Vom Google Search Quality Team zur SEO Agentur – Interview mit Jonas Weber

12. April 11 | ALLGEMEINES | 19 Kommentare| In 25–29 Minuten hast du es durch

Jonas Weber Webhelps!

Wie man gekonnt vom Google Search Quality Team zu einer SEO Agentur wechselt, erklärt Jonas Weber in diesem ziemlich langen Interview.

Hallo, Jonas. Erst einmal vielen Dank, dass du dich zu einem Interview bereit erklärt hast. Ich kenne dich nun seit ca. 6 Monaten persönlich und habe deinen Werdegang ein wenig beobachtet. Für alle die Leser in diesem Blog, die dich nicht kennen bitte ich dich um eine kurze Vorstellung.

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich dich bzw. deinen Blog schon viel länger kenne und diesen schon während meiner Google-Zeit gerne gelesen habe. Auch die Marktbeobachtung war eine meiner Aufgaben, da gehörte dein Blog dazu :).

Ich habe in Tübingen und Grenoble, Frankreich BWL studiert und meine Diplomarbeit am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik in Zusammenarbeit mit der Lufthansa zum Thema „Kosten/Nutzen von Web Usability und SEO“ geschrieben“. Beide Bereiche fand ich enorm spannend, wobei es echt schwierig war genügend wissenschaftliche Literatur im SEO-Bereich zu finden. Viele Behauptungen basierten nur auf Vermutungen, Google kommunizierte ja nichts bis wenig.

In meiner Bewerbung an Google habe ich dann wohl die richtigen Keywords untergebracht, sodass es mit einem Job im Search Quality Team geklappt hat. In Dublin lernte ich auch unseren neuen Partner Ariel Lambrecht kennen. Im Übrigen habe ich dort dann auch viele Antworten auf meine offenen Fragen aus der Diplomarbeit gefunden.

2009 habe ich dann Google verlassen und mit meinem Partner Fabian Frick die Firma webhelps! Online Marketing gegründet. Bei unseren Leistungen setzen wir den Schwerpunkt natürlich auf SEO und SEA, aber gerade um hier erfolgreich zu sein spielen immer mehr Schnittstellenbereiche v. a. aus dem Marketing eine wichtige Rolle. Diese Zusatzleistungen organisieren wir bei Bedarf für unsere Kunden von Kooperationspartnern bzw. externen Dienstleistern.

Du warst bis vor nicht allzu langer Zeit Mitarbeiter des Google Search Quality Teams. Schildere doch mal bitte im Rahmen des dir Erlaubten, was du dort gemacht hast.

Aus Dublin wird hauptsächlich die Suchqualität der europäischen Indizes gesteuert. Das hat sich angefühlt wie ein Erasmus Studium: ein einmaliges internationales Team mit Freunden fürs Leben, eine hohe Lernkurve in einem sehr spannenden Thema mit überdurchschnittlicher Bezahlung und vielen Company-Benefits. Für mich persönlich war es der ideale Einstiegsjob und ich denke mit vielen emotionalen Gefühlen an die schöne Google Zeit zurück.

In Bezug auf die Arbeitsaufgaben kann ich folgendes sagen:

Das beste Ergebnis erhält man generell, indem die maschinellen und die menschlichen Stärken zusammen ausgenutzt werden. D.h. jeder Algorithmus ist fehlbar und muss deswegen von menschlicher Hand überprüft werden. Sind die Ergebnisse nicht zufrieden stellend, wird in den meisten Fällen der Algorithmus angepasst, bei Manipulationsversuchen teilweise aber auch manuell eingegriffen. Hierfür halte ich den Einsatz von Muttersprachlern extrem wichtig, da es wichtig ist den eigenen Markt sehr gut zu kennen und hier teilweise spezifische Anpassungen geschehen müssen.

