Marco W. (Weiss) – Ich kann es nicht mehr hören !

21. November 07 | ALLGEMEINES | 12 Kommentare| In 3 Minuten hast du es durch

Marco W. (Weiss) kennt doch bestimmt jetzt jeder von Euch. Und auch wenn das hier eigentlich ein SEO Blog ist, komme ich nicht drum rum hier auch ab und zu meine Meinung zu weltlichen Themen zu posten. Im Fall des Marco W., der in der Türkei wegen angeblicher Vergewaltigung im Gefängnis sitzt, ist es so. Mich kotzt das nur noch an. Was erlaubt sich der türkische Staat da. Die sperren den Jungen über 6 Monate in ein Gefängnis. Wohl bemerkt in ein türkische Gefängnis. Also nicht so eines, wie es hier ein türkischer „Schleckerräuber“ erwarten kann, sondern in einem Land in dem das Wort Strafe noch eine Bedeutung hat. Nicht das ich etwas gegen harte Strafen hätte. Ganz im Gegenteil. Aber Grundlage einer jeden Strafe sollte doch ein ein faires und freies Verfahren sein. Marco W. (Weiss) hangelt sich jetzt mit seinen Anwälten von Termin zu Termin. Sind es überhaupt Gerichtstermine. Eher nicht. Nach einem halben Jahr ist es der englischen Verteidigung nicht möglich eine Übersetzung der Vernehmung des „Opfers“ zu übersenden. 

Hallo !

Was ist das denn. Sorry. Das ist doch alles Schrott. Was bildet sich die Türkei ein. Aber auch die Anwälte von Marco W. (Weiss) verstehe ich nicht. Jetzt nach einem halben Jahr wollen sie den Weg nach Europa antreten. Nee, dass hätte auch nicht früher sein können ?

Für mich ist dieser Prozess wirklich ein Vorzeigeprojekt für den Nicht-Beitritt in die Europäische Union. Was hat dieses Recht mit dem europäischen zu tun. So viel wie der PageRank mit dem Ranking. Für mich ist das auch ein Grund nicht mal einen Gedanken an einen Türkei-Urlaub zu verschenken. Der Fall Marco W. (Weiss) kostet den türkischen Staat Millionen. Aber auch gut, dann können sie das Geld wenigstens nicht gegen die Kurden einsetzten.

Ende 

Über den Autor

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Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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12 Kommentare

  1. Heiko
    Heiko 22. November 2007 at 5:35

    Wie recht du hast! Du sprichst mir aus der Seele!
    Einfach nur unglaublich was da abgeht…!!!

  2. Andy
    Andy 22. November 2007 at 10:20

    Du hast es auf den Punkt gebracht! Es ist eine absolute Unverschämtheit was da abgeht. Ich glaube es kann niemand richtig verstehen und die Übersetzung … also in der Zeit hätte ich türkisch gelernt und es selbst übersetzt.

  3. Robert
    Robert 22. November 2007 at 11:14

    Ich will hier nicht das Vorgehen rechtfertigen, aber zumindest mal kritische Impulse geben.
    Erstens kennt man die genauen Umstände nicht. Nach Gutachten wurde ja offenbar der Vorwurf des (versuchten) Missbrauchs nicht fallen gelassen. Wieso kommt niemand der Presse auf die Idee es könne mehr dran sein? Ich weiß es nicht, aber möglich erscheint es.
    Zweitens wird der Junge sicherlich besser behandelt als 99% der anderen Gefangenen – schon allein aufgrund der medialen Aufmerksamkeit.
    Drittens dürfte die Türkei doch nicht ernsthaft so blöd sein, ihr eigenen Rechtssystem sowie die Eignung für die EU aufs Spiel zu setzen, wegen so eines kleinen Falles. Trotz internationaler Intervenierung bleibt man hart – wieder ein Argument, dass hier vielleicht doch mehr passiert sein könnte.

    Wie man üblicherweise auch mit offensichtlich rechtschaffenen aber unliebsamen Menschen umgeht, zeigte etwa Monitor:
    http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=898
    (gibts auch als Video [Zweierlei Maß] unter http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=400&b=002

    Daher sehe ich das nicht ganz so einseitig.

