Schweinegrippe – Jetzt hab ich sie – Wie Pandemiebekämpfung nicht laufen kann

12. November 09 | ALLGEMEINES | Keine Kommentare| In 14–17 Minuten hast du es durch

Seit heute 12.30 Uhr steht es fest, dass ich die Schweinegrippe habe und bevor ihr jetzt aufschreit und mich basht, warum ich auf einem SEO Blog etwas über Schweinegrippe erzähle, will ich es kurz erklären.

Ich habe ein wenig überlegt, ob ich hier bzw. überhaupt poste und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Informationen zu dem Thema Schweinegrippe wichtig sind. Da ich so viele wie nur irgend möglich mit meinem Erfahrungsbericht erreichen will, habe ich mir den Blog von mir ausgesucht, der die größte Reichweite hat.  Außerdem weiß ich, dass hier sehr viele Bekannte mitlesen, die gerade in Punkto Familie die Informationen benötigen könnten. Also nicht gleich losnerven, sondern es einfach mal akzeptieren. Ich schwöre, dass dieser Post ernst gemeint ist und weder etwas mit Linkbait oder Guerilla zu tun hat.

Also mal der Reihe nach. Seit Monaten begleitet mich das Thema Schweinegrippe. Für mich war die ganze Sache immer irgendwie Panikmache. Viel Rauch um Nichts. So sterben ja in einem normalen jährlichen Verlauf der saisonalen Grippe mehr als 10.000 Menschen. Also warum so ein Gewese um die Schweinegrippe. Ganz komisch fand ich schon den massiven Einkauf von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe durch die Bundesregierung bzw. durch die Länder. Aber egal. Ich muss halt auch meine Grenzen erkennen und die bestehen darin, dass ich eigentlich kein Seuchenexperte bin.

In den letzten Monaten war dann in den Medien irgendwie Ruhe eingekehrt und alle warteten nur noch auf den Impfstoff bzw. verfolgten die Diskussion um den Impfverstärker. Mit Beginn der Impfung und dem Klarwerden, das kaum jemand die Impfung in Anspruch nimmt, kamen plötzlich massive Meldungen über Massenausbreitung und verstärkte tödliche Verläufe. Ich fand das irgendwie komisch. Gerade weil da ja ein riesiges Geschäft dranhängt. Aber vielleicht ist das auch nur ein Wahn und es lag doch eher an der Witterungsveränderung und die damit verbundenen vergünstigten Bedingungen.

Seit Anfang letzter Woche zog dann bei uns in der Familie eine Erkältung ein. Ihr werdet es kennen. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur (kein Fieber), laufende Nase und Husten. Alles Sachen, die man hundertfach durchlebt hat. Na und ? Ab zum Arzt und behandeln lassen. Halt so wie immer.

Nicht ganz. Eines war anders, denn ganz hatten wir die Sache mit der Schweinegrippe nicht aus dem Kopf bekommen. Diese doch vorhandene Unsicherheit hatte zur Folge, dass wir den HNO Arzt gezielt nach der Schweingrippe befragten. Als Antwort kam, dass es deutlich sichtbar keine Schweinegrippe sei. Die würde man anders erkennen. Tests gab es nicht.

So dümpelten wir eine Woche zu Hause rum. Mal schniefte der eine mehr, mal hustete der andere mehr. Mal hatte der Eine Kopfschmerzen mal der Andere. Irgendwie wie eine starke Erkältung nur viel langsamer im Verlauf und auch keine richtige Grippe, die gerade ich schon hatte und damals ganz von der Rolle war.

Schon zum Ende der letzten Woche hörten wir von sehr vielen Freunden und Bekannten im Umfeld und auch aus der Schule, dass sehr viele ähnliche Symptome haben sollten. So hatte die Schulklasse meines Sohn mit 10 Kindern plötzlich einen Traumbesetzung. Die Ausbreitung schien also sehr massiv zu verlaufen.

In den Gesprächen mit betroffenen Eltern von Mitschülern zeigten sich alle verwundert über den Verlauf der Ausbreitung und auch das Thema Schweinegrippe wurde besprochen. In 90 Prozent der Fälle erfolgte aber kein entsprechender Test auf Schweinegrippe. Nur eine Mutter hatte bei der Untersuchung auf einen Test bestanden, nachdem sie eigentlich schon nach Hause geschickt wurde und siehe da.

