nach gar nicht sinnvoll, dass jeder alles kann.

Ich versteh ja, dass man sich von SEOs mit weniger umfassendem Wissen abgrenzen möchte, aber passiert das nicht automatisch durch gute Arbeit? Manchmal würde ich mir deshalb mehr produktive Kommentare statt gestreuter Spitzen wünschen.

Soll sich doch SEO oder SEO Manager nennen, wer will. Auf Dauer merken Kunden auch, wer es drauf hat und wer nicht. Wenn ich mal SEO bin, mach ich alles anders. ? Außerdem hat Karl Kratz mal gesagt, das heißt gar nicht Suchmaschinenoptimierung, weil man ja nicht die Suchmaschine optimiert. So. Das war das Schlusswort. Wer wissen will, welche Soft Skills ein SEO-Anwerber neben Leidenschaft und Beharrlichkeit mitbringen muss und was man als SEO Manager macht, hat den Beitrag leider umsonst gelesen.

10 Kommentare
  1. Christian H.
    Christian H. sagte:

    Hallo Silke,
    vielen Dank für deine Beitrag. Ich habe drei Anmerkungen:
    – Danke für die vielen Podcast Quellen. Ich bin auch ein großer Fan davon und kannte bisher SEO Turtle nicht.
    – Schade, dass du auf der Campixx solch einen Eindruck erhalten hast. Ich war vor 3 oder 4 Jahren das erste mal dabei und fand es sehr lehrreich und kann deine Erfahrung nicht bestärken.
    – Den Satz „was für SEO funktioniert, ändert sich ständig“ finde ich nicht gut. Da das meiste Handwerk ist und über die Jahre auch gut funktioniert, wie ordentliche Dokumentenstruktur, Verlinkungsstruktur und … Manchmal gibt es ggf. Anpassungen oder Tipps, wie man was besser machen kann. Aber das meiste ist solides Handwerk meiner Meinung nach, was ja auch schon umfangreich genug ist ;-)
    Beste Grüße
    Christian

    Antworten
    • Silke Wunderlich
      Silke Wunderlich sagte:

      Hallo Christian,

      vielen Dank fürs Feedback! Also mein Eindruck von der Campixx war ja nicht nur negativ. Und mir ist auch klar, dass das eine sehr subjektive Wahrnehmung war. Schön auf jeden Fall, dass es Dir gefallen hat.
      Und dass sich nicht alles ständig ändert, stimmt natürlich. Trotzdem muss man ja dran bleiben, um zu sehen wie man sich echte Vorteile verschaffen kann. Wenn es um die Hotel-Branche geht, reichen Grundlagen ja wahrscheinlich nicht mehr aus. Ich wollte betonen, dass man sich hier stärker als in vielen anderen Berufen weiterbilden muss und Leidenschaft der wohl stärkste Motor ist.
      Vielleicht ein bisschen zu absolut formuliert, aber der inhaltliche Schwerpunkt ist eher Leidenschaft und Beharrlichkeit, nicht Unbeständigkeit im SEO.
      Freu mich aber ehrlich über Deinen Kommentar!

      Antworten
  2. Michael Polixmair
    Michael Polixmair sagte:

    Beitrag gerne gelesen, war anfangs nur irritiert, weil ich zuerst dachte, der Blog sei vom Marco, und der sagt plötzlich von sich, er sei kein SEO hahhaa, Irrtum schnell mal aufgeklärt weil ja oben, ganz klein von Silke Wunderlich steht, und sich alles um Deine Erfahrungen dreht :-) Viele SEOs die du genannt hast, bzw allen jenen folge ich nahezu täglich, ich liebe Text und Videos bei denen ich mich weiter bilden kann. Du schreibst recht ehrlich, weil Du erst 25% vom 1.000 Seiten Buch vom Sebastian Erlhofer gelesen hast, ich habe es komplett gelesen, und es liegt immer griffbereit bei meinem Schreibtisch., also: Nimm Dir die Zeit, und lese es bis zum Ende des Jahres bis zum Ende durch, nur ein Tipp. Nun gut, ich persönlich empfehle immer allen die SEO werden wollen: Just Do it, üben, üben, üben mit Eigenprojekten, testen, probieren und später die Erfahrungen bei Kundenprojekten umsetzten, ein SEO lernt nie aus, ich „lerne“ so täglich 2 Stunden täglich. Leider bieten unglaublich viele Anbieter Suchmaschinenoptimierung an, vor allem beim Webdesign- Verkauf, und tja…die meisten haben keine Ahnung, und wir, die tja richtigen SEOs müssen dann für viel Geld und für viel Zeit das alles wieder ausbessern. Also: Es soll sich bitte niemand SEO nennen der sich nicht damit auskennt, danke, liebe Grüße aus Salzburg, Michael

    Antworten
  3. Wolfgang
    Wolfgang sagte:

    Hallo Silke,

    ich finde deinen Artikel großartig! Ich habe selbst vor 9 Monaten als kompletter Newbee und Quereinsteiger als SEO Trainee bei einer Agentur in Salzburg begonnen (Ich habe auch nicht geglaubt, als Neuling direkt eine Stelle zu bekommen) und kann deine Gedanken und Probleme sehr gut nachvollziehen.