Für beide Maßnahmen ist die Entnahme diverser Stichproben von Webseiten erforderlich, unterschiedliche Kriterien können für die Auswahl der Seiten entscheidend sein. Das Ziel ist ganz klar eine algorithmische Lösung der aufkommenden Probleme, bei der unendlichen Anzahl von Websites ist das gar nicht anders zu stemmen.

Durch die extreme Marktmacht von Google ist die Manipulation der Suchergebnisse natürlich ein attraktives Ziel. Tricks die vor 3 Jahren gut funktionierten, sind heute wirkungsloser, weil Google dagegen vorgeht und hier immer besser wird.  Allerdings werden ständig neue Schlupflöcher von den SEOs gefunden. Es ist also ein ständiges Katz- und Maus-Spiel, das Niveau auf beiden Seiten wird immer höher. Trotzdem lässt sich ein Trend erkennen: Websites müssen generell immer mehr Themen wie Brand, Content-Qualität, Link-Qualität oder v.a. Usability in ihrer SEO-Strategie implementieren. Somit würde ich behaupten: mein ehemaliges Team macht weiterhin einen richtig guten Job.

Was hat dich dazu bewegt, Google zu verlassen und dich selbstständig zu machen ? Google soll doch einer der besten Arbeitgeber der Welt sein und gutes Geld bezahlen.

Dafür gab es sowohl berufliche als auch private Gründe. Für mich persönlich war schon immer die Gründung eines eigens Unternehmens eine attraktive Herausforderung. Ich liebe es zu arbeiten, teile mir die Arbeit aber auch gerne selbst ein und übernehme Verantwortung.

In Bezug auf das Thema SEO habe ich bei Google erfahren dürfen, wie viele Agenturen mit nicht richtlinienkonformen Maßnahmen arbeiten oder nicht realistische Ziele garantiert werden und in den meisten Fällen der Kunde das nicht weiß bzw. nicht richtig  einschätzen kann. Was mich hier extrem stört ist, dass manche dieser Agenturen trotz dieser Arbeitsweise BVDW SEO-zertifiziert werden (siehe Post „die beste SEO Agentur“ http://www.webhelps.de/blog/2011/02/22/beste-seo-agentur/). Der Kunde ist dann der Leittragende, wenn er abgestraft wird.

Diese Problematik war für mich eine Steilvorlage. Ich erhielt während meiner Arbeit das wohl beste SEO Training überhaupt und sah es als eine große Chance an, mit diesem einmaligen Wettbewerbsvorteil in Deutschland an den Start zu gehen. Zum Leitsatz haben wir uns ganz klar „Google konforme SEO“ gemacht, spammige Websites ohne Mehrwert beraten wir grundsätzlich nicht.

Wie lief der Weg in die Selbstständigkeit für dich. Vielleicht schilderst du ein paar Einzelheiten auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Was lief gut und was lief nicht so gut ?

Gerade aufgrund des Wettbewerbsvorteils lief der Weg in die Selbständigkeit erstaunlich gut. Als erstes habe ich mir mit Fabian Frick einen Partner gesucht, dem ich zu 100 Prozent vertrauen kann. Das ist für mich ein essentielles Kriterium. Er hat sich bei uns auf den Bereich AdWords spezialisiert, für die strategische Keywordrecherche in SEO und für CRO ein extrem wichtiges Tool.

Eine One-Man Show wollte ich aus folgenden Gründen nicht: Ich war schon immer ein Teamplayer, bei Erfolg lässt sich gemeinsam viel besser feiern. Risiken wie Krankheit lassen sich besser diversifizieren, weil die andere Person einspringen kann. Auch ist es möglicher unbeschwerter in den Urlaub zu fahren und man kann auch mal abschalten. Also ein gewisses Niveau von Life-Work Balance wollte ich von Anfang an nicht verlieren.

