8 Gründe, warum du als SEO einen SEO Blog betreiben solltest

In den letzten Jahren ist es ruhig geworden um die SEO Blog Szene. Was früher ein Schmelztiegel der Experimente und des Austauschs war ist bis auf wenige Ausnahmen fast völlig in sich zusammengefallen. Ich nehme mich da mit dem SUMAGO SEO Blog nicht aus. Gründe für den Niedergang der SEO Blogs gibt es sicherlich viele.

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Da ist auf der einen Seite Facebook, das es gefühlt einfacher macht mit seinen „Freunden“ und anderen Zielgruppen in Kontakt zu kommen. Auf der anderen Seite haben früher die Alphatiere der SEO Szene gebloggt. Viele von denen sind im Laufe der Zeit erfolgreiche Freelancer, Inhaber großer SEO Agenturen oder schlicht Inhaber eines „kleinen erfolgreichen Familienunternehmens“ geworden.

Es fehlt die Zeit!

Doch was auf den ersten Blick so aussieht als ob der Zug der Zeit einfach abgefahren wäre, ist beim genauen Hinsehen eine Mega-Chance. In diesem Post will ich ein paar Punkte aufzählen, die dir zeigen, dass ein SEO Blog für dich sehr sinnvoll sein kann.

Dein SEO Blog – Nutze die Lücke

Wenn Andere keine Zeit mehr haben zu bloggen muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass bloggen nicht erfolgreich sein kann. Gerade im Bereich der SEO Blogs sehe ich eine riesige Chance. Die Menschen im Umfeld der Suchmaschinenoptimierung sehnen sich nach News und tieferen Informationen. SEO Blog Urgesteine, wie der SEOkratie Blog von Julian Dziki oder der Tagseoblog von Martin Mißfeldt zeigen, wie erfolgreich SEO Blogs noch betrieben werden können. Es gibt einen riesigen Bedarf und sehr wenig Angebot von guten Informationen. Das ist deine Chance diese Lücke erfolgreich zu besetzen. Für mich persönlich ist das SEO Blog von SEO Südwest auch ein gutes Beispiel. Ich hatte Christian Kunz vorher überhaupt nicht „auf der Uhr“ und er hat es ziemlich kurzer Zeit geschafft mich zu einem regelmäßigen Leser zu machen. Einfach, weil er Informationen sehr gut und fleißig aufbereitet. Das Feld ist sehr offen. Nutze es und starte deinen SEO Blog.

Dein SEO Blog – Deine Reputation

Reputation ist sehr wichtig, wenn es darum geht seinen Experten-Status auszubauen und auch hier ist das Spielfeld für Neueinsteiger extrem offen. Im Grunde war es noch nie so einfach wie heute einen Bereich für sich als Experte zu besetzen. Veröffentlichungen über einen SEO Blog ist hier wirklich die richtige Wahl, wenn du das richtige Format findest und dir richtig Mühe gibst. Für mich persönlich ist Olaf Kopp hier ein weiteres gutes Beispiel. Schau dir einfach mal seine Arbeiten im Blog an. Das ist sehr, sehr gut und hat seine Reputation extrem gepusht.

Hinweis

Gerade, wenn du dir die Arbeit von Olaf anschaust und versuchst ähnlich zu agieren, wirst du schnell merken wie aufwendig ein Blog sein kann. Das Thema Wertschätzung spielt hier eine große Rolle, sowie das Thema Aufwandseinschätzung.

Dein SEO Blog – Dein Format

Es ist immer sehr schwierig etwas genau so zu machen, wie es andere vormachen. Also noch ein SEO Blog der alle noch so unwichtigen News von Größen wie John Müller oder Barry Schwartz aufbereitet? Die Antwort ist vielleicht. Die Menschen interessiert nicht das aufgebrühte Zeug, sondern sie möchten eine neue Perspektive aufgezeigt bekommen. Bringe also deine eigene Position und Erfahrung mit in deine Blogposts ein, interviewe Personen, die dazu auch eine Meinung haben oder denke dir etwas ganz Neues und Eigenes aus.

Am Ende ist es auch im Thema Format wichtig, dass du der Leader oder einer der Leader in diesem Format-Ansatz bist. Sei kreativ.

Dein SEO Blog – Dein spezielles Thema

Wenn du mit einem SEO Blog beginnst, dann kann ich dir nur empfehlen ziemlich spitz in ein SEO Thema zu gehen. Für was brennst du und was machst du wirklich intensiv? SEO Beratung? Linkaufbau? Lokale Suche? Technisches SEO? Suche dir das Spezial-Thema aus, was du am besten draufhast und fokussiere dich darauf. Im Laufe der Zeit kannst du dann breiter werden.