  4. Belgarath
    Belgarath 22. November 2007 at 13:10

    Ich will hier auf keinen Fall dem sexuellen Missbrauch von Kindern das Wort reden und ein mögliches Verbrechen verharmlosen, aber wir wollen doch mal ganz knapp und klar rekonstruieren, was hier wirklich geschehen ist.

    Der 17-Jährige Marco W. war zusammen mit seinen Eltern im Osterurlaub in der Türkei, wo er sich in die 13-jährige Engländerin Charlotte M. verliebte und mit ihr Zärtlichkeiten austauschte. Dies sei in beiderseitigem Einverständnis geschehen, versicherten beide. Das Mädchen soll sich dem Jungen aber als 15-Jährige ausgegeben haben. Die Mutter des Mädchens hatte Anzeige erstattet.
    Obwohl von Gewalt keine Rede war, nahm die Polizei Marco W. wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern fest. Die beiden Jugendlichen versicherten jedoch, dass es nicht zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Wie verschiedene Nachrichtenmagazine und Medien weiter berichteten, wurde bei einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt, dass das Mädchen noch Jungfrau ist. Ihre Schwester und Freunde waren bei der angeblichen Vergewaltigung anwesend und haben davon allerdings nichts bermerkt.
    Ich war nicht dabei, ich kenne nicht die Wahrheit, aber es erscheint doch offensichtlich, dass hier Jugendliche ihre ersten pubertären Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht austesten wollten, ohne dabei bis zum Äußersten zu gehen. Sie veranstalteten eine Art Party mit Anfassen und Knutschen, mit Flirten und Herzklopfen, wie wir sie in unserer Pubertät sicherlich alle schon mal orgenisiert haben, harmlos und meistens nicht sehr zielgerichtet auf Sex, das übliche Ausprobieren eben, wie es Jugendliche überall in der Welt tun und versuchen.
    Nur die christlich fundamentalistischen Eltern der Charlotte M. konnten darin eine unchristliche Freveltat erkennen, und ihre Tochter, angestrengt bemüht den Eltern zu gefallen und nicht in Ungnade zu fallen, sagt lügend das aus, was die gerade hören wollen.
    Ganz abgesehen davon, dass ein parteilicher Richter der hinlänglich vertrauten türkischen Unrechtsjustiz schon im Vorfeld öffentlich von der Schuld des Marco W. sprach und damit jedem rechtsstaatlichen Verfahren Hohn sprach, sich selber als Richter in diesem Verfahren als untragbar erwies und ad absurdum führte,
    ganz abgesehen davon, dass die hinlänglich vertraute türkische Unrechtsjustiz dieses Verfahren unnötig in die Länge zieht und verschleppt,
    ganz abgesehen davon, dass die hinlänglich vertraute türkische Unrechtsjustiz ihrem Auftrag nicht nachkommt die 13-jährige Charlotte M. als zwingend erforderliche Zeugin und Opfer einer Befragung durch alle Prozessbeteiligten auszusetzen und stattdessen immer neue Gründe findet, die Haft für Marco W. zu verlängern,
    ganz abgesehen davon, dass die hinlänglich vertraute türkische Unrechtsjustiz einen Jugendlichen einem Haftverfahren aussetzt wie für einen Schwerstkriminellen, ist das Ganze doch kein Einzelfall, geschieht diese Art von Willkür durch die korrupte türkische Polizei und die Unrechtsjustiz gegen Touristen und Gäste der Türkei doch nicht zum ersten Mal.
