Barcamp Berlin 2017 will zurück an die Spitze

Wir können Events ganz gut, würde ich sagen. Erst SEO CAMPIXX, dann CAMPIXX:Week, CAMPAIGNIXX und viele Workshops. Es wird Zeit sich wieder eine neue Herausforderung zu suchen. Etwas, das man richtig groß machen kann. Die genannten Events haben alle eine maximale Teilnehmerzahl, um den Spirit zu halten. Doch ich wollte immer auch mal etwas machen, das über die Zeit richtig groß werden kann.

Barcamp Berlin 2017

Rückblick:

Im Frühjahr 2016 war ich nach langer Zeit mal wieder beim Barcamp Berlin. Mein letztes Barcamp Berlin hatte ich im Jahr 2008 besucht. Zu dieser Zeit rangierten das Barcamp Berlin und die Republica noch auf einer Ebene. Welches Event sich mit aktuell ca. 6000 Teilnehmern durchgesetzt hat, wissen wir ja. Es war nicht das Barcamp Berlin.

Auf dem Barcamp 2016 sagte ich mir, dass sich hier etwas ändern muss. Das kann einfach nicht alles gewesen sein. Themenoffene Barcamps sind cool, wertvoll und inspirierend. Gerade jetzt ist die Zeit in der aktuellen Konferenz-Landschaft einen massiven Gegenpol zu setzen.

Da ich den aktuellen Veranstalter des Barcamp Berlin Jan Theofel ganz gut kenne, war klar, dass ich Gesprächsbedarf hatte. Und wie sich herausstellte, wurde dieser von Jan geteilt. Er hatte das Barcamp Berlin nach 2008 weitergeführt, nachdem die alten Veranstalter keine Lust mehr verspürten es fortzusetzen. Er hat es also am Leben gehalten. Das fand ich cool. Ein wahrer Gläubiger und ein guter Partner, um das Barcamp Berlin wieder groß zu machen.

Der eine oder andere wird sich jetzt die Frage stellen, warum Jan das nicht alleine macht. Wenn du dir diese Frage stellst, dann hast du noch nie ein Event mit einer Teilnehmerzahl von 500+ organisiert. Das machst du als One-Man-Show nicht so mit links. Schon gar nicht als wirtschaftliche Nullnummer. Auch Jan muss leben. Es ist genau das Problem, was dazu geführt hat, dass Barcamps nicht mehr die gleiche öffentliche Wahrnehmung haben, wie im Jahr 2008. Viele Köche, kein Geld, alles in der Freizeit – Da stimmt einfach die Basis nicht für eine gute Entwicklung.

Jan und ich waren uns schnell einig. Er hatte die Basis, wir das Know-How es groß zu machen und groß zu denken. So werden Jan Theofel und SUMAGO im Sommer 2017 das Barcamp Berlin veranstalten und auch mit eurer Hilfe zu etwas ganz Großem in der Konferenz-Landschaft machen.

An ein paar „Optimierungsschrauben“ werden wir drehen, um dem Event ein ganz besonderes Gesicht zu geben, aber dazu später mehr. Merkt euch erst einmal den Sommer 2017 und der Rest wird sich ergeben.

Siehe hierzu auch die entsprechende Pressemeldung.

 

12 Kommentare
  1. Franz Patzig
    Franz Patzig sagte:

    Herzlichen Glückwunsch, das ist so ziemlich der dümmste Artikel, der am weitesten an der Idee von BarCamp vorbei geht, den ich jemals gelesen habe. Dazu ist er unverschämt gegenüber denjenigen, die BarCamps mit viel Herzblut und ohne finanziellen Absichten organisiert werden. Fahrt mal ein bisschen runter. Und bitte nicht-kommerziell, sonst ist es kein BarCamp.

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    • Marco Janck
      Marco Janck sagte:

      Na endlich meldet sich mal jemand ;-). Wir wollen keinen unverschämt behandeln und wir wollen auch keinen anderen Veranstalter angehen. Wir wollen nur das Barcamp Berlin wieder groß machen. Die Barcamps sind nicht tot. Sie bekommen nur nicht die Bühne, die ihnen nach meiner Meinung zusteht. Der Konferenz Zirkus hat sich nunmal verändert. Warum nennst du das dumm? Weil du davon ausgehst, dass wir die idee der Barcamps verraten? Wie kommst du darauf? Das Barcamp wird eine wirtschaftliche Null-Nummer. Wir werden alles, was wir einnehmen in den Event stecken. Aber das selber wird dir nicht reichen, denke ich. Es ist diese alte Diskussion über Werte. Genau daran krankt die Barcamp Szene in der allgemeinen Wahrnehmung. Es gibt viele Barcamps, es gibt viele sehr eifrige Mitstreiter, aber ich habe eine andere Vorstellung. Eine Vorstellung, die Nichts mit der CAMPIXX zu tun hat. Es geht mir genau um das Barcamp. Können wir gerne mal weiter drüber sprechen. Macht uns beide nicht dümmer. Bin gespannt, ob du das zulässt.

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  2. Jan Theofel
    Jan Theofel sagte:

    Franz: Das sich kommerziell und Barcamps beißen ist für mich schlicht nicht wahr. Erst damit kann das Format sich über eine kleine Szene hinaus durchsetzen. Vergleichbar mit Open Source: Die wurde auch erst richtig groß und erfolgreich, als Menschen damit begonnen haben Geld zu verdienen und der Idee dennoch treu geblieben sind. Aber das ist eine andere Diskussion. Denn wie Marco schon geantwortet hat, soll dieses Barcamp auch weiter ehrenamtlich bleiben.