Unsere Investitionen haben wir ausschließlich aus laufenden Einnahmen getätigt. Wir haben in einem Home-Office angefangen, sind dann in ein All-Inclusive Bürozimmer in einem Startupgemeinschaftsbüro gezogen (www.friendsfactory.de) und sind jetzt in einem sehr modernen und hellen Büro auf über 150 qm mit Alpenblick. Das Team ist inzwischen auf 9 Personen angewachsen. Anfang 2010 haben wir webhelps! Online Marketing in eine GmbH umgewandelt. Letzte Woche ist auch endlich unser Tischkicker angekommen, die Abstinenz nach Google hat endlich ein Ende ;-).

Die meisten unserer ersten Kunden kamen auf Empfehlung bzw. über das Internet, Kaltakquise haben wir nie betrieben. Von Anfang an haben wir viele kleinere Kunden, vor allem Ärzte, betreut (ganze Online Marketing Palette) und ein paar größere Kunden beraten (nur SEO). Gerade am Anfang war es uns wichtig mehrere längerfristige Verträge mit kleineren Kunden abzuschließen, um mithilfe von regelmäßigen Einnahmen Investitionssicherheit zu erhalten. Es mussten sich in der Betreuung erst noch viele Prozesse einspielen, auch im Backoffice-Bereich. Da waren die kleineren Kunden im Betreuungsbereich einfacher zu stemmen ohne an Arbeitsqualität einzubüssen.

Zwei weitere Gründe sprachen dafür, am Anfang auf kleinere Kunden zu setzen. Der Akquisezeitraum ist deutlich kürzer und Entscheidungen werden schneller gefällt. Ebenfalls stellen sich in kürzer Zeit Erfolge für unsere Kunden ein und aufgrund der vorab definierten KPI’s weiß der Kunde das auch. Er dankt es dann mit sehr proaktiver Weiterempfehlung.

Mit Ariel Lambrecht (im März von Google zu uns gewechselt) und der neu gegründeten webhelps SEO GmbH wollen wir nun nach dem die Basis gesetzt ist zusätzlich verstärkt im High End Bereich bei großen Websites und Kunden beratend tätig werden. Ariel gehört in Brasilien sein eigenes großes soziales Studentennetzwerk (www.ebah.com.br, 6 Millionen Visits pro Monat, 1,5 Millionen Mitglieder) auf das Studenten ihre Skripte hochladen und austauschen. Er ist der absolute Spezialist in technischer Suchmaschinenoptimierung für größere Websites und ergänzt sich hier mit mir sehr gut, da ich meistens im Bereich Linkaufbau berate.

Nun könnte man ja denken, dass euch die Türen eingerannt werden von Kunden, die denken ihr habt alle internen Facts von Google und könnt  diese entsprechend anwenden. Ist dem so ?

Über zu wenig Arbeit können wir uns nicht beschweren, Anfragen kommen auch einige. Allerdings ist die Qualität der Anfragen nicht immer hochwertig. Nach dem Motto 20 Prozent deiner Kunden sorgen für 80 Prozent deines Umsatzes, achten wir auf die richtige Auswahl der Kunden. Ich sehe ein Kundenverhältnis nicht als Kunde/Agentur Verhältnis sondern als gleichberechtigte Partnerschaft an, in der beide gerne zusammen arbeiten. Nur dann kann diese langfristig erfolgreich sein. Wir haben dementsprechend schon sehr früh gelernt auch „nein“ zu potentiellen Auftraggebern zu sagen, ein wichtiger Punkt für nachhaltigen Erfolg.

In Bezug auf Google-Interna muss ich unsere jetzigen und zukünftigen Kunden enttäuschen, da erzählen wir natürlich nichts, dürfen wir auch nicht. Bucht ein Kunde einen Consulting-Workshop bei uns weisen wir ihn vorab darauf hin.

Allerdings setzen wir für unsere Kunden die SEO Strategien auf und berücksichtigen natürlich nur wirksame und nachhaltige Strategien. Den Kunden reicht das, solange die Maßnahmen erfolgreich sind. Und wir arbeiten effektiver, weil wir nicht in Blaue hineinarbeiten. Auch hilft es dem Kunden meistens schon extrem bei den bekannten Informationen die Spreu vom Weizen zu trennen.

