Suchmaschinenoptimierung vs. Barrierefreiheit und Webdesign und mehr

21. Juni 08 | ALLGEMEINES | 11 Kommentare| In 6 Minuten hast du es durch

Es wird Zeit, dass ich einmal ein kleines Statement zum Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Zusammenhang mit Barrierefreiheit und Webdesign ablasse, da ich immer mehr Äusserungen genau zu diesem Bereich erhalten habe. Ich will dazu einfach mal meinen Standpunkt mitteilen. Das ist wie immer MEINE Sichtweise der Dinge. Ob andere das anders sehen, ist mir fast egal, da meine Meinung über die Jahre entstanden ist. Das mag sich jetzt arrogant anhören, aber warum soll ich lügen. Mein Schwerpunkt liegt in der Suchmaschinenoptimierung von Internetseiten. Ich muss gestehen und so verwerflich es sein mag, Barrierefreiheit interessiert mich selber nicht die Bohne. Barrierfreiheit ist ok und ich will auch nicht sagen, dass sie nicht wichtig ist. Aber das hat in meinen Augen nicht wirklich etwas mit Suchmaschinenoptimierung zu tun. Suchmaschinenoptimierung ist für mich bei vielen eigenen Projekten eine ziemlich radikale Form von Barrierefreiheit, da es nur darum geht der Suchmaschine ein Maximum an Algokonfirmität zu bieten. Die Barrierefreiheit gilt also dort fast nur für die SuMas. Bei Kundenprojekten sieht das oft anders aus, kar.

Doch im Unterschied zu Teilen meines eigenen Zeugs, bin ich als Suchmaschinenoptimierer in 100 % der Fälle in einer beratenden Funktion.

Der Webdesigner macht das seine. Ich unterstütze ihn.
Die Presseabteilung macht ihres. ich unterstütze sie dabei.
Die Offpage-Werbeabteilung macht ihres. Ich unterstütze sie dabei. 

In Sachen Webdesign kommt meist ein Kompromiss zwischen Suchmaschinenoptimierung und Barrierefreiheit/Webdesign heraus. Meist geht nie alles gleichzeitig. Wichtig ist für mich als SEO, dass am Ende der Projektarbeit etwas rausgekommen ist, was der Seite die maximale Möglichkeit bietet mit einem passenden Trustjuice beste Platzierungen zu einem passenden Keywordpool in Verbindung mit Maximierung des Longtails zu erreichen. Ja und es ist zum Leidwesen vieler Webdesigner und Vertreter der Barrierefreiheit so, dass die beiden letzt genannten Punkte für das Ranking oft eher weniger wichtig sind.

Gerade unpassendes Webdesign kann SEO oftmals eher im Wege stehen.

Oft kommt es auf das Verständnis an, was beide Seiten für einander entwickeln. Oft sind es dabei nach meiner Erfahrung aber eher die Webdesigner, die die Sache mega verbohrt angehen und SEO als Teufelszeug verfluchen.

Ich liebe daher Projekte, wo im kleinen Kreis die Hinweise und Ratschläge eines SEOs beachtet werden und zwar von allen Teilen der Webdesign- und Werbekette. Da wo das klappt, entsteht fast immer erfolgreiche Projekte.

Und die Sache geht noch weiter. Als SEO muss ich nicht zwangsläufig der Coder und Webdesigner sein. Sicherlich hilft es die Grundzüge zu verstehen. Wer SEO versteht, weiss aber, dass es sich hierbei um ca. 80-90 % Linkoptimierung handelt. Sowohl intern als auch extern. Weiterhin sind große Teile „best Practice“, Networking und ein Maximum an aktuellen Wissen rund um das Thema.

Ich hoffe ihr habt verstanden, was ich damit sagen möchte. Suchmaschinenoptimierung ist eine spezielle Einzeldisziplin und wird es auch immer mehr. Webdesign, coden und Barrierefreiheit sollen doch die machen, die dort die Fachleute sind. Meine Erfahrung zeigt deutlich. Wenn ich versuche alles zu machen, werde ich auch in allem Mittelmaß sein.

Ich weiss, dass meine Ansicht einige Leuten nicht schmecken wird. Aber seis drum. Es ist meine erfolgreiche Wahrheit, nicht mehr.

Achja und eines noch. Suchmaschinenoptimierer sind grundsätzlich auch Menschen. Sie machen auch Fehler und sind nicht perfekt. Also denkt an die Glashausnummer.

Tach

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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11 Kommentare

  1. Kevin
    Kevin 22. Juni 2008 at 1:42

    Verstehe ich jetzt nicht. Gutes Webdesign geht Hand in Hand mit Barrierefreiheit und SEO Gesichtspunkten.
    Baue ich valides XHTML hat nicht nur das letzte Promille blinder Surfer was davon, es erleichtert der Suchmaschine zudem Deinen Content zu verstehen.
    Du hast z.B. die Möglichkeit Deinen wertvollsten Content als erstes indizieren zu lassen, Deine wichtigsten Links an den Anfang des HTML Dokumentes zu stellen, auch wenn es auf der Seite erst im Footer auftauchen soll…. mit guten CSS Kenntnissen ist das doch alles keine Kunst mehr.

