Ist das Barcamp Konzept zu retten ?

1. Dezember 11 | ALLGEMEINES | 14 Kommentare| In 11–13 Minuten hast du es durch

Das Barcamp Konzept ist eine Idealvorstellung. Es basiert auf der Möglichkeit, dass Menschen an einem Ort zusammen kommen und über das reden, was sie bewegt. Völlig ohne Wertigkeiten. Jeder kann, jeder darf, keiner muss. Austausch also von unten nach oben und von oben nach unten. Ein brilliantes Konzept, wenn …….

…. ja, wenn es nicht auf der Grundlage „Mensch“ basieren würde.

Die Geschichte der Menschheit  …

hat gezeigt, dass es ihnen unmöglich ist friedlich nebeneinander zu existieren. Das umfasst nicht nur Kriege, sondern vielmehr die kleinen menschlichen Niedlichkeiten, die es so schwer machen einer Idealvorstellung zu folgen. Wie oft gab es Ansätze von Idealvorstellungen, die dann wieder gekippt wurden. Aber nicht, weil das Konzept scheisse war, sondern weil die Erschaffer der Konzepte ganz oft den Teil Menschen völlig aussen vor gelassen haben. Doch reine Theorie reicht im Miteinander nicht aus. Jedes noch so gute Konzept muss sich an den menschlichen Möglichkeiten messen lassen.

 

Kann das Konzept der Barcamps hier bestehen ?

Ich denke nicht.

Mein Weg in Sachen Barcamps

Ich war von dem Projekt Barcamp echt fasziniert und habe mich in den Jahren 2008/2009 bemüht soviel von dem Konzept wie möglich live mit zu bekommen. Nach einem Jahr als Teilnehmer und Speaker bin ich persönlich zu der Erkenntnis gekommen, dass es anscheinend nicht möglich ist das Konzept auf deutschem Boden in einer Form umzusetzen, die nicht zur Einbahnstrasse mutiert.

Ich will das gerne mal an ein paar Beispielen erklären :

Organisation :

Wenn sich jemand entscheidet erstmalig ein Barcamp zu organisieren, dann ist er noch voller wilder Vorstellungen und auch voller Naivität. Anders geht es ja nicht. Wenn der Veranstalter wüsste, was auf ihn zukommt, würde er es nicht machen. Alle Veranstalter mit denen ich zu tun hatte, waren der Vorstellung „einer immer grünen Blumenwiese“ schon beraubt. Es ging im Grunde nur noch krampfhaft darum, das Konzept nicht sterben zu lassen. Reicht das ?

Anmeldung/Preis:

Barcamps sind kostenlos. Das ist grundsätzlich sehr lobenswert, weil wirklich jeder die Möglichkeit der Teilnahme hat. Doch nicht erst mit 42 Jahren an Lebensalter weiss ich, dass „kostenlos“ die Menschen zu wilden Monstren macht. Alle buchen sich ein.

„Ist es nicht toll, dass das Barcamp nach 1 Woche restlos ausgebucht ist ?“

Nein, ist es nicht, wenn die Veranstalter auf der anderen Seite sagen, dass die NoShow-Rate riesig ist. Im Grunde steht einer Menge an Leuten der Weg nicht offen, weil sie nicht blitzschnell gewesen sind. Bleiben so die „Guten“ draussen und die „Nurschnellen“ drin ? So könnte man es sehen.

Für meine Begriffe müssen die Leute solch ein Event wollen und sich einbringen. Auch so, dass sie verbindlich beim Wort genommen werden können. Ohne Bindung geht es anscheindend nicht. Willkommen Mensch.

Ein Teil mit dem ich Bindung erzeugen kann ist eine Teilnahmegebühr. Wie hoch die sein sollte, muss der Veranstalter selber berechnen. Wenn ich Sätze höre wie : „Ich hab noch draufgezahlt“, dann kann ich das im Falle des Barcamps durchaus glauben, aber führt es dazu, dass die Veranstalter es nochmal versuchen würden. In aller Regel nicht.

Warum ist es gerade im Bereich der Barcamps verpöhnt Geld zu verdienen ?

Wenn ich arbeiten gehe, will ich angemessen bezahlt werden. Das zählt nicht nur in der Welt der Angestellten, sondern das gilt für alle Menschen.

Warum sollte denn gerade der Veranstalter eines Barcamps der Samariter Typ schlechthin sein ?

Hat der keine keine Wohnung, kein Auto, keine Familie oder keine Kredite ?