Ich habe deine Entwicklung in der Selbstständigkeit ein wenig beobachtet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Personen im SEO Bereich selbstständig machen. Wenn sich aber ein Mitarbeiter des Google Search Quality Teams dazu entscheidet, dann stellen sich mir ein paar Fragen, die ich dir gerne stellen möchte. Wie ist es nun „auf der anderen Seite“ zu stehen ?

Ich finde es extrem spannend. Bei Google habe ich viele Blogs gelesen und kannte die Personen dahinter gar nicht persönlich. Das hat sich jetzt geändert, ich lerne immer mehr Blogger persönlich kennen. Auch war ich immer wieder fasziniert wie kreativ die SEO’s versuchen Google zu manipulieren. Leider wird die vorhandene Kreativität oft an der falschen Stelle eingesetzt. Vielleicht auch, weil viele falsche Informationen gestreut werden und im Netz stehen. Oder weil Google mal ein Schnippchen zu schlagen ein attraktives Ziel ist.

In der SEO-Szene sind sehr viel sympathische und intelligente Personen unterwegs, dass habe ich vor allem auch dieses Jahr auf der Campixx erleben dürfen. Und das größte positive Charaktermerkmal: die Leidenschaft für die Sache. Da sind sie sich mit meinen ehemaligen Kollegen sehr ähnlich.

Vielleicht trifft folgendes Ereignis ganz gut meine Entwicklung: Als bei der Campixx langsam diverse SEO’s aufgrund des leckeren Bieres immer gesprächiger wurden und anfingen von ihren grauschwarzen Projekten zu erzählen bin ich ziemlich schnell weiter gegangen, damit ich nicht zu viel höre. Während meiner Google Zeit wäre ich mit Sicherheit stehen geblieben und hätte meinem Gegenüber noch ein Bier gekauft J.

Trotzdem fülle ich immer wieder Spam-Reports aus, insbesondere dann, wenn Konkurrenten meiner Kunden sich mit nicht richtlinienkonformen Mitteln einen Vorteil verschaffen. Wenn ich ein generelles Search Quality Problem entdecke, leite ich es weiter.

Du kennst sicherlich wie kaum ein anderer die Faktoren, die über Hop oder Flop entscheiden können. Dennoch bist auch du nun in der Kundenbetreuung darauf angewiesen Erfolge zu produzieren. Wie löst du den Spagat, da du ja selber weißt, dass vieles im Bereich SEO nicht vollständig im Einklang mit den Richtlinien von Google geschieht ?

Zunächst ist ein realistisches Erwartungsmanagement extrem wichtig. Dafür implementieren wir bei jedem Kunden vorab die Analysetools wie Google Analytics inklusive KPI-Zielen. Dann setzen wir gemeinsame Ziele fest. Das hilft insofern, dass der Kunde von seiner Seite aus auch ein Commitment eingeht. Erfüllen wir die vereinbarten Ziele hat er kein Recht darauf unzufrieden zu sein. Jedem Kunden wird auch anhand eines transparenten Projektplans aufgezeigt, was zu welchem Zeitpunkt gemacht wird. Dafür kauft er sich ein monatliches Stundenpaket ein. So realisieren wir oft einen gleichmäßigen positiven Trend.

Am Anfang helfen wir mit Google AdWords nach, damit der Kunde von Beginn an Conversion Ziele realisiert. Das hilft, damit der Kunde im Bereich SEO bei den Entwicklungen geduldiger ist. Keine Frage, bei nachhaltiger und Google konformer Optimierung stellen sich die Erfolge langsamer ein, sind aber weniger anfällig für Schwankungen und natürlich nachhaltiger.