    Ich will hier nur erinnern, an den Familienvater, der 14 Tage unter unhaltbaren Bedingungen in einem türkischen Gefängnis saß, weil seine Kinder am Strand vom Meer glatt geschliffene Steine gesammelt und eingepackt hatten, die sie aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen wollten. Bei einer Gepäckdurchsuchung am Flughafen wurden dann diese Muscheln und Steine vom türkischen Zoll gefunden, der Familienvater verhaftet wegen des Schmuggels antiker türkischer Artefakte. Erst auf großen Druck durch das Auswärtige Amt gelang es diesen Mann wieder von dieser typischen Farce der hinlänglich vertrauten türkischen Unrechtsjustiz zu entlasten, zu befreien und zurück zu bringen zu seiner Familie.
    Es ist ja lobenswert, dass SPD-Fraktionschef Peter Struck, in dessen Wahlkreis die Familie wohnt, sich erschüttert zeigt über die Haftbedingungen und den Ablauf des Verfahrens, und dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem türkischen Kollegen Abdullah Gül über die Freilassung von Marco W. sprechen will. Nur sind das die gleichen SPD Politiker, die sich immer wieder gebetsmühlenartig für die Aufnahme der islamistischen Türkei und ihrer äußerst fragwürdigen Grundsätze der Menschenrechte in die EU aussprechen, statt endlich solche Probleme auch öffentlich über diesen Staat am Rande Europas zu diskutieren.
    Mir tut es enorm leid, was Marco W. da alles ertragen muss, was er alles durchstehen muss. Aber solange Menschen nicht verstehen wollen, dass allein geringe Kosten einen Urlaub in einem äußerst fragwürdigen Islamistenstaat zu einem akzeptablen Risiko machen, statt mal auf die zahllosen Fälle von Menschenrechtsverletzungen auch an Touristen zu schauen, die diese Türkei zu bieten hat, solange haben es die Opfer selbst verschuldet, dass ihnen dieses Unrecht geschieht.
    Die Türkei gehört nicht nach Europa und wird – so weit Politiker in Europa zu ihrem Wort stehen, was sie ja bekanntlich äußerst selten tun – auch nie dazu gehören. Wohin es die Mehrheit der Türken zieht, hat die Wahl des AKP Staatspräsidenten uns doch gerade hinlänglich vor Augen geführt, zu einem islamischen Gottesstaat. Sie ist nach wie vor kein demokratischer Rechtsstaat, sie bildet ein gefährliches Risiko für Touristen, die in diesem Land nichts zu suchen haben, die dort nicht Urlaub machen sollten.
    Aber natürlich ist es viel bequemer inkonsequent zu ignorieren, was seit vielen Jahren immer wieder mit Touristen in diesem Land an Unrecht passiert.
    Also beschweren Sie sich bitte auch nicht, wenn ihr Urlaub in einer stinkenden Zelle endet, der Willkür eines islamistischen Staates und ihrer willfährigen Justiz ausgeliefert. Es ist ja erfreulich, dass immerhin eine kleine Gruppe von Touristen sich derart erschreckt hat vor dem Unrecht an Marco W., dass sie ihren Urlaub in der Türkei storniert haben. Doch wenn wir auch von diesem Land aus eine Veränderung der türkischen Verhältnisse ernsthaft wollen, dann hilft nur eines: Die sofortige und konsequente Streichung dieses Landes und seiner zweifellos schönen Urlaubsorte aus allen touristischen Planungen.

