Infografiken mit Tiefgang – der 3D-Effekt bei Adobe Illustrator

 

Infografiken sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken – eine ansprechende und übersichtliche Anordnung und Visualisierung von Daten macht es leicht, selbst das trockenste Thema interessant darzustellen. Dafür gibt es unendlich viele Möglichkeiten, von reiner Typographie und Piktogrammen über Flowcharts bis hin zu illustrierten oder animierten Poster-Landschaften.

Aber nicht jeder ist ein Typo-Meister oder der neue Picasso und kann auf die Schnelle ein Infografik-Kunstwerk produzieren. Es muss allerdings auch nicht mit großem Aufwand verbunden sein, eine ansprechende Infografik zu gestalten. Plastizität zum Beispiel bietet sich dafür an. Einfache Linien– oder Kreisdiagramme zum Beispiel sehen sofort spannender aus, wenn sie dreidimensional dargestellt werden.

Wenn du dich ein wenig mit Adobe Illustrator (oder jedem anderen Vektorprogramm deiner Wahl) beschäftigt hast, weißt du, dass es ein mächtiges Tool zur Grafikerstellung sein kann. Die vektorbasierten Inhalte lassen sich verlustfrei skalieren und in jedem Zusammenhang verwenden. Illustrator kann aus diesen Vektoren allerdings auch mit seiner 3D-Funktion plastische Objekte erstellen. 

Unten siehst du einen vereinfachten Querschnitt einer Insellandschaft mit dem darunter liegenden Meeresgrund – funktional, aber nicht gerade schön. Mit der 3D-Funktion von Illustrator und ein paar einfachen Tricks lässt sich daraus schnell eine coole plastische Darstellung machen. Hier erfährst du, wie sich dieser Effekt ohne großen Aufwand auch in deinen Infografiken realisieren lässt.

 

So wird’s gemacht:

  1. Zieh die einzelnen Bereiche zur Vorbereitung ein wenig auseinander – damit bekommt das Ganze später eine luftigere Optik.
  2. Ordne die Ebenen so, dass die Reihenfolge der Bereiche stimmt (Himmel nach oben, Meeresboden nach unten)
  3. Navigiere im Effekte-Menü unter 3D zum Punkt „Extrudieren und abgeflachte Kante“
  4. Aktiviere unten links die Vorschau und drehe das Objekt in den gewünschten Winkel (entweder durch Click&Draw auf dem Objekt mit der Maus oder über die Zahleneingaben rechts)
  5. Stelle die Tiefe der Extrusion ein um zu bestimmen, wie weit dein 3D-Objekt reichen soll.
  6. Die Belichtung des 3D-Objektes kannst du ganz nach Geschmack sowohl in der Position als auch in der Helligkeit ändern, wir haben hier die Standardeinstellung belassen.
  7. Du kannst den Effekt für einzelne Bereiche über die „Aussehen“ Palette separat bearbeiten. Die Tiefe der Insel und Wolken ist hier reduziert.
  8. Positioniere die Bildteile so, dass du mit dem räumlichen Gesamteindruck zufrieden bist und passe sie nach Belieben in Größe und Farbe an.
  9. Mit gezielt gesetzten Transparenzen im Himmel und dem Wasser erhält das Modell einen effektvollen Diorama-Charakter. Unterschiedliche Konturstärken und kleine Details runden das Gesamtbild ab.

 

 

Die 3D-Darstellung kann auch auf Text angewandt werden, um Titel oder andere Beschriftungen zur Grafik mit in den Raum zu stellen. Im Beispiel unten haben wir durch geschickte Positionierung der einzelnen Ebenen und Transparenz-Effekte ein Modell einer Verlaufsgrafik mit Tiefe erstellt, das an Plexiglas erinnert.

Beim Experimentieren mit den 3D Infografiken lernt man am Besten – probier’s aus!

 

 

 

3 Kommentare
    • Sara Krummenacher
      Sara Krummenacher sagte:

      Hallo Alex – freut mich, dass der Beitrag hilfreich war :) da kommt in Zukunft noch mehr, also gern immer wieder reinschauen.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.