Landingpages SEO vs. SEM

26. Oktober 08 | ALLGEMEINES | 7 Kommentare| In 9 Minuten hast du es durch

landingpages

Landingpages, darum soll es hier und heute mal gehen. Immer wieder stelle ich fest, dass es riesige Probleme gibt Kunden begreiflich zu machen, was eine solche Landingpage eigentlich ist. Doch nicht nur bei den Kunden ist es schwer. SEMler haben oft eine so engstirnige Definition von Landingpages, dass man da genauso erklären muss, dass es auch noch eine Landingpage Variation in SEO gibt. Alles nicht so einfach und das ist entgegen meiner sonstigen Art nicht ironisch gemeint. Wollen wir die Sache also mal kurz erklären? Ein Versuch sollte gestattet sein.
Landingpages. Ok, da ich bei der Fixmeier Aktion selber dafür gerügt worden bin, dass ich es nicht klar definiert habe, will ich die Argumente der Gegenseite aufgreifen und die Wikipedia zu Rate ziehen. Was schreiben die denn zum Thema Landingpages:

Eine Landing-Page (engl. landing page etwa „Landeseite“) ist eine speziell eingerichtete Webseite, die nach einem Mausklick auf ein Werbemittel (z. B. Google AdWords) erscheint. Diese Landing-Page ist auf den Werbeträger und dessen Zielgruppe optimiert. Bei einer Landing-Page steht ein bestimmtes Angebot im Mittelpunkt, welches ohne Ablenkung vorgestellt wird. Ein wesentliches Element ist die Integration eines Responseelements (z.B. Anfrageform, Link zum Webshop oder Call-Back-Button), das die einfache Interaktion mit dem Besucher sicherstellt.

Uhi, da trifft man also wirklich auf eine Definition, die ein SEMler geschrieben haben könnte und geschrieben haben wird. Nach meiner Meinung eine sehr einseitige Definition. Daraus folgt, dass ich meine Definition eine Landingpage einbringen möchte.
Für mich ist eine Landingpage die Seite auf der man landet, wenn man auf einen Link klickt. In meiner Definition ist es dabei scheissegal, ob dass eine Seite ist, die man zum Beispiel aus Google Adwords heraus erreicht oder die man erreicht, weil es eine gute organische Platzierung innerhalb der SERPS gibt.
Doch warum muss man die Seite hinter dem Klick überhaupt benennen?
Ich glaube schon, dass es wichtig ist sich diese Landingpages bewusst zu machen. Ganz einfach um seinen Umsatz zu maximieren.

Auch wenn sich nach meiner Meinung die Definition von Landingpages rein am Wort sehr breit auslegen lässt, so gibt es doch drei Möglichkeiten, die für mich wichtig sind:

1. Allgemeine Landingpage
Nimmt man jetzt wirklich das ganz globale, dann ist eine Landingpage wirklich jede Seite auf der ein Besucher landen kann oder wenn man es noch weiter fasst, landen könnte. So, sehen es sehr viele Webmaster da draußen. Doch das wäre ja eigentlich jede Internetseite und soll das die Weißheit aus einer besonderen Begrifflichkeit sein ? Sicherlich nicht
Also verlassen wir diesen globalen Pfad und gehen tiefer in mögliche Anwendungen solcher Landingpages im Punkt