Verliere aber niemals deinen Fokus.

Dein SEO Blog – Deine Chance auf dein Netzwerk

Wenn ich in den letzten 20 Jahren im Bereich der SEO Szene etwas gelernt habe, dann ist es, dass ein Netzwerk im Thema extrem wichtig und wirkungsvoll ist. Viele Neueinsteiger fragen mich, wie sie ein solches Netzwerk schnell aufbauen können.

Eine der Antworten ist …… mit einem SEO Blog.

Es gibt kaum einen besseren Weg, um ein Netzwerk aufzubauen. Es geht immer um eine sinnvolle Gesprächsgrundlage für einen Kommunikationsbeginn und den erschaffst du mit einem SEO Blog in jedem Fall.

„Ah klar habe ich das von dir gelesen“, „Du machst einen echt guten Job mit deinem SEO Blog“ oder „Sehr gut, was du da geschrieben hast, aber ich habe eine etwas andere Meinung in dem Thema“.

So oder so ähnlich könnte dein Einstieg in dein SEO Netzwerk verbal ablaufen. In einem Bereich kannst du dir gerade als Neueinsteiger sicher sein.

Gerade die „Alten Hasen“ der SEO Szene haben für den Einstieg über ein SEO Blog ein offenes Ohr, denn sie haben ihren Einstieg damals selber auf demselben Weg gefunden.

Dein SEO Blog – Ranking und Links

„Hört auf zu bloggen“! Ich glaube so hatte es Karl Kratz mal provokant formuliert und damit viel Aufmerksamkeit geerntet. „Dann hör doch erstmal selber auf zu bloggen“ würde ich ihm gerne zurufen. Bloggen macht Sinn, wenn …. . Wenn man es richtig macht. Richtig bedeutet, dass man es vermeiden sollte nur ganz kurze News zu veröffentlichen. Wenn ihr das Maximum an Wirkung herausholen wollt, dass orientiert ihr euch an den Blogs von Karl oder Olaf. Gerade diese Beiden machen einen herausragenden Job, wenn es darum geht Rankings, Traffic und Links für das System eines Blogs zu erzeugen.

Dein SEO Blog – Deine Verantwortung

Alles, was ich jetzt geschrieben habe basiert auf der Annahme, dass du wirklich über eigene Erfahrung und das nötige zwischenmenschliche Fingerspitzengefühl im Bereich der Suchmaschinenoptimierung verfügst. Wenn du nichts zu sagen hast oder keine Ahnung hast, dann warte noch mit dem Aufbau deines Blogs.

Es liegt in deiner Verantwortung den richtigen Zeitpunkt zu finden. Das hat auch etwas mit Intelligenz zu tun ;-).

Genauso, wie du dir sehr schnell eine gute Reputation aufbauen kannst, kannst du dir auch einen schlechten Ruf aneignen. Also! Gib fein Acht!

Dein SEO Blog und nicht Facebook

Facebook ist schnell. Sehr schnell in der Verbreitung von Informationen und auch sehr schnell im Vergessen. Wenn du statt eines SEO Blogs also Facebook nutzt, dann bist du schnell da und schnell weg. Willst du das? Nehmen dich Andere dann dauerhaft wahr?

Ich denke nicht. Für mich erscheint es sinnvoller das Blog zu betreiben und Facebook bzw. andere Social Media Plattformen als Verbreitungsplattformen zu nutzen.

Schaffe dauerhafte Werte.

 

Was denkst du? Warum bloggst du nicht, nicht mehr oder nicht mehr häufig? Wäre es nicht an der Zeit die Kultur der blogübergreifenden Diskussion wieder aufleben zu lassen?

 

 

12 Kommentare
  1. Karl Kratz
    Karl Kratz sagte:

    Sequentielles „Bloggen“ ist ein romantisches Konzept: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht pures Gift für eine effiziente Konversions-Optimierung, jedoch wundervoll geeignet, um eine Leidenschaft für ein Thema auszudrücken.

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    • Rainer Meyer
      Rainer Meyer sagte:

      Hallo Karl, schade, dass Du keine Begründung für Deine Aussage („Gift“) machst. Aus meiner Sicht ist sequentielles Bloggen (ohne Anführungszeichen) immer noch besser als gar nicht Bloggen oder gar die entsprechenden Zeitressourcen auf Facebook verbummeln.

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    • Marco Janck
      Marco Janck sagte:

      Ich würde nicht einmal sagen, dass es betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht, wenn man es richtig macht. Und Romantik ist ein wenig wie Apfelkuchen!

