Snackable Content/Snack Content – Wie funktioniert dieser Traffic-Hebel?

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Es gibt nur noch wenige Geheimtipps, die Dein Content Marketing wirklich auf das nächste Level bringen können. Ein solcher Tipp ist die richtige Nutzung von Snackable Content bzw. Snack Content im Content Marketing. Hier erfährst Du alle wichtigen Details für die Umsetzung dieses Geheimtipps in Deinem Unternehmen. Damit Du sofort starten kannst.

Snackable Content/Snack Content

Was ist Snackable Content?

Snackable Content bzw. Snack Content bezeichnet Content-Formate, die kurz und leicht verdaulich sind. Das bedeutet vor allem, sie dürfen inhaltlich und grafisch nicht komplex sein, um schnell erfassbar zu bleiben. Oft wird Snackable Content auf Inhalte für Social Media-Netzwerke und -Kanäle reduziert. Doch wenn sich auch Snackable Content natürlich hervorragend für Social Media-Marketing eignet, kannst Du ihn z.B. auch auf Deiner Website einsetzen. Typische Beispiele für Snackable Content/Snack Content sind: 

  • Digests von Langformaten (Kurzzusammenfassungen) 
  • Kurzvideos 
  • Boomerangs 
  • Memes 
  • Infografiken 
  • Audio-Kurzformate (z.B. Podcast-Teaser)
  • Insta-Stories 

Auch Tweets bei Twitter sind Snack-Content, den Du effizient für Dein Marketing nutzen kannst, wenn Deine Nutzer auf Twitter sind. Da Twitter und Tweets hierzulande allerdings kaum Verbreitung gefunden haben, werden wir hier auf das Format der Tweets nicht weiter eingehen. 

Wichtig ist: Snackable Content kann in allen Medien erstellt werden und auf vielen verschiedenen Plattformen, Kanälen und Netzwerken ausgespielt werden. Mehr zu den einzelnen Formaten liest Du weiter unten in diesem Text. Schauen wir uns zunächst noch einmal die Ziele von Snack Content etwas genauer an. 

Ziele von Snackable Content

Nicht selten leicht abfällig als das „Fast Food des Internets“ tituliert, sind diese „Snacks“ jedoch für Dein Marketing und damit auch Dein Unternehmen alles andere als ungesund – im Gegenteil, sie können Dich mit vergleichsweise geringem Aufwand ein gutes Stück nach vorne bringen! 

Das Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu bekommen. Nun sind die Aufmerksamkeitsspannen des Menschen mit etwa 8 Sekunden ohnehin nicht besonders lang. In den Sozialen Netzwerken, wo Snackable Content bzw. Snack Content besonders viel Verwendung findet, ist die Aufmerksamkeitsspanne mit knapp 3 Sekunden gar noch kürzer. Inhalte auf Websites werden in aller Regel gescannt, nur weniges wirklich gelesen. Etwa 28% eines Textes, fanden Wissenschaftler heraus, werden im Durchschnitt tatsächlich gelesen. 

Genau da setzt Snackable Content an. Er soll die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen und mit dem kleinen Snack gewissermaßen Lust auf eine Hauptmahlzeit machen. Das funktioniert dann, wenn der Snack bereits für den Nutzer wesentliche oder jedenfalls interessante Informationen bereithält. 

Was ist „guter“ Snackable Content? 

Die Frage nach „gut“ oder „schlecht“ in Bezug auf Content lässt sich ebenso wenig allgemein beantworten wie die Frage, ob ein Geschmack gut oder schlecht ist. 

Mit anderen Worten: Es gibt zwar Menschen, die sich da ein objektives Urteil zutrauen. Doch letztlich findet eben doch der eine das eine gut, der andere etwas anderes. 

Das bedeutet für Dich vor allem: Guter Snackable oder Snack Content ist der, der bei Deiner Zielgruppe funktioniert und der zu Deine Marke passt. 