2. SEM Landingpages
SEMler lieben diese Art von Landingpages. Ich betrachte das, was die SEMler mit diesen Landingpages machen immer mit der Arbeit eines Schreiners an einem Holzstück. Da wird gefeilt, gehobelt und es fallen oft sehr viele Späne bis das perfekte Endprodukt entsteht. Die Landingpage eines SEM ist ziemlich einfach gebaut. Sie lehnt sich im Design meist am Brand an und kommt ohne jegliche Navigation aus. Eigentlich ist es in der Regel auch nur eine Seite, die nur darauf ausgerichtet ist von dem Besucher eine Aktion abzuverlangen. Also einen Sale oder einen Lead. Zu mehr soll diese Landingpage nicht taugen. Da werden dann Erkenntnisse aus Eyetrackingstudien verbaut etc. pp. Dabei ist eine solche SEM Landingpage nicht einfach nur eine Seite, sondern sie muss sich in aller Regel in einer Masse von anderen Landingpages durchsetzen. So werden solche SEM Landingpages oft in Serien gebaut. Mal Banner Brand-Grafik gross links, mal gross recht. Mal mit Registrierungsformular mal ohne, blablabla. Ziel ist es auf Basis der dahinterliegenden Analysen, die Seite zu finden, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Variation in einer bestimmten Zielgruppe am besten konvertiert. SEM Landingpages kommen meist ohne viel Content aus. Die Besucher kommen direkt aus Werbemassnahmen, wie Adwords, Bannerwerbung oder auch eMail Newsletterwerbung.

sem-landingpage

Etwas anders sieht es da mit

3. SEO Landingpages aus
Diese sollen sicherlich ähnlichen Ansprüchen genügen, wie eine SEM Landingpage, doch die Basis ist eine ganz andere. SEO Landingpages beziehen ihre Besucher aus den Platzierungen im Index der Suchmaschinen. Dieses bedeutet, dass ich mich beim Bau der SEO Landingpages an die Spielregeln des SEO halten muss. Eine wichtige Spielregel dabei ist sicherlich, dass Content in bestimmten Mustern und Feldern vorhanden sein muss. Schon darin unterscheidet sich eine SEM Landingpage von einer SEO Landingpage. Nehmen wir als Beispiel einmal die Einzelproduktseite eines Online Shops. Die kommt in der Basis meist ohne viel uniquen Text daher und meist sind die Daten einfach über eine Dateiquelle erschaffen. Das ist zwar eine Landingpage, aber in aller Regel wird sie nicht geeignet sein sich in den SERPS prominent zu platzieren. Die Köningsklasse ist also eine SEO Landingpage. Ich schaffe auf der Produktseite uniquen Content zu meinem Produkt und halte mich an die bekannten und unbekannten Regeln des gewünschten SEO Formates. Dabei setzte ich genau wie auf der SEM Landingpage Sachen wie Eyetrackingstudien um. Wenn man so will verbindet man die SEOtechnischen Sachen mit den Vorteilen der SEM Landingpage. Ziel ist auch hier die Optimierung der KonversionRate und ab einem bestimmten Punkt an dem ich richtig Traffic auf der SEO Landingpage habe muss ich auch hier sehen, welche meiner leicht veränderten Landingpages (Multivariables Testing) oder total anders aufgebauten Pages (A/B Testing) am besten konvertiert.

seo-landingpage

Leider ist es mit dem Thema Landingpages also nicht so trivial, sondern die Betrachtung ist für viele Unternehmen oder Webmaster der Schlüssel zum gezielten Erfolg. Man sollte sich also im Klarem darüber sein, welche Macht beide Formen haben können. Was man aber nicht machen sollte, beide Formen in einen Topf zu werfen. Dafür sind die Techniken hinter beiden Landingpages doch zu unterschiedlich.
Und was man in jedem Fall können muss, ist seinem Kunden den Unterschied wirklich deutlich zu machen, sonst wird er sich in der Wüste aus Begrifflichkeiten verlieren.

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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7 Kommentare

  1. Christina
    Christina 26. Oktober 2008 at 13:07

    Was man hier vielleicht noch beschreiben sollte ist wie wichtig es ist eine kundenfreundliche Landingpage zu gestalten. Gerade der Erfolg aus organischen Rankings zu der LP oder von z.B. Google Adwords ist enorm von der Qualität der Seite abhängig. Vielleicht kommt das ja im nächsten Beitrag ;D