Schon hier zeigt sich nach meiner Meinung, dass die, die am lautesten nach Kostenfreiheit schreien, die sind, die das Konzept und die Menschen dahinter im Grunde am wenigsten verstanden haben.

Meine Empfehlung lautet also.

Nehmt eine Teilnahmegebühr.

50 € zum Beispiel ist ein Wert, den nach meiner Meinung jeder aus den bekannten Themenfeldern zahlen kann. Gerade wenn man bedenkt, dass der Mehrwert für jeden Einzelnen auch steigen wird. Doch auch andere Modelle sind denkbar, wenn die Win:Win Situation stimmig ist.

Die Teilnehmer :

Ich will ja keinem zu nahe treten, aber das, was ich auf Barcamps der kostenfreien Note erleben durfte war nicht gut (ads war jetzt diplomatisch ?). Der Großteil sind reine Sauger, die nie im Leben daran denken würden selber etwas abzugeben. Auf der anderen Seite stehen die Speaker. Nur ein ganz kleiner Teil davon geht zum Barcamp um etwas zu teilen. Die Meisten, die ich gesehen habe gehe da hin um sich mitzuteilen. Mitzuteilen, dass sie etwas zu verkaufen haben.

Also, nur weil Barcamp draufsteht ist noch lange nicht Barcamp drin. Ich war erschrocken wie sales-lastig die von mir besuchten Barcamps waren und das in einer Zielgruppe, die im Grunde nichts kaufen kann, weil sie nicht mal das Geld für eine Teilnahmegebühr zu haben scheinen.

Ist das also das Konzept ? Nicht ganz, weil „verhungern“ auch Teil des Konzeptes zu sein scheint

Das Catering

 

Vielleicht habe ich ein paar Pfund zu viel auf den Rippen und kann bei solchen Veranstaltungen im Grunde darauf zurück greifen. Aber will ich das ?

Nein. Essen hat seit Jahrtausenden einen sozialen Aspekt. Geniessen und Kommunikation liegen ganz dicht beieinander. Im Grunde ist es eher anders herum. Wenn man hungrig ist, wird man kurznerviger. Ist das eine gute Grundlage zur Kommunikation ? Nöööö

Die Veranstalter müssen also im Sinne des menschlichen Miteinander für eine gute Verpflegung sorgen. Mach das mal, wenn du kein Geld hast ?

Uhi und jetzt kommen wir zu einem Bereich, der richtig doof für die Veranstalter von Barcamps ist.

Das Betteln

Wenn ich kein Geld in der Tasche habe, den Teilnehmern aber was Normales zu essen bieten will, muss ich betteln gehen. Wenn ich kein Geld für geeignete Räume habe, muss ich betteln gehen.

Das Ganze nennt sich dann Sponsoring. Zu Beginn hätte man ja noch sagen können, dass die Teilnehmer von Barcamps ein total tolle Zielgruppe sind. Aber wenn ich die Jahre zurückblicke muss ich kein großer Marktforscher sein, um zu erkennen, dass die Zielgruppe nicht allzu attraktiv zu sein scheint. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo das auf Grund von eingesetzen Verbindungen anders ist.

Der Hebel ist also einfach. Je besser ein Barcamp in der Gesamtwertigkeit wird, je wertiger wird es auch für die Sponsoren, die sich daran beteiligen und schwupps bekommen die Leute etwas besseres zu Essen, etwas zum Trinken, besser Räume und, und, und…

…. Annehmlichkeiten gegen Rückenleiden

Barcamps grenzen Leute wie mich ganz klassisch aus. Mit 42 Jahren hätte ich sicherlich noch das Interesse an den möglicherweise guten Themen auf Barcamps, aber wer einmal 8 Stunden auf einer Bierbank gesessen hat, der weiss, dass man beim Supertalent dafür vielleicht 10.000 € gewinnen kann. Mein Osteopath würde mir ein paar knallen.

Im Grunde muss man feststellen, dass alles am Geld hängt.

Ich glaub, dass das Konzept von Barcamps in der jetzt bestehenden Basisform in Deutschland keine Chance hat. Jeder, der auch nur einen Hauch von Gespühr hat, muss jetzt nicken.

In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn sich etwas bewegen würde. Das Konzept anzupassen verrät das Konzept nicht, sondern es fördert es.

Dieser Post basiert auf dem Denkanstoß von Robert Basic.

Und nicht das wir uns falsch verstehen. Barcamp ist cool. Aber die Menschen vertragen auch professionelle Barcamps.