Das heißt aber auch, dass Du Dich nicht primär nach Deinem eigenen Geschmack richten kannst. Vielleicht findest Du bestimmte Formate hässlich, langweilig oder oberflächlich. Wenn das aber zu Deiner Zielgruppe passt, ist es eben guter Content für Dein Business

Soziale Aufmerksamkeit mit Snack Content

Zielgruppen von Snackable Content

Es sollte eigentlich schon klargeworden sein: „Die“ Zielgruppe Deines Snackable Content bzw. Snack Content gibt es nicht – es ist Deine Zielgruppe! Unabhängig von Alter, Geschlecht und sonstigen Merkmalen wird Snackable Content im Internet konsumiert. Es kommt also nicht darauf an, ob Deine Zielgruppe Snack Content überhaupt braucht, sondern welcher Snackable Content für sie passend ist. 

Und gerade darum ist wieder einmal besonders wichtig, dass Du sie gut kennst. Am besten in- und auswendig. Denn da Du unter 3 Sekunden Zeit hast, die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe zu gewinnen, musst Du sie in der Zeit natürlich auch genau mit dem „packen“, was sie begeistert, interessiert, vielleicht sogar schockiert – je nachdem, wie Deine Content Marketing-Kampagne eben aufgebaut ist und mit welcher bzw. welchen Emotionen Du hauptsächlich arbeitest. 

Eines jedenfalls ist gewiss: Einfach nur kurz zu sein reicht bei Snackable Content nicht aus. Du musst Deine Nutzer emotional packen, damit Du ihre Aufmerksamkeit nicht nur kurz hast, sondern auch für Dich nutzen kannst. Beispielsweise, wenn Du längere Inhalte anteaserst. Oder wenn Du auf eine Veranstaltung aufmerksam machst, die Du durchführst. Oder einfach, um Deine Zielgruppe für Dein Unternehmen zu begeistern, damit Du mit Deiner Marke in Erinnerung bleibst. 

Das gelingt nur, wenn Du Deine Zielgruppe auch direkt ansprichst und mit den richtigen „Snack“-Inhalten emotional erreichst. Falls Du das also noch nicht tust: Das Arbeiten mit Buyer Personas kann Dir und auch Deinen Mitarbeitern helfen, Deine Zielgruppe klar zu fassen und sie so auch mit passendem Content besser anzusprechen. 

Wie lang muss Snackable Content sein?

Wie lang ist Snackable Content?

Nun: Es ist ja schon bei der Ernährung manchmal nicht so leicht zu definieren, wo der Snack aufhört und die Mahlzeit anfängt! Während für den einen die Currywurst an der Pommesbude eine vollwertige Mahlzeit ist, ist es für den anderen nur ein kleiner Snack zwischendurch. 

So ähnlich ist es auch bei Snack Content. Eine feste Definition, ab welcher Wortzahl ein Text nicht mehr „snackable“ ist oder wie lang ein Video maximal sein darf, gibt es nicht. Die Konsumgewohnheiten unserer Zielgruppen sind natürlich auch verschieden. Trotzdem gibt es bestimmte Faustregeln, an denen man sich orientieren kann. 

Memes, Boomerangs und GIFs sind der Natur der Sache natürlich bereits ultrakurz. Video- oder Audiocontent (z.B. Podcast-Teaser) sollten maximal 60 bis 90 Sekunden haben, um als „snackable“ durchzugehen. 

Insbesondere aber Texte müssen kurz, kurz, kurz sein! Ein gutes Beispiel für ein textbasiertes Snackable-Content Piece ist ein Zitat (oder aus dem Englischen: „Quote“), beispielsweise auf einem Foto oder hübsch im Stil Deines Unternehmens gestaltet. So ein Zitat hat in der Regel nicht mehr als 10, 15 Wörter. Generell würden wir sagen: Teaserlänge, also vielleicht 30 bis 50 Wörter, ist die Obergrenze für Snackable Textcontent. Denn: Visuelles lässt sich mit weniger Aufwand erfassen als ein Text, darum sollten Texte wirklich sehr kurzgehalten werden. Kurzzusammenfassungen im Blog dürfen aber auch ein wenig länger sein als Textsnacks in Social Media.

Etwas schwieriger wird es im Bereich Infografik. Gelegentlich wird so getan, als wäre jede Infografik Snackable Content/Snack Content. Dem würden wir widersprechen. Es kann durchaus sinnvolle Infografiken geben, die komplexe Zusammenhänge einfach darstellen, die aber immer noch zu komplex sind, um „snackable“ zu sein. Eine Snackable Infografik sollte auf einen Blick erfasst werden können. Dazu gehört auch, dass sie nur wenige Elemente (grafische wie textliche) enthalten sollte. 