  2. wowbagger
    wowbagger 27. Oktober 2008 at 10:22

    Häufig wird in meinen Augen vergessen mit welcher Motivation die Nutzer auf die jeweiligen Landing-Pages kommen. Z.B. ist eine Sales-bezogene Landing-Page (egal ob SEM oder SEO) nur sinnvoll, wenn der Nutzer bereits speziell nach einem Produkt sucht / sich bereits entschieden hat. Hier zählen dann ganz andere Faktoren, als bei einer Info-Seeker Landing-Page. Dort geht es darum, dass der Nutzer sich über ein Produkt informiert und sich so vor seiner Kaufentscheidung erst ein Bild von den Möglichkeiten machen möchte. Hier ist es z.B. notwendig, möglichst die Varianten und Möglichkeiten aufzuzählen und dabei den Traffic auf der eigenen Seite zu halten. 😉

    Gute Landing-Pages sind eine echte Herausfordung, die in meinen Augen nur sinnvoll erstellt werden können, wenn man die Nutzer mit in den Prozess einbezieht.

    Btw. Mutli-Variates-Testing ist im bedingten Rahmen auch für SEO-Landing-Pages möglich. Z.b. durch den Einsatz unterschiedlicher CSS Dateien. 😉

  3. Tony M.
    Tony M. 27. Oktober 2008 at 16:56

    ich finde man sollte unterscheiden zwischen „Usability“ und „Geschäftsmodell“, also SEM oder SEO.

    Denn ich glaube, dass optisch kein Unterschied bestehen sollte zwischen den beiden Gattungen, denn beide haben immer das gleiche Ziel: Maximale Conversionrate um den vorhandenen Traffic möglichst optimal nutzen zu können.

    Wie der Quellcode hinter der Optik aussieht, ist für die Usability egal. :-))

  4. Wulffy
    Wulffy 29. Oktober 2008 at 15:17

    Dieser Artikel erinnert mich an die Anfänge meines Blogs. Ich habe mir bei einigen Dingen den Mund fusselig geredet.

    Du bringst mit spürbarer Aufregung etwas dem Leser näher, was irgendwie nicht in die Köpfe der meisten Leute gehen will, da es für sie so ist, wie es da draußen von den meisten gesagt wird, und nicht anders.

    Zitat von Dir:
    „Für mich ist eine Landingpage die Seite auf der man landet, wenn man auf einen Link klickt. In meiner Definition ist es dabei scheissegal, ob dass eine Seite ist, die man zum Beispiel aus Google Adwords heraus erreicht oder die man erreicht, weil es eine gute organische Platzierung innerhalb der SERPS gibt.“

    Ich betrachte Deine Definition als „outstanding“. Genial.

    Unabhängig von allem ist es wichtig, dass es SEOs gibt, die Dinge verändern wollen. Die nicht einfach nur die „alten Werte“ und Definitionen akzeptieren, sondern die vielmehr selbst denken und auf zahlreiche Defizite öffentlich hinweisen.

    Ich hoffe, dass Du so weiter machst und trotz „Mund fusselig reden“ Veränderungen herbeiführen wirst.

  5. HurraTube
    HurraTube 30. Oktober 2008 at 17:29

    SEO-Landingpages?
    Hey da gibts ein cooles Video:
    http://www.megavideo.com/?v=U4SPA97C

  6. BadenSiggi
    BadenSiggi 10. Juni 2009 at 9:35

    Schön, daß mal einer erkannt hat, daß es einen Unterschied zwischen Landing Pages für organischen Suchergebnisse und bezahlte Anzeigen gibt.
    SEM ist allerdings der Überbegriff für SEO auf der einen und SEA (Search Engine Marketing) auf der anderen Seite.

  7. BadenSiggi
    BadenSiggi 10. Juni 2009 at 9:49

    Schön, das mal einer den Unterschied zwischen Landing Pages für organische Suchmaschinenergebnisse und bezahlte Anzeigen erkannt hat.
    SEM ist allerdings der Überbegriff für SEO auf der einen und bezahlte Anzeigenwerbung auf der anderen Seite (SEA).

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