iPad Erfahrungsbericht

27. Juli 10 | ALLGEMEINES | 10 Kommentare| In 10–12 Minuten hast du es durch

Das iPad ist etwas für verspielte Menschen. Das habe ich mir versucht ein paar Wochen lang einzureden und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass ich genau zu diesen Menschen gehöre. Nachdem ich schon im Bereich des Apfelphones seit Jahren auf den Geschmack gekommen bin, musste es jetzt auch der große Bruder sein. Doch nachdem der Kauf vollzogen und die erste Euphorie verflogen war, zeigte sich, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Um allen anderen, die vielleicht noch mit sich ringen, die Entscheidung Pro oder Contra zu erleichtern, habe ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht zum iPad zusammen geschrieben.

Nicht bewusste Hürden

Beim Testen des iPad in einem Apple Store kam es zu einer sehr sonderbaren Situation. Einer Situation, wie sie nur das Leben schreiben kann. Ich selber wäre auf eine solche Idee nie gekommen, glaube ich. Neben mir stand ein älters Päarchen und spielte mit dem iPad herum. Ich denke, dass beide so im Alter von 65 bis 70 Jahren lagen. Sie spielten wirklich begeistert. Wenig später erschien ein Berater und versuchte verkaufsfördernd Frage zu beantworten. Nach kurzem hin und her erklärte der Berater dem Päarchen, dass sie zur Aktivierung iTunes benötigen würden und eine eMail Adresse. Ok, dachte ich. Hat doch jeder. Doch wie naiv bin ich denn. Da kommen die beiden älteren Menschen in einen Laden und wollen sich auf die Errungenschaften der modernen Technik einlassen und bekommen gesagt, dass sie eigentlich ersteinmal einen Computer kaufen müssen und eine eMail Adresse anlegen müssen. Ein ziemlich hohe Eintrittshürde für diese Zeilgruppe, die mir vorher wirklich nicht so bewusst war und von der ich hoffe, dass sich nur der Berater geirrt hat.

iPad und Vodafone Datenkarte/Datentarif

Nach dem Kauf des iPads (32 GB und 3G = 599 €, Nee 699 € Sorry) hatte ich verstanden, dass ich einen passenden Datentarif benötigte. Da ich langjähriger Kunde bei Vodafone bin (ja, ich wurde mit dem iPhone nur genötigt ein anderes Netz zu nutzen) lag nichts näher als gegenüber in den VodafoneShop zu gehen und eine Datenkarte zu erwerben. Eigentlich ein ganz einfacher Vorgang. Du bekommst eine Karte, die du seitlich in das iPad stecken musst und los geht es. 3GB für 24,95 € . Das ist ok. Der Verkäufer verkündete lauthals, dass es sofort losgehen könne und das freute den SEOnauten. Nun bin ich in einem Alter in dem man gelernt hat, dass wenn alles zu sauber läuft immer ein Haken dabei sein muss. So war ich also vorbereitet auf, dass was nun kam.

Nichts mit sofortiger Aktivierung. 24 Stunden dauerte es. Hätte man mir das gleich gesagt, wäre es kein Problem gewesen, aber wenn du denkst „Es stimmt was nicht“ macht dich das irre. Ok, nach einer Weile verzweifelten Testens habe ich dann die Vodafone Hotline bemüht. Diese ist zwar kostenlos, aber der Datentarif war erst dem dritten Mitarbeiter bekannt und dieser erklärte mir dann auch, dass die Aktivierung bis zu 24 Stunden benötigt.

Ok, dass war doch einmal eine Aussage.

Das iPad selber

Das iPad selber, welches ich in der Warte-Zeit mit WLan nutze hat mich wirklich begeistert. Die Größe ist extrem passend und wo ich vorher noch mit dem immer kleiner wirkenden iPhone im Netz surfte, merke ich erst jetzt, dass DAS wirkliches mobiles Surfen ist. Vor allen Dingen ohne immer einen Laptop aufzubauen. Schalter drücken und los geht es. So muss Internet sein.