Mehr zu den einzelnen Content-Formaten und -Formen findest Du im Abschnitt „Welche Formate gibt es, und wo werden sie ausgespielt?“ weiter unten. 

Fassen wir erstmal so zusammen: Halte Dich eher an Weight Watchers-Portionen, wenn Du über die Länge Deiner Snackable Content-Pieces nachdenkst. Dann ist Deine Zielgruppe gerade so angefüttert, dass sie noch immer Hunger auf mehr hat. 

Welche Formate gibt es, und wo werden sie ausgespielt?

Wie schon eingangs gesagt: Snackable Content bzw. Snack Content bezeichnet eine Art der Content-Gestaltung, nicht ein spezifisches Format oder Medium. Videos, Texte, Audio, Grafiken und vieles andere mehr können als Medium für Snackable Content genutzt werden. 

Text-Digests

Text-Digests sind Kurzzusammenfassungen in Textform. Du kannst beispielsweise ein Kästchen mit dem Digest oben bei einem Blogbeitrag einbauen; oder Du kannst sie als Social Media-Post verwenden. 

Hier gilt natürlich noch verstärkt, was für Snackable Content bzw. Snack Content generell gilt: In der Kürze liegt die Würze! Text-Content ist ein sehr langsames Medium – Bilder, Bewegtbilder jeder Art sind viel leichter von unserem Gehirn erfassbar und verarbeitbar. Auch wenn wir alle regelmäßig lesen, stellt das Verarbeiten des Gelesenen unmerklich eine größere Anstrengung für unser Gehirn dar als das Wahrnehmen eines Bildes. In Social Media ist Text ohnehin noch schwerer konsumierbar – zum einen, weil die Medien generell sehr schnell und die Inhalte kurzlebig sind, zum anderen, weil man sie meist mobil nutzt und auf einem kleinen Smartphone-Display liest es sich nun einmal noch schwieriger als auf dem Desktop. 

Achtung: Ein Text-Digest ist nicht dasselbe wie ein Teaser! Ein Teaser oder eine Einleitung in den Text eröffnet das Thema und macht Lust auf mehr. Ein Text-Digest fasst aber tatsächlich die relevanten Inhalte des Textes in kürzester Form zusammen. Er ist also eher wie eine Zusammenfassung, wie sie üblicherweise am Ende eines Textes steht. Allerdings steht in diesen abschließenden Textteilen oft auch ein Ausblick oder ein Fazit. 

Audio-Digests und Podcast-Teaser

Audio-Digests sind im Prinzip dasselbe wie ein Text-Digest, nur in Audioform. Sie können wie lange Audioformate – und wie der Text-Digest – auf der eigenen Seite eingebaut werden. Natürlich können auch Audio-Digests für Social Media genutzt werden. 

Neben Digests sind auch Podcast-Teaser ein bekanntes Audio-Kurzformat, das auch von bekannten Medien wie der Süddeutschen Zeitung genutzt wird. Der Podcast-Teaser gibt in Werbespot-Länge einen Einblick in die wichtigsten Inhalte, verweist auf das Langformat, also den eigentlichen Podcast, und kann auch genutzt werden, um auf eine Landing Page zu leiten. 

Kurzvideos

Kurzvideos sind mit Sicherheit eines der beliebtesten Snack Content-Formate. Je nachdem, wie sie eingesetzt und gestaltet werden, können sie mehr oder weniger aufwendig sein. Ein Parade-Beispiel für Snack-Videos sind die von Tasty überwiegend auf Social Media veröffentlichen Koch-Kurzvideos. In den in der Regel etwa 30-90 Sekunden langen Videos wirst Du einmal durch den Kochprozess geleitet. Klar ist: Diese Videos sind keine Kochanleitungen. Es sind ästhetisch gestaltete Videoclips, die Lust machen sollen, das Rezept auszuprobieren. Auf der Plattform selbst gibt es die kompletten Rezepte und auch längere Videos zum Nachkochen der Rezepte. 