    Das aber viel Herzblut alleine nicht weiter hilft sehen wir doch gerade in Berlin. Warum ist das Barcamp hier eingeschlafen? Warum haben die Leute noch nicht mal die Webseiten und Domains dafür behalten womit die Community alle Infos zu damals verloren hat? Warum musste ich mir von manchen genau dieser Leute dumme Sprüche anhören, als ich vor zwei Jahren das Barcamp Berlin wieder neu gestartet habe? Genau so wie damals auch. Nicht-Kommerziell, themenoffen, für jeden zugänglich, ehrenamtlich organisiert.

    Es braucht auch eine Vision und ein Ziel um so etwas langfristig erfolgreich durchzuführen. Und es braucht aus meiner Sicht auch einfach tolle Menschen und einen tollen Rahmen um wieder mehr Teilnehmer anzuziehen. Und wenn Marco und ich da unsere Erfahrungen und Reichweite zusammenwerfen, können wir etwas schaffen was dem Barcamp treu bleibt und zugleich auch um neue Impulse und einen spannenden Rahmen ergänzt.

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  3. Olaf Hoprich
    Olaf Hoprich sagte:

    Also mir wird es schwindelig, von nicht kommerziell und ehrenamtlich. Ich kenne die Barcampszene nicht, aber ich hatte das letzte von Jan Organisierte zufällig besucht. Ja und ich habe dafür Geld bezahlt, aber Leute war das wirklich Geld oder war das eher eine Aufwandsentschädigung für die Organisation Werbung und was weiß ich………….. Mir ist dieses nichts kosten dürfen echt schleierhaft. Also ich zahle gerne für sowas ein Obolus den das Essen und das trinken was organisiert wurde war ein vielfaches der bezahlten Summe. Von der Teilung des Wissens will ich überhaupt nicht reden. Deshalb mein klares Fazit lieber Jan und Marco Ihr Rockt das Ding und Nörgler wird es immer geben. In diesem Sinne einen schönen Abend

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  4. David
    David sagte:

    Viel Erfolg! Ich hoffe, jemand macht es auch bei uns in der Region. Scheinbar ist es nicht so einfach möglich das Barcamp zu übernehmen, wenn der alte Veranstalter sich quer stellt, auch wenn er schon das dritte Jahr im Folge nichts macht.

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  5. Jan Theofel
    Jan Theofel sagte:

    David: Das verstehe ich schon… Man will natürlich nach Möglichkeit die bestehenden Strukturen (Webseite, Facebook, Twitter, …) übernehmen um das als Basis zu nutzen. In welcher Region wäre das denn? Vielleicht habe ich da ja einen guten Draht zu den ehemaligen Orgas. Mit vielen von ihnen bin ich ja gut vernetzt.

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  6. David
    David sagte:

    Dass es nicht geschützt ist, war mir nicht bekannt. Ich habe mir mal sagen lassen, dass man eine Art Erlaubnis von der „zentralen Stelle“ einholen muss. „Deshalb konnten/durften die freiwilligen Helfer das BC nicht übernehmen“… Domain ist eigentlich irrelevant, da die Webseite nie wirklich gepflegt wurde und mittlerweile auch kein Archiv vorhanden ist.

    @Jan: Das Problem – es gibt keine richtige Struktur. Es gibt nicht mal ein Team mehr. Alle, die aktiv mitmachen wollten, wurden „abgestoßen“.
    Danke für das Angebot, möchte aber nicht wirklich öffentlich jemandem ans Bein pinkeln.

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  7. Jan Theofel
    Jan Theofel sagte:

    David: Das ist Quatsch! Niemand muss irgendwo eine Erlaubnis einholen. Natürlich sollte man sich mit anderen Leuten ind er Region abstimmen, die vielleicht auch etwas machen wollen und bei den Leuten nachfragen, die es bislang gemacht haben. Aber ansonsten brauchst du KEINE Erlaubnis von irgendwem! Wenn du ein Barcamp machen willst und es schon lange keines mehr in deiner Region gab, dann mach!

    Trotzdem halte ich es für ratsam, dass alte Team zu integrieren. Zumindest die Domains und Social-Media-Accounts kann man sinnvollerweise übernehmen. Auch wenn die leer sind, sind es meistens die besten Namen. Und vielleicht auch die Kontakte zu ehemaligen Teilnehmern und Sponsoren nutzen um auf dieser Basis aufzubauen.

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  8. Marco
    Marco sagte:

    Geil Marco. Und Geil auch an Jan.
    Ich hab’s ja ehrlich gesagt bisher noch nie auf nen Barcamp geschafft – warum auch immer, hach ich geb der Zeit einfach mal die Schuld – jemand muss ja schuld sein.
    Von meiner Seite großen Respekt das du mit Jan das Ding rocken willst. Es ist ja nicht so als hättest du nichts zu tun. Sollte das Event statt finden, müsst ihr nur noch 499 People akquirieren ;-)
    Ich weiß zwar selbst nicht wie, aber wenn ich was helfen kann – MELD DICH EINFACH und lass uns drüber reden.
    ❤️-lich, Marco

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  9. Thorsten
    Thorsten sagte:

    Vom Barcamp habe ich bisher noch nicht gehört – gleich mal die Seite angeguckt. Die Idee, so eine Konferenz nicht auf einer Bühne mit Zuschauern stattfinden zu lassen, finde ich interessant. Das Format hab ich so noch nie gesehen und ist denke ich am besten, um etwas zu vermitteln und auch neue Kontakte zu knüpfen.

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