Schweinegrippe.

Nun gingen unsere Ohren doch in Lauerstellung. Es folgten viele Gespräche auch mit der Schule. Keiner wusste, wie man sich verhalten sollte. Selbst die Damen und Herren vom Gesundheitsamt Brandenburg hatten kaum einen Plan.

Ich war schon sehr erschrocken feststellen zu müssen, dass auf der einen Seite ein Aufriss über die die Verbreitung gemacht wird und die Impfung, auf der anderen Seite aber nicht mal eine routinemäßige Kontrolle erfolgt. Man kann sich ja ausrechnen, wie da die Dunkelziffern sind. Nach einigen Stunden der Telefoniererei habe ich dann vom Gesundheitsamt 2 Ärzte in meiner Nähe benannt bekommen, die einen Test auf Schweinegrippe durchführen. Dort waren wir gestern Nachmittag und das Ergebnis lag wie beschrieben heute gegen 12.30 Uhr vor. Also in ca, 24 Stunden. Der Test auf Schweingrippe erfolgt dabei nicht wie ich dachte mittels Blutabnahme, sondern mit einem Wattestäbchen. 2 x Nase und einmal Rachen.

In der Zeit wurde uns in keiner Silbe mitgeteilt, wie man sich den als „Verdachtsfall“ zu verhalten hat. Kein Merkblatt, nichts.

Bums, nun habe ich die Schweingrippe und muss sagen. Huch, so schlecht fühle ich mich gar nicht. Klar, ich bin matschig und es ist alles ein wenig entzündet aber mehr nicht.

Für mich als Betroffenen kommen nun ganz andere Fragen auf. Die Impfung ist plötzlich egal geworden. Grund für die Fragen ist der Verlauf in der Familie. Frau und Sohn waren vorher krank und haben keinen positiven Nachweis bekommen. Bedeutet das, dass der Virus ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nachgewiesen werden kann (denn sie hatten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Selbe) und hat man ab einem bestimmten Punkt ein Immunisierung erreicht, die der der Impfung gleich kommt ?

Noch weiß ich das alles nicht. Außer dem Testergebnis habe ich keinen Anruf vom Gesundheitsamt oder eine Verhaltensmitteilung vom Arzt bekommen.

Grundsätzlich ist es mir bei dem Verlauf auch fast egal. Ich bleibe jetzt zu Hause und setze mich selber unter Quarantäne.

Was ich wirklich verloren habe, ist der Glauben an eine Suchenbekämpfung.

Alles Schwachsinn. Die kaufen Impfdosen und wissen Nichts über die Verbreitung der Schweinegrippe. Können wir also hoffen, dass es nie zu einer wirklichen gefährlichen Mutation kommt, dann haben wir so schon verloren.

Ich hoffe euch mit dem Erfahrungsbericht ein wenig an Informationen zum Thema Schweingrippe geboten zu haben. Wenn ich mehr weiß oder ihr selber was wisst, dann setzt euch mit mir in Kontakt.

Meine Empfehlung an euch kann also nur sein:

Besteht auf einen Test, wenn ihr Symptome habt und lasst euch nicht einfach abspeisen.

Egal, wie souverän der Arzt wirkt.

Und noch mal. Das ist keine Trafficpost, sondern ein persönliches Anliegen.

Glaubt es oder lasst es.

1. Zwischenbericht Donnerstag

Ich habe gegen 14.30 Uhr einen Anruf aus meiner Hausarzt-Praxis bekommen. Mit mir zusammen hat die Arzthelferin einen Fragebogen (Meldebogen) zur Schweingrippe ausgefüllt. Gefragt wurde nach dem Krankheitsausbruch (Datum) und nach den Symptomen. Ich habe mal die Fragen mit meinen Symptome verglichen :

Fieber : NEIN      Kopfschmerzen :  leichte     Halsschmerzen :   keine     Lungenschmerzen : ja, in den Bronchien  Schnupfen : Nein   Husten : Ja