    Belgarath

  5. yannick eckl
    yannick eckl 22. November 2007 at 17:20

    Mal schaun, wie gut der Artikel rankt 😉

  6. walter
    walter 22. November 2007 at 22:19

    Wir sollten mit Panzern da rüberfahren und einen Parkplatz aus dem Land machen. Wo sind unsere Politiker?!

    Entweder der Junge ist bis übermorgen wieder hier oder wir erklären euch den Krieg!

    Aber auch anderen geht es nicht besser: http://www.eu-haftbefehl.com das ist genau so eine Sauerei und auch nicht interessant für deutsche Politiker. Drecksvolk!

  7. ui. | Eine ganze Nation auf der Seite eines Vergewaltigers?

    […] Und die Blogosphäre macht fröhlich mit beim dümmlichen Stammtischgerede, die fremdenfeindliche Ressentiments anklingen lassen. Auch wer nichts zu sagen hat, weil er – wie so viele – einen SEO-Blog hat, lässt es sich nicht entgehen, die Chance zu nützen Vorurteile und gefährliches Halbwissen zu verbreiten. Zum Glück sehen einige wenige andere Blogs den Fall genauso kritisch wie ich: Siehe hier […]

  8. bernd
    bernd 2. Dezember 2007 at 14:50

    Gestern kam meine Tochter (13) von einer Klassenfeier nach Hause und erzählte mir, dass ein Junge seine Zunge in ihren Hals gesteckt gesteckt hätte. „Bin ich jetzt schwanger?“ war ihre besorgte Frage. Ich konnte Sie beruhigen, wollte aber schon genau die Umstände wissen. „Wolltest Du denn, dass er dir die Zunge in den Hals steckt, mein Schatz?“ „Natürlich nicht, Papi – ich war kurz auf der Couch eingeschlafen, da wurde ich von einem Kitzeln am Gaumen geweckt…du weißt doch, dass ich oft mit offenem Mund schlafe.“ Die Sachlage war klar, die Empörung meiner Tochter verständlich, obwohl sie den Vorfall gern als „Belästigung“ abgetan hätte. Ich bin natürlich direkt zur Polizei gegangen, da der beschuldigte Kevin (14) erstens strafmündig ist und das Eindringen in Körperöffnungen unter Ausnutzung einer wehrlosen Lage als Vergewaltigung angesehen werden muss: §177 StGB, Mindeststrafe 2 Jahre. Chantal konnte sich nicht wehren, da sie schlief, Kevin ist in eine Körperöffnung eingedrungen = Vergewaltigung eines Kindes, auch nach deutschem Recht mit einer Höchststrafe von 15 Jahren bedroht. Und diese hat der betreffende Staatsanwalt auch beantragt, nachdem der Kinderschänder das Verbrechen nicht sofort gestanden hat sondern unverschämterweise noch behauptete, Chantal hätte ihm nach dem dritten Alkopop dazu aufgefordert! Da fiel meinem Töchterchen aber ganz schnell ein, dass sie beim Erwachen laut geschrien hat und Kevin ihr ein Messer an die Kehle setzte, damit sie stillhält. Die anderen Mädels, die mit auf der Couch saßen, haben zwar nichts bemerkt, aber dass lag bestimmt daran, dass die Musik zu laut war und sie von den Strippern abgelenkt waren.

  9. Yahoo Suchtrends 2007 » Suchmaschinen Blog
    Yahoo Suchtrends 2007 » Suchmaschinen Blog 5. Dezember 2007 at 15:25

    […] Auslandsnachrichten stehen ganz oben, Seifenopern werden online fortgesetzt „Iran“ ist 2007 der am häufigsten eingegebene Suchbegriff in der Kategorie „Nachrichten“. Dahinter bewegten die Schicksale der verschwundenen “Madeleine” (Platz 2) und dem in der Türkei inhaftierten “Marco W.” (Platz 4). Die beiden Dauerbrenner des Jahres „Airbus“ und „Bahnstreik“ schaffen es auf die Plätze 3 und 5. […]

  10. petia
    petia 18. März 2008 at 13:58

    Es ist eine absolute Unverschämtheit was da abgeht. Ich glaube es kann niemand richtig verstehen und die Übersetzung … also in der Zeit hätte ich türkisch gelernt und es selbst übersetzt…

  11. Gernot
    Gernot 29. Oktober 2008 at 11:44

    Hi Marco, ich bin froh, daß du wieder zu Hause bist. Versuch das Vorherige vergessen und mit Kraft und Mut in die Zukunft zu schauen.
    Die Türkei gehört noch lange nicht in die EU. Wenn die reinkämen, wäre eine Schande für alle EU-Staaten, die das befürworten.

    Cu

  12. Andreas
    Andreas 7. Mai 2009 at 15:49

    Nachdem die Staatsanwaltschaft in Lüneburg das Ermittlungsverfahren gegen Marco eingestellt hat, ist die Unschuld von Marco nach deutschem Recht bewiesen. Die gesammelten Beweise von 2 Jahren reichten nicht einmal für eine Anklage. Aber die Türkei meinte, den Jungen 8 Monate unter den schlimmsten Bedingungen einsperren zu können. Was für ein Justizskandel. Hoffentlich hat das Gericht wenigstens den Mut und den Anstand Marco jetzt auch freizusprechen und ihn zu entschädigen.

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