 

Über den Autor

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Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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14 Kommentare

  1. Sebastian
    Sebastian 1. Dezember 2011 at 14:01

    Hi Marco,

    ich war zuletzt auf der BarcampSearch veranstaltet von der Search-Technology Agentur ESEMOS.

    Getroffen habe ich dort u.a. Jens Fauldraht und Sonja Quirmbach sowie etliche interessante Teilnehmer aus Marktwirtschaft, Forschung und Lehre.

    Es gab dort:
    – Gute Stühle
    – Leckeres Mittagessen
    – Sinnvolle Kaffeepausen
    – Kostenlose Getränke
    – eine gute Akustik

    Der Unterschied zu gewollt „amateurhaften“ Barcamps, wie Du sie beschreibst bestand wohl darin, dass eine Agentur eben eine wenig Geld in die Hand genommen hat, um die Veranstaltung in einem West-Berliner Konferenzhotel professionell durchzuziehen.

    Sämtliche Teilnehmer waren begeistert, hatten gute Laune, die Gespräche waren gut und man konnte sich in einem überschaubaren Kreis prima unterhalten, weil limitierte, feste Zusagen Bestandteil der Organisation waren.

    Ich kenne keine andere Form der Barcamps, weil es mein erstes war, kann Dir aber auf Grundlage meiner jüngsten Erfahrungen in diesem Bereich grundsätzlich nur zustimmen, wenn es darum geht, optimale Rahmenbedingungen für einen angenehmen Informationsaustausch zu schaffen.

    Gruß,
    Sebastian

  2. Karl Kratz
    Karl Kratz 1. Dezember 2011 at 14:29

    Mir erschließt sich die Problematik nicht: Ein Veranstalter eines Events hat Kosten, legt diese auf n Teilnehmer um und verdient noch etwas daran.

    Alles im grünen Bereich – wo liegt das Problem?

  3. Alex
    Alex 1. Dezember 2011 at 14:42

    Die Idee mit der Teilnahmegebühr klingt, im ersten Moment gut.

    Zum Einen melden sich nur Menschen an die wirklich Interesse haben und zum Anderen ist ein Teil der Finanzierung über diese sichergestellt.
    Doch so einfach scheint es mir nicht, den wenn ich für etwas bezahle möchte ich auch etwas geboten bekommen und ich möchte nicht Eintritt dafür bezahlen, das ich eine Session halte und mein Wissen teile oder denkst du das es Speaker gibt, welche Qualität bieten können und dafür das Sie Menschen an Ihrem Wissen teilhaben lassen Geld bezahlen. Das wäre das Gleiche, wenn ein Sachbuchautor, seinen Leser für das lesen des Buches bezahlt oder jemand in seinem Blog den Besuchern Geld anbietet dafür, dass Sie diesen lesen.

    Die Folge wäre meines Erachtens nur, dass die einzelnen Speaker die interessante Sessions ohne Verkaufsgespräch halten auch vertrieben werden. Damit würde sich das Thema Barcamp wirklich erledigt haben.

    Ich kann zwar wenn ich Eintrtt verlange auch Speaker buchen, welche dann Ihr Wissen vortragen, doch dann kann ich die Veranstaltung aber auch einfach eine Konferenz nennen und benötige nicht den modischen Namen Barcamp.

    Ebenso ist ein Eintritt auch immer eine Hemmschwelle, ich zum Beispiel hätte mir als Student keine 50 Euro für ein Event leisten können, wo ich nicht weiß was mich erwartet und ich noch extra Fahrtkosten habe.

    Das Problem der No-Show Quote lässt sich glaube ich auch auf andere Varianten lösen, wie man zum Beispiel an der Networkxx erkennen kann.

    Das du bei einem Barcamp ausgegrenzt wird, aufgrund deines Alters glaube ich nicht, den nicht jedes Barcamp eine Dekoration, die vom Oktoberfest stammt.

    Um das Problem der Finanzierung und der Räumlichkeiten zu lösen, danke ich gab und gibt es immer Mittel und Wege. So fanden beispielsweise auch Barcamps, an Unis statt, was zur Ffolge hatte gab es Räumlichkeiten, interessante Teilnehmer und auch spannende Speaker gab.

    Ob das Pauschal stimmt, mag ich nicht behaupten, aber ich denke eine Teilnehmergebühr hat eben nicht nur Vorteile, sondern eben auch Nachteile die meines Erachtens zumindest für die Idee eine Unkonferenz überwiegen.