Der Fragebogen zielte nach meiner Meinung auf die üblichen Grippesymptome ab. Die habe ich aber fast alle nicht. Vor allen Dingen kein Fieber. Das machte auch die Helferin etwas skeptisch. Naja, zeigt auch, dass die Ärzte keinen Schimmer von der Schweinegrippe haben. Alle Frage nach Verhaltensweisen wurden nicht beantwortet und das mit dem Hinweis, dass sich das Gesundheitsamt telefonisch mit mir in Verbindung setzen wird. Offiziel habe ich also keine Verhaltensvorgabe bekommen. Nun bin ich nicht mehr 12 und weiss, was man sinnvoller Weise machen sollte, aber ich stelle mir immer wieder die Frage, was wäre, wenn mal was Ernstes kommen würde.

Naja, mir geht es immernoch nicht wirklich schlecht. Ich hoffe das bleibt auch so. Werde weiter berichten

2. Zwischenbericht Donnerstag

Bis um 18.00 Uhr hat sich keine behördliche Menschenseele gemeldet. Auch wenn die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sicherlich auch platzen vor Arbeit, so zeigt es doch sehr gut, dass kein Mensch wirklich richtig vorbereitet ist. Unterhaltungen mit den Eltern anderer positiv getesteter Kinder haben mir die komische Behandlung seitens der Ärzte noch einmal bestätigt. Wenn ich die Kommentare lese, dass zeigt sich aber auch, dass es Unterschiede in den Bundesländern zu geben scheint. Wenn also Bayern letzte Woche über 20.000 Fälle hatte und Brandenburg nur über 600, weiss ich jetzt woher das kommen könnte. Das eigenartige für mich ist, dass ich ja immer noch keine dollen Symptome der Schweinegrippe habe. Was ist aber wenn Leute richtig krank werden. An die wird garnicht gedacht. Wieviel Zeit muss vergehen bis richtig behandelt werden kann und wie sollen die Medikamente gegen Schweinegrippe genutzt werden, wenn die Krankheit nicht diagnostiziert wird. Wie gesagt, ich denke das Ganze kann auch schnell nicht mehr „so lustig“ sein.

3. Zwischenbericht Freitag

Es ist jetzt 14.15 Uhr. Wir können ja gerne noch Wetten abschliessen, ob sich noch jemand vom Gesundheitsamt meldet. Ich glaube nicht. Damit würde das Land Brandenburg und der Landkreis Teltow-Fläming sicherlich in das Buch der besten Pandemiebekämpfer der Republik kommen. Wie es so ist. Wir haben uns sehr viel mit anderen Menschen zu dem Thema in den letzten Stunden unterhalten und alle betrachten den Umgang mit der Schweinegrippe aus Sicht des Seuchenschutzes oder der Pandemie-Hysterie als laienhaft. Wie gesagt, mir geht es nicht schlechter wie gestern. Irgendwie zieht es sich jetzt aus den Bronchien in den Rachen-/Nasenraum. Aber alles eher wie ein trockener Schnupfen. Eines muss ich aber hier mal loswerden.

Wenn jemand aus meiner Familie auf Grund eines solchen Umganges wirklich ernsthaft erkrankt wäre, dann würde ich alles in Bewegung setzen, was ich bei Presse, Funk und Fernsehen kenne. So ist es aber wie aus einem Hubschrauber. Lass ihn aber nie in der Intensivstation landen.

Es scheint auch so zu sein, dass der Umgang wirklich von Bundesland zu Bundesland anders gehandhabt wird. So scheinen die Bayern doch in der Regel einem Test auf Schweinegrippe unterzogen zu werden, wenn schon leichte Symptome vorliegen. Vielleicht hatte Bayern aus diesem Grunde auch die höchsten Zahlen an erkannten Infektionen.

Ach so, uns wurde noch erklärt, dass Medikamente gegen die Schweinegrippe, wie das Tamiflu nur wirken, wenn es innerhalb von 24 Stunden nach Ausbruch eingenommen wird. Naja, ich würde sagen, dann stellt das Medikament mal gleich wieder weg. Ihr braucht es nicht.

Über den Autor

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Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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