Tasty setzt hier schon hohe ästhetische Maßstäbe, und die Videos sind nicht ganz unaufwendig in der Produktion. Letztlich sind aber natürlich auch Selfie-Videos, die Du in einer Insta-Story postest, Kurzvideos. Solche Formate sind natürlich bedeutend leichter zu produzieren, ebenso wie andere weitgehend auf Schnitt, Redaktion und konsequente Ästhetik verzichtende Kurzvideos. 

Natürlich ist es cooler, ein ästhetisch ansprechendes, von vorn bis hinten durchdachtes Videoformat zu entwickeln und regelmäßig entsprechende Videoinhalte zu produzieren. Manchmal aber reicht das Budget dafür nicht aus, dann steht man vor der Entscheidung, auf Videocontent zu verzichten oder Abstriche zu machen. 

Aus unserer Sicht ist das A und O bei Kurzvideos, wie bei jedem Content-Format, passgenau auf die Zielgruppe abgestimmter, in eine Gesamtstrategie eingebetteter Content. Ist der Inhalt eines Videos für die Zielgruppe interessant, kann man bei der Qualität auch ein paar Abstriche in Kauf nehmen. (Grottig darf die natürlich trotzdem nicht sein!) 

Hier ein Beispiel für Snack Content aus unserer Content Unit.

Boomerangs 

Der Begriff „Boomerangs“ hat sich als Begriff für Kurzvideos verselbständigt, die mit der Instagram-App Boomerang erstellt werden. Dabei handelt es sich um ultrakurze Videos, die vor- und zurücklaufen, sodass witzige Effekte entstehen. Boomerangs werden in aller Regel in den sozialen Medien, vor allem natürlich auf Instagram, genutzt. Ihr primäres Ziel ist Unterhaltung. 

Boomerangs erzielen vornehmlich einen Aufmerksamkeitseffekt. In welchem Maße und in welcher Weise sie auf Dein Brand Image und Deine Brand Awareness einzahlen, hängt ganz stark davon ab, wie oft Du Boomerangs nutzt und in welcher Form, was Du also zeigst. 

Aus unserer Sicht können Boomerangs sehr gut zusätzlich zu anderen, „substanzielleren“ Snack-Content-Formaten eingesetzt werden. Beispielsweise zu Feiertagen, besonderen Anlässen, Events etc. können Boomerangs durchaus ein sinnvoller Teil einer Content-Strategie sein.

Memes 

Auch Memes dienen vornehmlich der reinen Unterhaltung, insbesondere in sozialen Netzwerken. Memes sind entweder eigene oder aus der Pop-Kultur (z.B. aus Filmen, Cartoons o.ä.) entliehene kleine Medienformate, die zumeist humoristisch oder ironisch als Kommentar auf aktuelle Ereignisse, Beiträge oder ähnliches eingesetzt werden. Memes können bewegte oder unbewegte Bilder, Zeichnungen oder Kurztexte (z.B. Aussagen, Textfragmente oder Aphorismen) sein.

Auch Spruchbilder gehören zu den Memes. Spruchbilder sind Fotos oder Grafiken, die ein Overlay mit einem Sinnspruch haben. Das Format ist ausgesprochen populär. Der Grund: Es ist leicht zu erstellen und ebenso leicht konsumierbar. Im Prinzip also der perfekte Snack Content.

Die Betonung liegt auf „im Prinzip“. Denn aufgrund der inflationären Benutzung ist das Format schon ziemlich abgenutzt – Du musst Dich also schon anstrengen, um mit einem Spruchbild noch die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe zu erreichen. 

Forest Trump

Und vor allem: Der Content, also in diesem Fall die entsprechenden Sprüche und deren optische Aufbereitung, muss zu Deinem Unternehmen passen und seinen Ort in Deiner Content-Strategie haben. 

Instagram-Accounts, die überwiegend oder ganz aus Spruchbildern bestehen, gibt es wie Sand am Meer. Verwendest Du ähnliche Inhalte wie andere Accounts oder gibt es keinen Zusammenhang mit Deiner Marke, ist auch ein so vergleichsweise unaufwendiges Format ziemlich teuer: Es kostet Zeit und bringt nichts. 