    Neben den Quellen an Blogs und Podcasts habe ich noch 2 sehr gute Quellen, die mir persönlich sehr viel geholfen haben, das Thema zu verstehen:

    1) Auf Coursera gibt es eine Spezialisierung dazu die aus 6 Kursen besteht –> https://www.coursera.org/specializations/seo hier zu finden. Die einzelnen Kurse kann man jedoch, mit ein paar Abstrichen und leicht versteckt zu finden, auch gratis belegen. Für mich war das die beste Vorbereitung auf den neuen Job!

    2) Später in meiner noch jungen SEO-Karriere bin ich auf das Buch „Understanding SEO“ von Franz Enzenhofer gestossen –> https://www.fullstackoptimization.com/b/understanding-seo Für mich wirklich die beste Quelle SEO zu verstehen.

    LG aus Salzburg,
    Wolfgang

    Antworten
  4. Patrick Kowalski
    Patrick Kowalski sagte:

    Hallo Silke,

    ich hatte mal ein Projekt, dass Wunderlich heißt. Da geht es um BMW Zubehör für Motorräder. Was will ich damit sagen? Als SEO (besonders in einer Agentur) bekommst du auch sehr viele verschiedene Projekte, wo du die Themen kennen lernst. Alle benötigen eine leicht andere Strategie und so lernt man. Ich habe das 5 Jahre gemacht und kann deinen Lernprozess gut nachempfinden.

    Irgendwann kommt der nächste Schritt. Eigene Projekte waren das für mich. Du bekommst neue Probleme auf den Tisch und verbindest mehr Marketing Elemente, auch neben SEO. Es kommt natürlich auf die Arbeitsumgebung und -bedingungen an, wie weit man sich in einer Agentur weiterentwickeln kann. Für mich war nach 5 Jahren Schluss.

    In den Quellen sind gute Kanäle und Menschen dabei. Ich vermisse ein bisschen meinen Lieblingskanal YouTube und englische Influencer wie Rand Fishkin oder Brian Dean. Vielleicht schaust du dir die auch mal an. Bin mir sicher, dass du von denen schon gehört hast.

    Von der afs-Akademie habe ich auch schon gelesen, allerdings keine Erfahrungswerte bisher. Ich kann es leider nicht einschätzen, ob es sich lohnt. Damals dachte ich, dass das Angebot überteuert ist.

    Was hältst du von der Mentalität „Im Internet Geld verdienen, egal wie“?

    Das begegnet wir relativ oft zum Thema SEO. Die Menschen, die sich dafür interessieren wollen keine SEOs werden, sondern nur den schnellen Euro machen.

    Grüße
    PKay

    Antworten
    • Silke Wunderlich
      Silke Wunderlich sagte:

      Hallo PKay,

      vielen Dank für Dein Feedback! Tatsächlich treibe ich mich momentan relativ selten auf Youtube rum. Irgendwie muss ich ja den möglichen Input auf ein realistisches Maß runterbrechen. :-)
      Wie ich zu “Im Internet Geld verdienen, egal wie” stehe… Eher emotionslos. Wenn es funktioniert, hat es wohl seine Berechtigung. Ich frag mich auch, warum manche Firmen denken, nervige Werbung wäre gut, so lange man sich daran erinnern kann. Aber scheinbar gibt es für vieles eine Zielgruppe, in die ich mich jedoch nicht so richtig rein versetzen kann. Wie stehst Du denn zu der von Dir angesprochenen Mentalität?

      Antworten
      • PKay
        PKay sagte:

        Zur Mentalität bin ich etwas vorbelastet.

        SEO betreiben die Wenigsten, weil sie nur Spaß daran haben. (schätze ich mal) Es geht jedem um einen Verdienst – klein oder groß. Ich habe in meinem Kanal auf YouTube das Thema SEO im Fokus und verbinde es nur selten mit „Geld verdienen“. Die Kanäle mit dem Fokus „Geld + Onlinemarketing“ sind 10x größer, weil sie mehr User mit dem Interesse ansprechen.

        Geld machen = keine Nische
        SEO = Nische

        Oft sehe ich die Mentalität mit Spam Taktiken, ohne wenig Fleiß oder fehlender Liebe am Content gepaart. SEO wird lieblos als Mittel zum Zweck benutzt. Das nervt mich persönlich etwas, da die Seiten oft nur geringen Mehrwert bieten.

        Antworten

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