Wie ich SEO-Arbeit abrechne

2. August 07 | ALLGEMEINES | 5 Kommentare.

Da ich gerade bei Daniel wieder mal einen Beitrag zu „Was kostet SEO“ ? gefunden habe, will ich kurz ein paar Worte dazu verlieren.

Für 299 € einmalig wird wohl kein seriöser Suchmaschinenoptimierer ein brauchbares Resultat hinzaubern können, das ist klar.

Oder vielleicht doch ?

Es gibt nach meiner Erfahrung Projekte, wo ein gewisser Grundtrust vorhanden ist. Bei solchen Seiten, die sich mit Sicherheit nicht in hoch umkämpften Bereichen bewegen, ist es zur Zeit noch mit ganz wenig Aufwand möglich echte Rankingsprünge zu erreichen. Wenn sich also jemand genau auf diesen Bereich spezialisiert hat, kann er durch den geringen Preis bestimmt eine Kunden Leute ansprechen und den in diesem Bereich auch bedingt helfen.

Mit Langfristigkeit hat dies aber wirklich nichts zu tun. Ich für meinen Teil rechne SEO-Arbeit nur nach drei Methoden ab :

Abrechnung nach Rankings in Google

Hier optimiere ich einen Internetauftritt und rechne nach Rankings zu vorher anhand einer Keywordrecherche festgelegten Keys ab. OK, hier muss ich in Vorkasse gehen, da ich erst optimiere und dann abrechnen kann. Gerade für diesen Bereich kommt es auf mein „Näschen“ an. Es liegt in meiner Hand abzuschätzen, ob ich in absehbarer Zeit an dem Kunden Geld verdienen kann. Das Modell kann an vielen Stellen verändert werden. So kann ich zum Beispiel die Anzahl der Keywords so nach oben schrauben, dass die Anzahl der SERPS nach unten schneller in einen abrechenbaren Bereich kommen. Ich kann aber auch die Zielsetzung ändern. In der Regel wird bei mir ab TOP30 abgerechnet mit einer Preisstafflung in Richtung PLatz 1. Ich gehe aber oft auch auf Kundenwünsche ein und rechne dann erst ab TOP 20 ab. Dann aber zu gesteigerten Konditionen. Viel dabei liegt am Kunden. Man kann da viel so anpassen, dass der Kunde zufrieden ist und sich eigentlich im Verdienst nichts ändert. Da muss man ein wenig Gehirnschmalz investieren, aber das gehört sicherlich zum Handwerk.

Abrechnung nach Pauschalen

Hier optimiere ich die Seiten und rechne dafür pauschal einen monatlichen Betrag ab. Der Betrag richtet sich nach dem abzuschätzenden Aufwand für die Umsetzung. Einmalpauschalen mache ich schon sehr lange nicht mehr.

Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand

Ich habe bislang erst ein Projekt nach tatsächlichem Aufwand abgrechnet und würde es nicht nochmal machen. Nicht weil es nichts bringen würde, sondern weil mir der Abrechnungsaufwand viel zu hoch ist. Rechnungen zu schreiben ist nicht meine aller liebste Übung, sorry. Es ist sicherlich, dass beste Modell für einen SEO. Aber für Einzel-SEOs mit einem Pool an freien Mitarbeitern ist das nicht so richtig witzig.

Alle Projekte laufen bei mir zwischen 12 und 36 Monate. Gerade mit der Laufzeit hat man also noch einen guten Hebel, um gerade preislich attraktiver zu werden.

Wie gesagt, dass ist die Theorie. Viel in der Wahl der Abrechnung ist Fingerspitzegefühl geworden. Ich habe mich oft genug auf den Hosenboden gesetzt. Das fliessen sehr viele persönliche Erfahrungen rein. Ihr dürft auch nicht vergessen, dass Ihr abschätzen müsst, wie das Zahlungsrisiko ist. Auch das entscheide ich aus dem Bauch (Was sagt der Kunde ?, wie erfolgversprechend ist das Business-Modell ? z.B.) und bei größeren Aufträgen auf Basis einer Wirtschaftsauskunft des Unternehmens. Aber das ist auch kein echter Schutz vor Insolvenz zum Beispiel.