Ähnlich wie bei den Boomerangs gilt auch bei Memes: Sie können wunderbar zusätzlich zu anderem Content, Snack Content und auch SEO eingesetzt werden, um auf kreative Weise Aufmerksamkeit zu generieren. Selten aber gelingt es, ein Meme so zu nutzen, dass es direkt auf Deine Markenbekanntheit einzahlt. Letztlich hängt das aber davon ab, was Deine Marke ist. Bei einer Personenmarke aus dem Lifestyle-Bereich ist das sicherlich deutlich einfacher als bei einem Baumarkt.

Infografiken

Das letzte eigentliche Content-Format, das hervorragend für Marketing mit Snackable Content genutzt werden kann, sind Infografiken. Infografiken sind optisch ansprechend aufbereitete Grafiken, die auf einen Blick Fakten zusammenfassen und/oder Zusammenhänge illustrieren. 

Infografiken können mithilfe größtenteils kostenfreier Apps leicht auch vom Laien erstellt werden und sind daher exzellent geeignet, um seine Inhalte „snackable“ zu machen. 

Allerdings gibt es auch bei Infografiken einiges zu beachten. Sie leben davon, dass sie veranschaulichen. Das ist es, was Infografiken so leicht konsumierbar macht. Da aber Infografiken mithilfe von leicht bedienbaren Apps auch von Nicht-Grafikern erstellt werden können, gibt es natürlich auch einige Fehlerquellen.

Vor allen Dingen besteht die Gefahr, dass die Infografik visuell überfrachtet wird. 10 Schriftarten, 7 Farben und 23 verschiedene Icons, dann noch lauter Pfeile… da ist es dann schnell vorbei mit der Veranschaulichung und der schnellen Erfassbarkeit. 

Einmal davon abgesehen, dass das Ergebnis dann meistens vor allem kunterbunt, aber nicht unbedingt schön ist und erst recht nicht mehr zur Corporate Identity passt. 

Achte also darauf, dass die erstellte Grafik wirklich harmonisch und leicht erfassbar gestaltet wird. Nutze die CI-Farben und -Schriften damit die Zugehörigkeit zu Deinem Business erkennbar bleibt. 

Weiterhin darf es nicht zu viel Inhalt sein. Natürlich sind umfangreichere Infografiken auch wunderbar, um komplexe Zusammenhänge zu veranschaulichen. Dann ist aber auch eine Infografik nicht unbedingt snackable. 

Infografiken sind aus unserer Sicht nicht per se Snackable Content, so wenig wie Text oder Video es sind. Wie bei anderen Formaten muss auch bei der Infografik auf Überschaubarkeit des eigentlichen Inhalts geachtet werden! 

Instagram Stories 

Strenggenommen sind Instagram-Stories kein eigenes Snackable Content-Format, sondern ein Ausspielungsort, ähnlich wie Snaps bei Snapchat oder Facebook Stories. Instagram Stories werden genutzt, um kurze Videos und Fotos zu teilen. Es können aber auch Spruchbilder, Texte, Links und vieles andere gepostet werden. Instagram Stories sind für alle, die die Plattform Instagram als Marketing-Instrument nutzen, unverzichtbar. 

Nun könnte man meinen, Instagram Stories seien immer „snackable“. Tatsächlich kommt es jedoch auch hier stark auf die Art der Nutzung an. Auch hier müssen die Inhalte genau „auf den Punkt“ sein. 

Durch das automatische Aneinanderhängen mehrerer eigentlich auf 15 Sekunden begrenzter Mini-Videoclips lassen sich nämlich auch längere Videos in Insta-Stories posten. Was Du aufnimmst, wird in 15-Sekunden-Sequenzen zerlegt, die in Deiner Story nacheinander ablaufen. Das geht also. „Snackable“ ist aber, wenn Du in der Frist der 15 Sekunden bleibst – oder maximal 30 Sekunden. Hast Du längeren Video-Content, kannst Du ihn bei IGTV auf Instagram publizieren und dieses Video dann wiederum in einer Story anteasern – dann ist es wieder ein Snack-Video. 

Auch bei Bild-, Text- und Grafikelementen muss man in Insta-Stories durchaus auf leichte Konsumierbarkeit achten. Beliebte Fehler sind zum Beispiel: 

  • zu viele Elemente, 
  • Schrift zu klein, 
  • zu viel Text, 
  • Schrift auf Hintergrund kaum lesbar. 