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      • Marlis Schorcht
        Marlis Schorcht sagte:

        Und Apfelkuchen ist ziemlich lecker! Auch sequentielles Bloggen ermöglicht es, etwas von sich nach außen zu tragen. Sei es für die Suchmaschine, sei es als Beitrag für Social Media, sei es für potentielle KundInnen, die einfach mal lesen wollen, wie „ich so ticke“.

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  2. Matthias Haltenhof
    Matthias Haltenhof sagte:

    Ich denke dass es auch deshalb nicht mehr so reizvoll ist, weil sich im SEO nicht mehr ganz so viel ändert wie vor 5 oder 8 Jahren. Noch einen weiteren Beitrag zu Title und Description verfassen ist einfach nicht nötig.

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    • Marco Janck
      Marco Janck sagte:

      Das ist der Rückschluss, wenn man die Welt aus seiner Position betrachtet. Die Kunst ist aber doch, die Welt aus den Augen der Nutzer zu betrachten bzw. der angepeilten Zielgruppe. Da stimmt deine Aussage dann leider so überhaupt nicht mehr.

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  3. Wolfgang Jung
    Wolfgang Jung sagte:

    Ich glaube nicht, wenn ich meine eigene Situation und die meiner Gesprächsparter/innen reflektiere, dass OM-Verantwortliche bzw. SEO‘s sich nach noch mehr Content sehnen. Nicht weil der nicht interessant wäre, das ohne Zweifel, sondern weil die Informationsflut täglich schon so immens ist, dass (ich in meinem Fall) sie kaum bewältigen kann. Ich kann jetzt schon unmöglich alles lesen, hören, sehen und besuchen, selbst wenn ich spitz in ein Thema selektiere. Es gibt so viele gute Quellen. Da muss man schon einen langen Atem mitbringen um wirklich Reichweite zu erzeugen denke ich.

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    • Marco Janck
      Marco Janck sagte:

      Bei deiner Aussage verhält es sich, wie bei der von Matthias. Du denkst noch in der falschen Perspektive. Und was bedeutet deine Aussage im Kern „Aufgeben“. Du lebst und arbeitest in einer Welt, die eher noch mehr Überfluss produzieren wird, wenn du da keinen Weg für dich und deine Kunden findest, dann steckst du doch in einer ziemlichen Sackgasse oder?

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  4. Marlis Schorcht
    Marlis Schorcht sagte:

    Goldrichtig! So, wie es immer wieder neue Friseure in den Innenstädten gibt, die ja doch größtenteils alle Haare schneiden und sich dennoch alle voneinander unterscheiden, gleicht auch kein Blog dem anderen. Egal, wie viele es gibt. Und zum Glück sind wir alle verschieden! Während einer lange Texte mit komplizierten Worten benötigt, um etwas zu verstehen, liest der andere lieber kürzere Sätze. Und während einer eher hippe Ausdrücke bevorzugt, fühlt sich der Nächste eher von romantischen Formulierungen angesprochen. Ich bin mir sicher, dass es immer noch nicht für jede LeserIn da draußen genau den einen Blog gibt! Wir unterscheiden uns alle durch unsere Erfahrungen voneinander und sprechen dadurch andere KundInnen an. So what? Ich setze mich dann mal an den nächsten Blog-Artikel ;-)

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  5. Heiko
    Heiko sagte:

    Dieser Blog-Post, oder „Beitrag“, krankt schon mal daran, dass er noch nicht mal Ansatzweise versucht zu beschreiben, was dass, was er empfiehlt, überhaupt ist.

    Ersatzweise die verkürzte Wikipedia Definition, wohl wissend, dass es andere gibt:
    „Ein Blog ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Journal, in dem der Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.“

    UND: Ob z.B. SEO Südwest überhaupt ein Blog ist (z.B. keine „Kommentare“ möglich) oder mehr eine News-Seite, ist mehr als debatierbar!
    Blogs hatten eine enorme Aufmerksamkeit in den Jahren so 2002 bis 2008. Hier sei auch der deutsche Vorzeige-Blog BasicThinking erwähnte, der dann schließlich für 50.000 Euro oder so am Ende des Jahrzehnts verkauft wurde.

    Heute listen Suchmaschinen Blog-Beiträge so gut wie nie auf Positionen größer 20. Sprich: Blog-Beiträge erreichen meistens keine Position in den SERPs auf Seite 1 oder 2. Und, in der Regel, völlig zu Recht.