Ich kann aus meiner Erfahrung als SEO nur sagen, dass Ihr Euch zu Anfang auf bestimmte Modelle einlassen müsst, die für Euch passen. Dann werdet Ihr auf Basis der Arbeit am Kunden Erfahrungen sammeln und diese in euren Verträgen und in die Abrechnungsmodelle einfliessen lassen. Genau so ist es dann richtig. 

Meine abschliessendeMeinung ist also, Ihr müsst selber Euren Weg finden. Das ist das Business. 

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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5 Kommentare

  1. markus
    markus 2. August 2007 at 12:55

    Ich kenne mich nicht wirklich viel mit SEO aus, aber als kleiner oder Mittelständischer Betrieb, lasse ich mich doch nicht auf eine 24 oder 36 monatige Zahlungsbindung ein.

    Ich kenne das von meinem Chef. Der geht davon aus, dass man mit wenigen Klicks bei Google oben gelistet ist. Wenn er bei manchen Keywords eben nicht oben dabei ist brüllt er mal wieder unsere Agentur an… :-)

  2. webtagebu.ch » Blog Archiv » Abrechnung für SEO-Arbeiten

    […] Bei den SEOnauten habe ich einen interessanten Artikel über Abrechnung für SEO-Tätigkeiten gefunden. So überrascht es mich, dass in der SEO-Branche Vertragslaufzeiten von 24 oder 36 Monaten abgeschlossen werden. Sind doch auf Dauer nicht zu verachtende Kosten für den Kunden. […]

  3. SEOnaut
    SEOnaut 2. August 2007 at 13:54

    Auh mir ist klar, dass 24 oder 36 Monate ne Menge Holz für ein Unternehmen sein kann. Aber so ist es . Richtiges SEO dauert sowieso seine Zeit und muss auch weiter gepflegt und erweitert werden. 6 und 12 Monate sind bei Mittelständlern bestimmt die Regel dass stimmt. Aber im Kleingewerbe sind 24 und 36 Monate oft kein Problem, da die nur die Kosten runter bekommen möchten und das geht auch über lange Laufzeiten.

  4. Constantin
    Constantin 2. August 2007 at 17:51

    @markus: Da liegt es dann eben an der Agentur, zu erklären, warum es so lange daueren kann, bis sich sichtbare Erfolge zeigen.
    Außerdem sollte die Agentur auch darauf hinweisen, dass es sich nicht immer lohnt, zum Themenafinen Keyword zu optimieren. Nicht jeder Dachdecker muss unter „Dackdecker“ auf Platz eins stehen.

    Viele Seo-Agenturen vergessen leider immer wieder, auch über Ihre Arbeit zu reden. Viele können dies auch gar nicht…das kann dann eben schief gehen.

  5. Andreas Herrmann
    Andreas Herrmann 5. August 2007 at 18:56

    Mmmmhh, was soll ich dazu sagen?

    Ich selber optimiere Webseites hinsichtlich Ihrer Suchmaschinenfreundlichkeit … nur meine eigene nicht. :O)

    Das genannte SEO-Honorar finde ich absolut OK, es ist fair und ich denke wenn die Ergebnisse fruchten ist dadurch ein deutlich höherer Wert zu erwirtschaften.

    Was ich aber damit sagen wollte, die Arbeit ist als Werk arbrechen- bzw. berechenbar, als Leistung mit Ergebnischarakter tue ich mich hierbei immer schwer.

    Bitte korrigiert mich wenn ich mich täusche, aber auch wenn wir alle SEO Maßnahmen ordnungsgemäß durchführen, heißt das noch nicht, dass diese dann auch wie geplant greifen.

    Fängt ja letzten Endes schon mit einem einfachen google-Eintrag an. Den können wir vornehmen, aber ob und wann der dann indiziert wird weiß kein Mensch.

    In diesem Sinne, respektvolle Grüße!

    Andreas Herrmann

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