    Im Bereich von Konferenzen, halte ich einen Eintritt für gerechtfertigt aber dort wird auch vorher klar angegeben was den Besucher erwartet. Dieses ist bei einem Barcamp ja nicht der Fall, da die Speaker erst auf diesem Ihre Themen und Vorträge vorstellen und wer kauft schon gern die Katze im Sack.

  4. Julian
    Julian 1. Dezember 2011 at 13:58

    word… leider

    Der Grundgedanke einen Barcamps sollte es doch eher sein echtes Wissen weiterzugeben und nicht zum x-ten Mal zu erklären was zB SEO ist. Schlimmer noch sind dann die Salesvorträge. Für mich wäre das der Vorteil eines Barcamps gegenüber einer Konferenz.
    Klappen tuts nur nicht, aus den von dir genannten Gründen. Wer schnell ist meldet sich kostenlos an.. super und wo bleibt die Qualität?

  5. Alexander Rosenthal
    Alexander Rosenthal 1. Dezember 2011 at 15:33

    Ich finde es auch durchaus gerechtfertigt Geld zu nehmen, um die Teilnehmer ein bisschen zu filtern und ein kleines Budget zu haben. Man muss ja nicht gleich die Summen der großen Konferenzen nehmen, aber selbst der genannte Betrag von 50 Euro ist finde ich ok und die meisten würden es bezahlen.

    Das Problem mit den Speakern ist glaube ich auch nicht ganz falsch, es gibt sicher einige die dort auf Kundenfang gehen wollen.

    Ich persönlich war in diesem Jahr auf zwei Barcamps und beide male sehr gerne als Speaker. Gerade weil ich sicher keinen großen Namen habe, kann ich gerade auf solchen kleinen Terminen mal ein bisschen Bühnenluft schnuppern und was erzählen. Ich glaube aber, dass eines der Probleme ist, dass viele Leute die etwas machen könnten zu schüchtern oder zu unsicher sind.

    Vielleicht könnten da mal einige Barcamps überlegen, ob man sowas wie Mentoren oder keine Ahnung sucht, die einfach Neulingen zur Seite stehen und sei es nur vor der Konferenz bei der Themenwahl oder zur Unterstützung in der Session.

  6. Carsten Weddig
    Carsten Weddig 1. Dezember 2011 at 18:15

    Karl 100% agree! Ich kann es auch absolut nicht verstehen. Es steht doch nirgendwo ein Schild, hier ist eine 100% non profit Veranstaltung????

  7. Horst
    Horst 2. Dezember 2011 at 11:47

    Ich kenne nur das Nürnberger Barcamp, und da ist das Catering immer hervorragend und auch die Sitzgelegenheiten bzw. die Räume an sich, sind sehr gut (ich bin nur ganz wenig jünger 😉 ). Das ist den Veranstaltern gegenüber ungerecht.
    Auch sind die meisten der Vorträge keinen Verkaufsshows, sondern das Teilen von Erfahrungen. Ich kann die negative Meinung – zumindest für das Nürnberger Barcamp – überhaupt nicht nachvollziehen.
    Das kostet(e) aber auch eine kleine Teilnahmegebühr. Die könnte aber gerne auch höher sein. Da stimme ich zu.
    Letztlich ist die investierte Zeit das wertvollere Gut. So spannend eine Campixx auch sein mag. Hunderte Kilometer Anreise und 3 Tage Stress brauche ich in meinem Alter einfach nicht mehr.

  8. Marco Janck
    Marco Janck 4. Dezember 2011 at 7:52

    @horst Bitte nicht falsch verstehen. Wenn die Veranstalter es schaffen, dass Ding so hinzubekommen, wie du es schilderst bin ich echt froh. Ich bin Unterstützer des Konzepts, jedoch zu oft enttäuscht worden.

  9. Top 10 der Woche 48/11 « Wochenrückblicke

    […] Ist das Barcamp Konzept zu retten? […]

  10. Oliver7
    Oliver7 5. Dezember 2011 at 3:52

    Hier wird wohl vergessen, dass so eine Veranstaltung gar nicht mal so günstig ist. Ergo verstehe ich diesen Diskurs nicht.

  11. Leon
    Leon 11. Dezember 2011 at 3:34

    Hi!

    Sorry, ich muss Dir aber widersprechen. Ich habe an über 30 Camps in ganz Europa teilgenommen. Die von Dir gebloggten Camps (MonetizationCamp, SEO Campixx) sind keine richtigen Barcamps, sondern Themencamps und auch von ganz anderen Leuten organisiert, als die „erfahrene“ Barcamp-Orga-„Clique“.

