Content ROI deutlich steigern – Bestehende Inhalte mehrfach clever einsetzen

Selbst die Mehrheit ehemaliger Blackhat SEOs hat längst eingesehen, dass Content als der entscheidende Faktor im Online-Marketing gilt. Nie zuvor haben sich Marketingspezialisten so intensiv mit der Schaffung von Content sowie dessen Einsatzmöglichkeiten (inkl. Content ROI) beschäftigt. Es sind neue Konzepte und Strategien entstanden, um Content noch wirksamer einzusetzen.

Hierzu zählt auch die Idee, Inhalte als Additive Content oder Divisible Content zu betrachten. Der Kerngedanke besteht darin, neuen Content auf Basis bestehender Inhalte zu erschaffen, um damit verschiedene Kanäle optimal zu bespielen und gleichzeitig die Kosteneffizienz zu steigern bzw. früher den Content ROI zu erreichen.

Content ROI mit SUMAGO

Damit lässt sich der Content-ROI deutlich steigern

>> Definition Divisible Content

Divisible Content steht für umfassenden Content, der sich leicht unterteilen lässt. Es besteht die Möglichkeit, einzelne Teile des Contents herauszutrennen und diese eigenständig zu nutzen. Ein gutes Beispiel für Divisible Content sind E-Books, deren Kapitel jeweils einzeln verwertbar sind.

Übrigens muss sich Divisible Content nicht auf Text-Content beschränken. Einige Infografiken sind beispielsweise so konstruiert, dass sich einzelne Teile herauslösen und zur Anreicherung ergänzender Texte nutzen lassen.

>> Definition Additive Content

Den Gegenpart zum Divisible Content bildet der Additive Content. Dessen Kernidee besteht darin, kleinere Content-Stücke zusammenzuführen, damit umfassender Content entsteht. Ein Gesamtwerk, bestehend aus Additive Content, könnte zum Beispiel aus früheren Blogbeiträgen bestehen, die mit ausgewählten Kommentaren der Leser sowie Grafiken angereichert wurden.

Somit liegt auch hier keine Beschränkung auf Text-Content vor. Bilder, Videos, Feedback aus sozialen Medien etc. lassen sich allesamt heranziehen, um neue Gesamtwerke zu erschaffen.

Content auf diese Weise zu betrachten, klingt schön und gut – aber wo liegt der Nutzen?

Ganz einfach: Wer das Konzept von Additive und Divisible Content verinnerlicht hat, tut sich leichter damit, neue Potenziale in der Content-Verwertung zu erschließen und wird den Punkt des Content ROI schneller erreichen.

Es gibt zum Beispiel Seitenbetreiber, die für teures Geld umfassende E-Books erstellen lassen und diese anschließend kostenlos im Web bereitstellen. Doch nicht jeder Seitenbesucher hat ein Interesse daran, solch langen Content vollständig zu lesen. Zur Lösung bietet es sich an, einzelne Inhalte des E-Books herauszulösen und sie anderweitig anzubieten. Es wäre beispielsweise möglich, zwei Kapitel zusammenzuführen und aus ihnen einen kleinen Ratgeber zu bauen. Der so entstandene Content ließe sich zum Beispiel auf anderen Seiten als Teaser verwenden.

Das Schöne am Konzept ist, dass ergänzender und zugleich wertvoller Content entsteht, ohne große Ressourcen einsetzen zu müssen. Ein vergleichsweise geringer Einsatz an Zeit genügt, um neuen Content zu schaffen, der sich ideal im Rahmen von Marketingmaßnahmen verwerten lässt.

Beim Additive Content wird genau anders herum verfahren. Bestehende Inhalte werden genutzt, um etwas Großes entstehen zu lassen. Es gibt zum Beispiel viele Seitenbetreiber, die regelmäßig bloggen und dabei erstklassige Inhalte erzeugen. Doch nur wenige sind bislang auf die Idee gekommen, ihre einzelnen Beiträge zu einem E-Book zusammenzufassen. Dabei wäre es auf diesem Weg möglich, innerhalb kurzer Zeit ganz neue Assets für das Online-Marketing zu schaffen.

Ist das Konzept wirklich neu?

Zugegeben: Ganz neu ist dieser Denkansatz nicht, immerhin erfreut er sich in anderen Branchen schon seit langer Zeit einer großen Beliebtheit. Neu sind vielmehr die Begriffe, die sich innerhalb der Online-Marketing Szene derzeit verbreiten. Dies sicherlich auch unter dem Druck einen Content ROI direkter und schneller reporten zu müssen.

So macht sich zum Beispiel die Musikbranche das Prinzip des Additive Content schon seit Jahrzehnten zunutze. Die besten Songs, die erfolgreiche Musiker innerhalb einiger Jahre geschaffen haben, werden gerne zu „Best of Alben“ zusammengeführt, die im Anschluss sämtliche Verkaufsrekorde brechen – und das obwohl die Fans meist alle der enthaltenen Songs bereits auf ihren alten Platten haben.

Wo liegen die Schwächen?

Auch wir in der Online-Branche können uns diese altbewährten Verfahren der Content-Verwertung zunutze machen. Nachteile beim Arbeiten mit Divisible und Additive Content gibt es fast keine. Das einzig wirkliche Risiko besteht darin, dass wir uns wiederholen und Besucher oder Fans dies bemerken. Doch glücklicherweise lässt sich dieses Risiko deutlich minimieren, indem wir unsere neuen Inhalte stets clever zusammenstellen und dadurch z.B. einen Mehrwert schaffen.

Außerdem ist darauf zu achten, auf welchen Kanälen und in welcher Form die einzelnen Inhalte ausgespielt werden. Es gilt technisch korrekt zu arbeiten, um beispielsweise die Entstehung von Duplicate Content zu vermeiden.

Ebenso ist zu berücksichtigen, dass sich nicht jede Art von Content entsprechend verarbeiten lässt. Vor allem der Erschaffung von Divisible Content sind Grenzen gesetzt. Je kompakter und spezifischer das Thema, desto schwieriger gestaltet es sich, die Inhalte aufzuteilen. Aber auch hier sind die Grenzen nicht einzementiert. Wer zum Beispiel Infografiken erstellen lässt, kann seinen Grafiker dazu auffordern, Grafiken bewusst so zu erstellen, dass sie zerlegbar sind.

Fazit – Content ROI deutlich steigern

Es dürfte deutlich geworden sein, dass bestehende Inhalte wahre Assets verkörpern, die sich häufig wunderbar erneut nutzen lassen und sogar die Chance bieten, neuen Content zu erschaffen. Das Potenzial für das Marketing ist groß, insbesondere im Hinblick auf die Kosten. Für eine optimale Nutzung des Konzepts empfiehlt es sich, bereits vor der Erstellung neuer Inhalte darüber nachzudenken, mit welcher Struktur eine optimal Mehrfachnutzung gewährleistet ist.

Das Content Marketing die Massen aktuell in Ekstase versetzt zeigt diese Trend Grafik.

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