USER EXPERIENCE - Was ist das?

User Experience bedeutet in der deutschen Übersetzung so viel wie „Nutzererlebnis“ oder „Nutzererfahrung“ und wird in der Praxis mit dem Kürzel UX abgekürzt. Mit diesem Begriff wird das individuelle Erlebnis beschrieben, das ein Nutzer mit einem Produkt, einer Dienstleistung, einer Einrichtung oder einer Umgebung hat. Hinsichtlich des Internets bezieht sich die UX auf die Emotionen und Erfahrungen, die ein Nutzer beim Betrachten einer Webseite entwickelt bzw. macht.

 
User-Experience

USER EXPERIENCE: ABGRENZUNG ZUR USABILITY

UX bezeichnet ein Erlebnis, das ein Nutzer bei der Anwendung eines Produktes, bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung oder beim Besuch einer Webseite hat. Häufig wird das Nutzererlebnis auch als Usability bezeichnet. Zwischen beiden Begriffen gibt es allerdings eine Abgrenzung. Während die User Experience sämtliche Emotionen, Verhaltensweisen und Erfahrungen eines Nutzers einschließt, bezieht sich die Usability auf die Bedienungsfreundlichkeit einer Anwendung. Die Erfahrung eines Nutzers kann sich bei jedem Öffnen einer Unterseite ändern. User Experience bezieht sich auf das individuelle Nutzererlebnis und bezieht emotionale und ästhetische Faktoren ein, während bei der Usability vorrangig technische Details wie die Platzierung der Menüleiste, die Übersichtlichkeit und die Bedienerfreundlichkeit eine Rolle spielen.

 

NUTZERERLEBNIS ALS SUBJEKTIVE WAHRNEHMUNG

UX basiert im Wesentlichen auf der subjektiven Wahrnehmung durch den Nutzer. Das individuelle Empfinden beim Nutzererlebnis bildet die Grundlage für die Entscheidung, wie lange ein Besucher auf der Webseite verweilt. Eine wichtige Rolle spielt vor diesem Hintergrund die persönliche Erwartungshaltung beim Aufrufen des Internetauftritts. Werden die Erwartungen erfüllt, ist eine positive UX die Folge. Hält die Webseite nicht, was sie verspricht, fällt die Bewertung negativ aus. Die Erfüllung der subjektiven Erwartung bezieht sich nicht nur auf die Inhalte und das Design des Internetauftritts. Zwei Personen, von denen eine keine Erfahrung im Umgang mit dem Internet hat und die andere zu den Dauersurfern gehört, können ein und dieselbe Webseite völlig unterschiedlich wahrnehmen. Während der erfahrene Surfer blitzschnell die gesuchten Inhalte findet, scheitert der unerfahrene Nutzer bereits am Aufrufen der Unterseiten.

 

UX-STRATEGIEN FÜR EINE POSITIVE USER EXPERIENCE

Jedes Unternehmen und jeder Webseitenbetreiber ist bestrebt, seinen Kunden bzw. Besuchern ein positives Nutzererlebnis zu verschaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen verschiedene UX-Strategien zur Anwendung. Wichtig ist die Bedienfreundlichkeit (Usability) der Anwendung. Darüber hinaus erhoffen sich Kunden und Besucher einen Mehrwert vom angebotenen Produkt oder Internetauftritt. Die Angebote müssen exakt auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sein. Vor diesem Hintergrund spielen das Design, das Layout und die Funktionalität eine große Rolle. Eine Webseite, die nur langsam lädt oder über eine unübersichtliche Menüführung verfügt, sorgt für eine negative User Experience. Eine intuitive Bedienung und Inhalte mit einem deutlichen Mehrwert verlängern die Verweildauer der Nutzer und schaffen eine positive User Experience.

 

WIE KANN USER EXPERIENCE GEMESSEN WERDEN?

Die Messung der UX ist aufgrund der Subjektivität der Wahrnehmung nicht ganz einfach. Ob die Optik, das Design und die Inhalte den Erwartungen der Seitenbesucher entsprechen, lässt sich mithilfe zweier Methoden herausfinden. Praktikabel ist die Selbstauskunft der User. Bei dieser Methode werden die Seitenbesucher anhand einer Befragung aufgefordert, eine Einschätzung zur Webseite abzugeben. Dabei sollten mehrere Bewertungskriterien abgefragt werden, um detaillierte Ergebnisse zu erhalten. Eine andere Möglichkeit der Messung der User Experience basiert auf der Methode des Eye-Trackings. Dabei wird mit spezieller Technik die Augenbewegung des Nutzers beim Betrachten der Webseite verfolgt. Auf diese Weise kann ermittelt werden, welche Bereiche den Besucher besonders ansprechen.

Da die UX auf dem Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten basiert, werden auch andere Faktoren bei der Messung berücksichtigt. Leicht zu messen ist die Ladezeit einer Webseite. Nicht immer ist eine langsame Internetverbindung der Verursacher. Auch ein fehlerhafter Quellcode kann für lange Ladezeiten verantwortlich sein. Zunehmend an Bedeutung gewinnt darüber hinaus das Responsive Design. Nur eine Webseite, die sich automatisch unterschiedlichen Bildschirmgrößen anpasst, wird von den Nutzern positiv bewertet.

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