Sind gekauft oder gemietete Links für dich jetzt wirklich kein Thema ? Nutzt du jetzt nicht auch ein breites und dennoch mit Hilfe erzeugtes Spektrum an Links ?

Bei kleineren Kunden funktioniert der Weg über Google konformes Linkbuilding ausgezeichnet, bei starken Money Keywords braucht der Kunde natürlich ein ordentliches Marketingbudget, um sich erfolgreich zu positionieren. Z. B. kann eine SEO-freundliche PR-Abteilung in einem großen Unternehmen beim qualitativen Linkaufbau sehr unterstützend mitwirken.

Leider stimmt es, dass in gewissen Bereichen aktuell Linkkauf immer noch ein sehr effektives Mittel ist. Es wird aber auch viel Geld in Links investiert, die wertlos sind.

Meiner Meinung nach ist ein gekaufter Link nicht gleich ein gekaufter Link. Wir investieren nur in Links, die für nachhaltigen Wert sorgen bzw. bei denen sich die Investition auch ohne Linkjuice rechnet. Ich spreche hier eher von Marketingkooperationen bei denen ein Bestandteil der gesetzte Link ist.

Ein einfaches Beispiel: in einem Nischenportal mit viel Sichtbarkeit in Google würde ich für meine Kunden immer ein Premium-Profil mit Backlink zur Kunden-Website anlegen und dafür bezahlen. Ist das Premium-Profil ansprechend aufbereitet, werden wir qualitativ hochwertige Besucher auf die Website lenken. Somit würde sich der „Linkkauf“ auch ohne Linkjuice von Google lohnen. Da aus meiner Sicht hier aber nicht lediglich ein Link eingekauft wurde, sondern eine relevante Marketingkooperation stattgefunden hat, die zudem benutzerfreundlich ist, betrachte ich diese Methode als Google konform.

Ihr habt jetzt zusätzlich die webhelps! SEO GmbH gegründet. Im Zuge der entsprechenden Veröffentlichung habt ihr auch bekannt gegeben, dass ihr auch für Kunden die bislang arbeitenden SEO Agentur überprüfen wollt. In erster Linie ein guter Ansatz, da wirklich sehr viele Kunde mit schlechten Agenturen in den Topf gegriffen haben. Die Frage ist aber, wo beginnt das und wo endet das? Wir haben vorhin kurz eine Frage über die Graubereiche gehabt. Wie könnt ihr den Kunden da sinnvoll erklären, dass eine Weiss/grau Mischung nicht auch eure Linie wäre? Ich stelle mir das schwierig vor und was macht ihr mit Mitbewerbern, die zwar grau/schwarz arbeiten aber über Jahre sehr gute Ranking haben? Werdet ihr euch da nicht Feinde machen?

Im Prinzip kann jeder Kunde auf uns zukommen ohne uns den Namen der Agentur zu nennen. Der interessiert uns auch nicht. Das Ziel ist, dass der Kunde sich eine zweite Meinung einholen kann und bisher unternommene SEO-Maßnahmen besser einschätzen kann. Sollten wir in unserem Gutachten alle Maßnahmen in Frage stellen, wäre es für den Kunden vielleicht sinnvoll sich sogar noch eine dritte Meinung einzuholen, um sich abzusichern. Befindet sich der Kunde im Auswahlprozess, dann lohnt es sich die aktuellen Angebote und Verträge gemeinsam anzuschauen und zu bewerten.

Ein Spezialfall tritt dann ein, wenn der bisherige SEO-Dienstleister ohne Wissen der Kunden gegen die Google Richtlinien verstößt. Darauf weisen wir beim SEO Auditing (siehe http://www.webhelps.de/blog/2011/04/07/seo-auditing/) dann hin, damit ein Vorfall wie bei JC Penney vorab vermieden werden kann.

Das wird natürlich nicht bei sämtlichen SEO-Dienstleistern auf Gegenliebe stoßen. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass Beratungsleistungen dieser Art den Markt transparenter machen werden. Das Hauptziel der ganzen SEO-Branche sollte sein, den schlechten Ruf, für den ein paar schwarze Schafe verantwortlich sind, abzubauen.