Alles, was man im Bereich Grafik falsch machen kann, kann man also auch in Instagram-Stories falsch machen. Achte also auch hier immer darauf, dass Deine Stories leicht verständlich und als Snacks gut zu genießen sind!

Welche Inhalte sollte ich für Snack Content verwenden?

Wenn Du Deine Zielgruppe gut kennst, hast Du sicherlich schon eine gute Orientierung, welche Art und Form von Snackable Content bzw. Snack Content Du erstellen könntest. Weiterhin müssen Deine Snack Content-Pieces natürlich, wie schon hier und da anklang, Teil Deiner Gesamt-Marketingstrategie sein. Nur, wenn sich Dein Snackable Content in Dein Brand Image einfügt und Inhalte transportiert, die für Dein Business wichtig sind, wirst Du mit Snackable Content erfolgreich sein. 

Leider gibt es immer mal wieder Leute, die pauschale Ratschläge wie „Sprüche gehen immer“ oder „Du musst jetzt GIFs machen, das finden die jungen Leute toll“ verteilen. Das ist Unfug. 

Es nützt nichts, wenn Du Lebensmottos wie „Iss nie einen Apfel, wenn er Dich traurig macht“ oder Lebensweisheits-Plattitüden teilst, wenn Du Schrauben oder Ventilatoren herstellst. Es sei denn natürlich, Dir fallen originelle Lebensweisheiten rund um Schrauben ein. Das wäre dann schon wieder cool und im strengen Wortsinne merk-würdig! 

In jedem Fall gilt: Es muss ein Bezug zwischen Deinem Business und Deinem Content bestehen. 

Und überhaupt bedeutet ja „content“ „Inhalt“ – und folglich sollte auch der leichteste Snack noch etwas enthalten. Das Nur-Banale und Nur-Komische bewirkt in der Regel gar nichts. 

Zunächst einmal deshalb, weil Menschen es millionenfach sehen und Du damit gar nicht erst Aufmerksamkeit erzeugst. 

Zum anderen muss Snack Content entweder Lust auf Deine anderen Inhalte oder Deine Produkte machen – oder jedenfalls Erinnerungswert haben, der direkt auf Deine Marke einzahlt. Das tollste Meme bringt Dir marketingtechnisch nichts, wenn niemand es mit Deinem Brand in Verbindung bringt. 

„Schnippsel“ nutzen

Snackable Content kann natürlich auch aus eigenen Video-Langformaten durch das Herauslösen einzelner Elemente erstellt werden – das funktioniert gleichermaßen mit Audioformaten. Der Unterschied zu Kurzvideos oder Digests liegt darin, dass kein eigentlich neuer Inhalt erstellt wird. Eine Kurzzusammenfassung (Digest) muss immer neugeschrieben werden – das bloße Zusammenkleben bestehender Sätze reicht nicht aus.

Man kann aber durchaus alternativ Schnippsel und Versatzstücke aus dem Langformat herauslösen und in Form insbesondere von Memes oder Boomerangs verbreiten. So kann das Langformat angeteasert werden, ohne dass tatsächlich redaktionell neue Inhalte entstehen. Nach diesem Modell können wichtige Zitate aus Texten als Spruchbild aufbereitet werden. Auch interessante Sätze aus Audiofiles kannst Du zusammenschneiden. Aus Videos kannst Du Minisequenzen herauslösen und zu Boomerangs weiterverarbeiten. So entsteht auch im Bereich von Memes und Boomerangs inhaltsreicher Snack Content, der zu Deinem Unternehmen passt. Und das mit minimalem Arbeitsaufwand.

Mit welchen Tools lässt sich Snackable Content erstellen? 

Der große Vorteil von Snackable Content ist, dass keine teuren Tools notwendig sind, um ihn zu produzieren. So belastet Snackable Content idealerweise Dein Marketing-Budget nicht allzu sehr. 

Instagram-Stories etwa sind ein sehr beliebtes Instrument zur Verbreitung von Snack Content. Kurzvideos können direkt in Instagram erstellt und mit zahlreichen Effekten gestaltet werden. Auch Tiktok und Snapchat haben jeweils eine Vielzahl an Effekten und Filtern integriert, so dass Snack Content auf diesen Plattformen schnell kreiert ist. 