    Ich denke, das man am besten ist, wenn man das Wissen aus allen Gebieten zusammenbringen kann. Schade nur, das mir noch so viele SEO Kenntnisse fehlen … naja ich lese fleissig mit, kann ja nur besser werden 😉

  2. Pelle Boese
    Pelle Boese 23. Juni 2008 at 10:30

    Also erstmal finde ich es ganz schön offensiv, im letzten Satz mit „der Glashausnummer“ zu drohen. Ansonsten ist es natürlich korrekt, dass Leute, die alles machen, eher Mittelmaß in allem sind. Wenn aber zum Beispiel ein LKW-Schlosser nur mit dem Schraubenschlüssel umgehen kann und nicht mit einem Wagenheber, ist das noch weniger als Mittelmaß. Für mich gehört ein fundiertes Verständnis für die Funktionsweise des Internets – und dazu gehört nunmal die genutzte Markup – zum Grundwissen eines SEO. Und, mit Verlaub, bei den Firmen, die wir beraten, wird man maximal zur Tür gebeten, wenn man sagt, dass man auf Barrierefreiheit scheißt. Große Verlage wollen eine zugängliche Seite. Mit der Zugänglichkeit und sauberen Semantik einer Seite wächst auch parallel die indexierbartkeit, hier sehe ich eine sehr starke Beziehung zu SEO. Wenn ein Kunde nur an Linkaufbau interessiert ist, muss der SEO selbstverständlich keinen blassen Schimmer von HTML etc. haben. Geht es aber um eine vollständige Beratung über Jahre, so sollte man auch in diesem Bereich wissen, wovon man spricht.

  3. Pelle Boese
    Pelle Boese 23. Juni 2008 at 10:33

    Und hey, Du schreibst über SEO, SEM, SMO, Existenzgründung und Guerilla-Marketing. Und ein SEO, der noch HTML und CSS kann, aber dafür auf SEM, Existenzgründung und Guerilla-Marketing verzichtet, ist dann Mittelmaß? :-) Danke! Just my 2 Cents…

  4. Markus
    Markus 23. Juni 2008 at 23:55

    Nach dem hier immer viel aus dem Bauch heraus argumentiert wird (was ja auch oft zu guten Ergebnissen führen kann), will ich mal ein konkretes Beispiel dafür bringen, dass Webseiten valide sein sollten.
    Viele Weblogs wie z. B. WordPress nutzen Pingback, um Resonanz über die Verlinkung der eigenen Websites zu erhalten.

    Nun hierzu ein kurzes Zitat aus der deutschen Übersetzung der Pingback Spezifikationen:
    „Pingbackfähige HTML- und XHTML-Seiten MÜSSEN valid sein – Clients DÜRFEN es ablehnen, invalide Seiten nach Pingback-Daten zu durchsuchen.“

    Quelle: http://meiert.com/de/publications/translations/hixie.ch/pingback/

    Es könnte also gut möglich sein, dass ich durch invalide Seiten auch schlechtere Backlinks erhalte. Auch wenn Clients dies heute noch nicht unterstützen, wer sagt mir denn, dass sie es nicht mit dem nächsten Software-Update implementieren. Kleine lokale Validatoren wie den Tidy gibt’s schon lange und die Webserver haben auch immer mehr Rechenpower.

    Also in diesem Sinne:
    Schreibt immer sauberes, konformes, barrierearmes und SEO optimiertes HTML.

  5. Katsuya
    Katsuya 24. Juni 2008 at 12:36

    Wie mein Vormann schon sagte, Webseiten sollten / müssen HTML valide sein.
    Und zumindest das richtige Konzepieren und Schreiben einer Webseite sollte jeder angebliche Webdesigner beherschen. Das alleine ist schon der erste Schritt zur SEO, oder wer von euch steht auf Krautsalat mit Currywurst und Pizzastücken im Brei? 😉

    Nein Spaß beiseite, habe dem öffteren Kundenanfrage bezüglich einer SEO, einer „absolut neuen Seite“, dabei könnt mir aber schlecht werden wenn man sieht was angebliche Webdesigner so leisten. Wenn mal nur der Header fehlt ist es schon fast ein Wunder.

    Von daher sollte jeder Webdesigner zumindest die Grundbegriffe des Internets verstehen und anwenden können.

    Das war mein Brei dazu, Katsuya

  6. Markus
    Markus 24. Juni 2008 at 13:25

    Hier mal ein wirkliches negativ Beispiel für schlechtes Webdesign:
    http://havenworks.com/

    Wer bei dieser Seite anfängt die Keywörter zu optimieren, dem würde ich vergebene Liebesmühe entgegenhalten. Denn mit so einem Design bindet man mit Sicherheit keine Kunden oder Besucher an die eigene Seite. Daher sollte eine gute SEO-Beratung Bereiche wie Barrierefreiheit oder gutes HTML (welches von heutigen und zukünftigen Browsern richtig angezeigt wird) immer mit einschließen. Denn nur so bekommt man viele gut Backlinks und – was viele nicht bedenken – Bookmark-Einträge bei den Browsern der User. Wer darauf angewiesen ist mit seiner Seite Geld zu verdienen, sollte all diese Punkte beherzigen. Google zu überzeugen reicht nicht, ich muss es auch bei den Benutzern schaffen.

  7. Webdesignblogger
    Webdesignblogger 9. Juli 2008 at 0:57

    Hey,

    also ich denke auch das valides Webdesign und SEO Zusammenspielen müssen, um einen Webseite erfolgreich zu machen. Manche Projekte können garnicht Barrierefrei erstellt werden, weil Sie Multimedia Anwendungen brauchen. Man sollte ein gutes Gleichgewicht finden und auf die wichtigsten Dinge für die Berrierfreiheit achten(Alt-Texte, saubere Struktur u.s.w.).

    mfg

    Sebastian

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