    Ein Blog funktioniert, und das ist nichts Neues, das war auch vor 15 Jahren schon so, wenn der Betreiber die „Kommunikation“ fördert (und das muss nicht NUR ihm liegen und „Spaß“ machen, sondern vor allem der Leserschaft), und es dadurch schafft, Benutzer an sich zu binden.
    Diese kommen dann auch ohne die SUMAs wieder, um zu lesen, was es Neues gibt. Nur: das muss man erstmal hinkriegen. Dazu gehören zum einen der Schreibstil, als auch der Umgang mit Kommentaren in jeglicher Form und vieles mehr.
    Anmerkung: der Hinweis an die Leserschaft (der jetzt neuerdings wieder bei vielen Podcasts auftaucht): „bitte kommentiert doch mal“ bringt rein gar nichts.

    Dann kamen zahllose SEOs, in Ermangelung anderer Ideen, auf den Trichter, Hinz und Kunz zu empfehlen: integriere doch einen Blog in Deine Webseite. Das ist cool und bringt Besucher!
    Als wenn der durchschnittliche Rechtsanwalt A, Bäcker B, Shop-Betreiber C, Schlüsseldienst D, etc. auch nur ansatzweise dazu (siehe oben) in der Lage gewesen wäre.

    Fazit: Wenn jemand die Fähigkeiten hat (wie z.B. Martin Mißfeldt) einen Blog zu führen: nur los!
    Alle anderen: lasst die Finger davon! Wie Karl Kratz (und jüngst auch Dominik Schwarz in ähnlicher Form) sagte: Gift!
    Warum?
    Zum einen: keine bis wenig „erstklassigen“ Inhalte. Zum andern: zu viele Seiten einer Domain (also mehr als 10% bis 20% oder so), die in 3 Monaten nicht einen einzigen Besucher sehen, sind: Nicht gut (oder anders ausgedrückt: Informations-Müll)! Siehe dazu die recht elaborierten und gleichermaßen opaquen Artikel von Hanns Kronenberg auf sistrix.

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    • Marco Janck
      Marco Janck sagte:

      Hallo Heiko. In dem Post ging es ja gerade nicht um Hinz und Kunz, sondern um SEOs (aber das wusstest du ja). Ich kann aber auch deine grundsätzliche Meinung zu dem Thema Blog nicht teilen. Erstens: Auch Blogposts haben die Möglichkeit gut zu ranken, wenn man das Blog in einer optimierten Form betreibt. SISTRIX und SEM Deutschland sind gute Beispiele. Zweitens: Mein Job als Online Marketing Berater ist es Möglichkeiten aufzuzeigen. Ein Blog mit sinnvollen und optimierten Inhalten zu betreiben gehört zu „Waffenarsenal“ der Suchmaschinenoptimierung dazu. Drittens: Google und alle Menschen im Netz wissen um die Tatsache, dass es niemals nur erstklassige Inhalte geben wird. Wie auch. Das liegt ja auch im Auge des Betrachters, wenn man es von Userseite sieht. SEO- und Rankingschwund gehört also dazu und macht eine Domain auch organisch.

      Im Grunde hast du ja nur deine Meinung niedergeschrieben. Schon im Blogpost habe ich geschrieben, dass es cool ist, wenn es weniger machen, weil dann mehr Möglichkeiten für mich bleiben. Eines steht fest. Wenn einer nicht macht, dann macht er es nicht und wenn etwas zum Erfolg einer Website beiträgt dann ist es das Machen.

      Leider hast du die Grundintention des Posts nicht verstanden oder falsch für dich interpretiert. Schade, aber dennoch danke.

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  6. Dominik Schwarz
    Dominik Schwarz sagte:

    Da ich hier zitiert werde (? Heiko, danke für’s Zuhören beim SISTRIX Stammtisch) möchte ich meiner Aussage ein bisschen mehr Kontext geben:

    Eine gut geplante und ausgeführte Content Strategie innerhalb von „owned media“ (und da schließe ich Social Media erstmal aus) kann für Berater jeder Art absolut sinnvoll sein. Daumen hoch für deine Arbeit, Marco, ich bin sicher, der Blog hilft dir in deiner Position als Experte und Agenturchef enorm.

    Wenn jetzt aber produzierende Gewerbe oder Dienstleister (die nicht über Persönlichkeit verkaufen) anfangen, zusätzlich zur „Webseite“ auch noch WordPress zu installieren, um auf einer Subdomain einmal pro Woche „einen Blogbeitrag“ zu schreiben, dann ist das das sicherste Zeichen dafür, das sie vollständig die Kontrolle über ihre Content-, Informationsarchitektur- und Indexierungsstrategie verloren haben.

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