Weitgehend kostenfreie Apps aus dem Playstore ergänzen die Möglichkeiten der jeweiligen Social Media-Plattformen zusätzlich. Boomerang ist eine solche App, die zu Instagram gehört und mit der man eben die schon mehrfach genannten Boomerangs erstellen kann. 

Im Prinzip sind die Inhalte, die in Insta-Stories – und den vergleichbaren Funktionen anderer Apps – genutzt werden, meist Fotos mit Text, Boomerangs oder Kurzvideos. Diese kann man eigentlich immer auch mit einem guten Smartphone herstellen, eine DSLR oder anderes professionelles Equipment ist durchaus verzichtbar. 

Auch für die Erstellung von Infografiken ist nicht unbedingt ein komplexes Grafikprogramm und ein professioneller Grafiker nötig. Mit Apps wie Text on Photo, Pictochart oder Canva kann man Inhalte mit wenigen Klicks schick aufbereiten. Die meisten dieser Apps bieten eine gewisse Anzahl an Templates kostenfrei an, für mehr Auswahl ist eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nötig. 

Wie zeit- und kostenintensiv ist die Erstellung von Snackable Content?

Da professionelles Equipment, teure Tools und Grafik-, Video- oder Foto-Experten nicht unbedingt notwendig sind, sind die Kosten für Snackable Content durchaus überschaubar. Auch hält sich die für die Erstellung aufzuwendende Zeit in Grenzen: Mit ein bisschen Geschick und Übung entstehen coole Inhalte bei etwas aufwändigeren Videoaufnahmen, die noch geschnitten werden müssen, oder Fotoshootings an bestimmten Locations in wenigen Stunden. Boomerangs, Spruchbilder und diverse Digest-Formate sind oft in unter einer Stunde oder sogar binnen weniger Minuten fertig. 

Die eigentlichen Kosten liegen nicht in der Erstellung, sondern in der Planung. Natürlich entstehen manche Inhalte auch „spontan“, also relativ kurzfristig, wenn beispielsweise etwas Aktuelles ansteht. Wichtig ist aber, eine gute Marketingstrategie und ein klares Brand-Image als Leitmotiv zu haben, denn im Rahmen dieser beiden Aspekte musst Du Deinen Snackable Content erstellen. Auch Spontanes muss da reinpassen.

Daher sollte unbedingt Arbeitszeit in die Erstellung der Content-Strategie und des Brand-Images gehen, damit jeder Marketing-Mitarbeiter, der irgendwie an der Erstellung von Content beteiligt ist, es verinnerlichen kann und jederzeit weiß, wie der Content, den er erstellt, beschaffen sein muss. Zudem ist es natürlich auch wichtig, dass es für Snackable-Content, wie für jede andere Art des Contents, einen Redaktionsplan gibt, aus dem direkt ersichtlich wird, welche Formate in welcher Frequenz auf welchen Kanälen erstellt bzw. ausgespielt werden sollen. Nur wenn Du auf diese Weise koordiniert agierst, kannst Du mit Hilfe von Snackable Content für Deine Inhalte und Deine Produkte tatsächlich Sichtbarkeit erzeugen. 

Insofern bleiben die Kosten für die Erstellung von Snackable Content zwar überschaubar; sie rentieren sich aber nur, wenn sie als Teil einer umfangreichen Marketing-Strategie gedacht werden. 

Fazit: So nutzt Du Snackable Content für Dein Business

Halten wir also fest: Im Rahmen einer guten Content-Strategie ist Snackable Content fürs Marketing Gold wert. Wichtig ist, dass Du Inhalte findest, die schnell konsumierbar und gut verdaulich aufbereitbar sind – und die zu Deiner Zielgruppe ebenso passen wie zu Deinem Business. Snackable Content hat darüber hinaus den Vorteil, dass dieser „Imbiss“ schnell und unkompliziert erstellt werden kann und damit auch das Budget schont. 

Übrigens: Du kannst Dich natürlich auch bei der Snack Content-Erstellung von einem Marketing-Profi unterstützen lassen. Schreib‘ uns einfach an, wir helfen Dir gerne weiter!