Die Krux mit der Aufmerksamkeit – Die verflixten 3 Sekunden

Der Goldfisch hat einen schlechten Ruf – er soll angeblich eine Aufmerksamkeitsspanne von nur 9 Sekunden haben. Damit steht er aber noch deutlich besser da als wir Menschen: Aktuell liegt sie durchschnittlich bei 2.5 Sekunden, beim Smartphone eher noch kürzer. Es ist kein Geheimnis, dass deswegen bei Social Media Plattformen immer mehr auf Bewegtbild gesetzt wird um diese kurze Zeitspanne beim Zuschauer zu durchbrechen. Es ist unverzichtbar, die Aufmerksamkeit des Nutzers gleich zu Beginn zu erregen, das Weiterscrollen zu unterbrechen und so die Verweildauer zu erhöhen. Man spricht hier auch von der 3-Sekunden-Audition.

Ein Video auf Social Media Plattformen braucht am Anfang also einen Angelhaken, einen WOW-Effekt der den User sofort fasziniert. Ein großer Pluspunkt ist, wenn das mit Witz und einer persönlichen Note passiert. Es ist wichtig, dass dieser Effekt auf der Bildebene funktioniert, weil per Autoplay startende Videos ohne Ton abgespielt werden. Die ersten Sekunden entscheiden ob der Zuschauer anbeißt, das Video aktiv anklickt und den Ton aktiviert.

  • Der WOW-Effekt vor dem eigentlichen Video hebt dich von der Masse ab 
  • Überlege dir einen überraschenden, witzigen und persönlichen Aufhänger
  • Packe den Zuschauer direkt ab dem ersten Augenblick
  • Stelle sicher, dass dein Videoanfang ohne Ton funktioniert
  • 3 Sekunden entscheiden – nutze sie!

Dass für ein cooles Intro nicht immer ein großes Budget oder viel Aufwand nötig ist sondern die Idee zählt, wollen wir dir in unserem Beispiel zeigen.

Wir nennen es Whitepaper-Effekt

Alles was du dafür brauchst ist

  • ein weißes Blatt Flipchart-Papier
  • 2 Lichtstative
  • Klammern
  • eine Lampe
  • und eine Kamera mit Stativ.

Und so wird’s gemacht:

  1. Befestige das Flipchart-Papier mit den Klemmen zwischen 2 Stativen.
    Es sollte möglichst keine Falten werfen. Lass etwas Platz dahinter, damit der Protagonist dahinter stehen kann.

  2. Positioniere dein Licht so, dass es frontal auf das Papier fällt. Das sorgt für eine gleichmäßig ausgeleuchtete Fläche ohne Schatten.
  3. Richte die Kamera so aus, dass das Papier das gesamte Bild ausfüllt.
  4. Stelle die Belichtung der Kamera so ein, dass das Papier weiß ist und der Protagonist nicht überbelichtet ist.
    Dafür kannst du testweise deine Hand vor das Papier halten.

  5. Der Aufbau ist fertig. Der Dreh kann beginnen!

Hier kannst du sehen, was bei uns heraus gekommen ist:

 

 

Wie du siehst, funktioniert der Whitepaper-Effekt ohne Ton. Das Löwengebrüll haben wir als kleines Gimmick hinzugefügt. Wenn du die Aufmerksamkeit des Zuschauer bis hierhin halten konntest, wird er den Ton sicher einschalten um zu hören, was du zu sagen hast.

 

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