    Ein paar Anmerkungen:

    1. Die No-Show-Rate ist bei fast allen Events 20-30%. Nur seltene Konzerte von angesehenen Bands und ganz wenige Konferenzen liegen da besser. Barcamps haben keine schlechtere No-Show im Vergleich zu üblichen Konferenzen. Daraus könnte man schlussfolgern, dass Teilnahmegebühren nichts daran ändern. (Ich finde diese trotzdem gut, aber aus anderen Gründen).

    Darüber hinaus haben mehrere Barcamp-Organisatoren bereits bestätigt, dass Teilnahmegebühren zwischen 20 und 40 Euro keinen Einfluss auf die No-Show-Rate zu haben scheinen.

    2. Mangel an Essen
    Dieser Punkt ist mir völlig unverständlich. Auf fast allen Camps ist das Essen fast schon zu sehr im Mittelpunkt. Über das BarcampHamburg und das BarcampStuttgart beschweren sich sogar die Teilnehmer, dass das leckere Catering von Sessions unterbrochen wird. Hier ein Auszug aus der Liste an Barcamps, an denen ich teilgenommen habe und bei denen es gutes oder überaus akzeptables Essen gab (und ich bin sehr, sehr wählerisch):

    BarcampHamburg 1+2+3+4+5
    BarcampHannover 1+2
    BarcampBerlin 2+3
    CommunityCamp 1+2+3+4
    BarcampCologne 1+2
    Barcamp Nürnberg 1
    BarcampRuhr 1+2+3+4
    BarcampMünchen 1+2
    BarcampLondon 3+5+7
    Artcamp 1
    Wordcamp 1
    Educamp 1

    Auf welchen „Barcamps“ warst Du denn?

    3. Sponsoring

    Es gibt Camps, da ist es sehr einfach Sponsoring zu finden, andere haben es (oft aufgrund der Infrastruktur, des Einzugsgebietes oder auch des Fähigkeitsprofils des Orga-Teams) schwer. Das Barcamp Hamburg hat es so leicht mit Sponsoren, dass es für andere Camps teilweise spendet, wie z.B. für das geniale, nur leider nicht durch die Wirtschaft gerne getragene Educamp.

    4. Sales-Lastigkeit

    Dies ist überhaupt nicht der Fall. Siehe Liste oben, eine besondere Häufung von Leuten, die etwas verkaufen wollen, gab es auf keinem dieser Camps. Es gibt immer ein paar, das ist aber eine Minderheit, und reine Sales Präsentationen sind so verpönt, dass sogar Anfänger dies meistens vor dem Halten ihrer Session mitbekommen. Alleine in der Sessionvorstellungsrunde am Anfang des Camps, bei dem Teilnehmer Ihr Interesse bekunden können, werden Sales-Sessions meistens so ignoriert, dass die Person gar nicht erst den Zettel aufhängt.

    Generell muss ich sagen: Du hast ganz eindeutig viel zu wenig von Barcamps mitbekommen, musst aber unbedingt Deine auf sehr sehr wenig Erfahrung basierende Meinung herausposaunen. Schade. Andere Artikel machen einen wesentlich fundierteren Eindruck.

    Was mich überhaupt motiviert, soviel Zeit in einen Kommentar zu stecken:
    Das Barcamp-Format hat gute Chancen und ist es auch wert, weiter getragen und entwickelt zu werden. Nur wird es regelmäßig von Leuten torpediert, die es nicht verstehen oder verstehen wollen. Ja, es hat seine Probleme. Mit einem einzigen Punkt hast Du Recht: Es kommen viele „Absauger“, die nichts beitragen wollen.

    Aber bitte für’s nächste Mal:
    Vorher mal auf wirklichen Camps gewesen sein, auch auf mehreren, bevor man so eine unfundierte und zu Unrecht vernichtende Kritik schreibt. Pfui!

  12. Olaf
    Olaf 11. Dezember 2011 at 17:10

    Eine kostenlose Veranstaltung zieht nun mal verstärkt Leute mit Kostenlos- Mentalität an (oder Studenten, die das ganze als Vorlesung betrachten).
    Das sind übrigens genau die Leute, die kaum ein Merchant als Kunde haben möchte.

    Ich bin der Meinung, daß jeder Teilnehmer wenigstens einen Anteil der Kosten (z.B. 50€ pro Person) bei der Anmeldung zahlen sollte. Ich würde mir auch blöd vorkommen, wenn ein Sponsor mein Essen bezahlen würde, weil ich das noch ganz gut selber kann ;-).

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