Ok, dann kommen wir mal zu einem aktuellen Thema. Was denkst du persönlich, wann und wie das Farmer/Panda Update nach Deutschland kommen wird und wen es treffen wird?

Ich denke, dass das Panda Update in den nächsten Wochen nach Deutschland kommt und vor allem Websites treffen wird, die nicht benutzerfreundlich sind: Z. B. minderwertige Branchenverzeichnisse und Content-Portale, die mit Werbung überhäuft sind.

Mit Caffeine hat sich Google ganz neue technische Möglichkeiten aufgebaut. Es können viel mehr Realtime- und Usersignale in das Ranking einfließen als davor auch in kürzeren Zeitabständen.

Wie lange bleibt ein Benutzer auf einer Seite, wie viele weitere Seiten dieser Website schaut er sich an, wie hoch ist die Bounce-Rate? Wird ein negativer Schwellenwert überschritten, wird diese Seite zu Recht darunter leiden.

Neben dem ganzen Hype um Panda dürfen wir eins nichts vergessen: Google spielt täglich Updates hoch, Rankingveränderungen bei unseren Websites können in den nächsten Tagen auch ganz andere Gründe haben. Den Tunnelblick aufzusetzen und alles auf das Panda-Update zu schieben, wäre fatal.

Und noch etwas: ein Update ist keine Abstrafung, sondern hat das Ziel die Qualität der Suchergebnisse zu erhöhen. Auf Einzelschicksale kann Google hier keine Rücksicht nehmen. Wer schon immer seine User in den Mittelpunkt gestellt hat, kann vor, während und nach dem Update ruhig schlafen.

Ist das Update völlig algorithmisch ? 😉

Ja.

Vielen Dank für das Interview, Jonas und noch viel Erfolg mit deiner SEO Agentur

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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19 Kommentare

  1. David
    David 12. April 2011 at 9:35

    „In Bezug auf Google-Interna …. da erzählen wir natürlich nichts, dürfen wir auch nicht“.

    Mich würde ja interessieren: wie könnte Google rein rechtlich gegen einen „Geheimnisverat“ ehemaliger Mitarbeiter vorgehen?
    Ein Wettbewerbsverbot bis ans Lebensende ist ja wohl nicht möglich…

  2. Andi Licious
    Andi Licious 12. April 2011 at 11:49

    Zumindest nicht, wenn sie bis dahin das Gehalt nicht weiterhin bezahlen möchten. 😉

  3. Gretus
    Gretus 12. April 2011 at 11:54

    Hi,

    interessante Frage, aber wahrscheinlich dürfen ehemalige Mitarbeiter von Google nicht einmal sagen, was passieren würde, wenn sie etwas sagen #lol Mann kann es ja auch verstehen…

    Interessant ist, ob diese `Schweigepflicht´ irgendwann erlischt und tatsächlich bis zum bitteren Ende besteht?

    Grüße

    Gretus

  4. Interview mit Ex-Googler Jonas Weber – SEO.at
    Interview mit Ex-Googler Jonas Weber – SEO.at 12. April 2011 at 13:58

    […] Vom Google Search Quality Team zur SEO Agentur – Interview mit Jonas Weber var szu=encodeURIComponent(location.href); var […]

  5. Alex
    Alex 12. April 2011 at 15:42

    Reden oder nicht reden – in jedem Fall ist die Arbeitsweise und eine ganze Menge an alten Algochanges etc. vorhanden.

    Man darf nicht reden? Pff who cares. solange niemand drüber spricht und es trotzdem eingesetzt wird:

    Allerdings setzen wir für unsere Kunden die SEO Strategien auf und berücksichtigen natürlich nur wirksame und nachhaltige Strategien. Den Kunden reicht das, solange die Maßnahmen erfolgreich sind.

    -und Basta 😉

  6. Links des Tages vom 12.04.2011 » Apple, bloggen, comic, datenschutz, Facebook, recht, tipps » Digital Life
    Links des Tages vom 12.04.2011 » Apple, bloggen, comic, datenschutz, Facebook, recht, tipps » Digital Life 12. April 2011 at 16:45

    […] Vom Google Search Quality Team zur SEO Agentur Interessantes […]

  7. Florian
    Florian 12. April 2011 at 18:49

    Danke für das interessante Interview. Jonas spricht einen sehr wichtigen Punkt an: die richtige Auswahl der Kunden ist auch meiner Meinung nach ein sehr entscheidendes Kriterium welches viele Gründer scheitern lässt.

    Mit den „grauschwarzen Projekten“ von denen nach einigen Bieren (zu viel?) auf der Campixx berichtet wird das kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Ich hoffe ich schaffe es nächstes Jahr zeitlich dabei zu sein insofern es die Veranstaltung wieder geben wird.

  8. fiacyberz
    fiacyberz 13. April 2011 at 9:03

    Das ist doch normal dass die nichts drüber sagen dürfen. Wie in jedem anderen Unternehmen auch. Und selbstverständlich erlischt diese Schweigepflicht niemals.

    Guckt in eure Arbeitsverträge, da steht auch sowas drin…

  9. SEOptiker
    SEOptiker 13. April 2011 at 9:29

    Danke für das tolle Interview.
    Grüße
    Dawid

  10. Maximilian Waizmann
    Maximilian Waizmann 13. April 2011 at 10:12

    schwarze Limousinen…schwarze Anzüge…schwarze Sonnenbrillen die dann mal plötzlich an deine Türe klopfen und dich *blitzdingsen*

    don´t be evil (sonst wird google vielleicht auch evil) 😉

  11. Markus Jalmerot
    Markus Jalmerot 13. April 2011 at 11:46

    Danke für ein brillantes Interview!

  12. Seorie
    Seorie 13. April 2011 at 12:45

    Klasse Interview, gerne mehr von dieser Qualität!

  13. Seo Matrix
    Seo Matrix 14. April 2011 at 2:32

    Warum auch nicht? Selbständig sein…ist nun mal einfach goil :-)

  14. Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 15 | SEO Trainee - Ab hier geht´s nach oben

    […] Wochen auch in Deutschland angekommen sein wird, wie zum Beispiel Jonas Weber im Interview bei dem Seonauten vermutete. Diese Einschätzung dürfte recht fundiert sein, denn Jonas Weber verließ erst […]

  15. Klaus Schaumberger
    Klaus Schaumberger 16. April 2011 at 16:07

    Eine Person die den Algorythmus und seine Möglichkeiten kennt — und — weiter Verbindung hat zu seinen alten Arbeitskollegen.
    Aus moralischer Sicht ist das für mich schon eine Wettbewerbsverzerrung. Wie kann ein SEO der nicht bei Google gearbeitet hat solche Kenntnisse erlangen – nur durch jahrelange Erfahrung. Jahrelang hat der Erfolg bei dieser Existenzgründung wohl nicht gedauert.
    Was soll man dazu sagen ? Oder einfach mit dieser Agentur zusammenarbeiten ?

    Gruss Klaus Schaumberger

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  18. Lessy
    Lessy 20. April 2011 at 9:05

    Bitte wenigstens „Leittragende“ ausbessern, das geht gar nicht. Der Rest kann auch mit den Fehlern gelesen werden…

  19. Leo
    Leo 24. April 2011 at 23:25

    Ich wunder mich ja ehrlich gesagt dass Google so was in den Arbeitsverträgen nicht untersagt. Er kennt ja nun wirklich alle Tricks. Alle anderen SEOs machen die riesige Analysen, um den Algorithmus zu verstehen, und er fragt mal kurz in der Entwicklungsabteilung nach 😉

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