Die iPad Apps

Das ist jetzt ein Bereich in dem ich ein wenig naiv war. Ich bin mit meinem Spatzenhirn davon ausgegangen, dass die Apps die ich besaß auch auf dem iPad laufen. Haha und ich wurde nicht enttäuscht, da sie wirklich laufen. Aber halt nur auf der Größe des iPhones. Eigentlich ja, klar. Aber das Thema hatte ich garnicht auf dem Plan.

Bedeutet, man muss alles Apps fürs iPad in HD Format neu erwerben. Dafür bekommt man dann auch wirklich Apps geboten, die deutlich komplexer gebaut zu sein scheinen als die iPhone Apps. So zumindest mein erster Erfahrungsbericht. Auch wenn die Preise auch komplexer zu sein scheinen.

Die Menge der iPad Apps

Wieder ein Punkt in dem ich sicherlich zu naiv und verwöhnt war. Ich dachte man kann auch beim iPad aus dem Vollen schöpfen und unter 200.000 Apps wählen. Nö. Die Menge der iPad Apps ist wirklich noch sehr überschaubar, wenn nicht gleich klein. Das hat mich ein wenig auf den Boden der Realität zurück geholt, wobei ich sagen muss, dass die Apps wirklich jeden Tag deutlich mehr werden. Der Markt ist für die App Anbieter riesig bei jetzt schon über 3 Millionen verkauften Geräten. Also mach ich mir auf Jahressicht da keine Sorgen.

iBooks oder Bücher auf dem iPad

Das ist jetzt ein Bereich den ich von meiner inneren Einstellung grundsätzlich ablehnte. Ich war immer ein Mensch, der Bücher verschlungen hat. Insbesondere Fachbücher zum Thema Online Marketing oder Marketing allgemein. Ich dachte, dass mich nichts vom Buch so leicht wegbringen würde. Doch mit dem iPad musste ich lernen, dass es wirklich eine Alternative zu geben scheint. Das beiliegende Probeexemplar von Winnie Puh las sich in Sachen Schriftgröße und Bedienbarkeit sehr gut. Ich war begeistert. Sicherlich wird es nicht in allen Lebenssituationen nutzbar sein (gerade am Strand würde ich es nicht nutzen) aber für den Alltag durchaus eine Alternative zum Buch, wie ich mir eingestehen muss. Wenn …., ja wenn nicht die Anzahl der iBooks so begrenzt wäre. Zu Zeit befinden sich wirklich kaum Bücher im AppStore. Sicherlich sind sehr viele Romane und so nen Zeug drin. Aber Fachliteratur und diese dazu in deutscher Sprache findet man fast garnicht. Da habe ich gedacht sind die Verlage schon weiter. Aber ich bin mir sicher, dass dies kommen wird. Da ist ja auch mit mir richtig viel Geld zu verdienen.

SEO Apps für das iPad

Alles, was ich in dem Bereich der SEO Apps gesehen habe erinnert an den Bereich der iPhone SEO Apps. Die sind fast alle sehr schrottig. Ich nutze seit Jahren eigentlich nur die SEO Post vom Hanns, der die App gefälligst mal als iPad App anzubieten hat. Hörst du Hanns, hehe.

Mein App Highlight bislang für das iPad

Angetan bin ich bislang von Twittelator. Einem Twitter Client, den ich auch schon auf dem iPhone nutze. Der aber als HD iPad App noch deutlich besser geworden ist. Aber auch die HD iPad Analytics App ist echt gut geworden.

Fazit zum iPad

Ist noch nicht alles Gold was glänzt. Doch ich bin mir sicher, dass es nicht lange dauert bis wir auf dem iPad blühende Landschaften sehen werden. Ich selber bin echt begeistert. 80 % Fun und 20 % notwendiger Nutzen ist für meine Verhältnisse eine gute Relation. haha. Was sich hätte Apple sparen können ist die unterschiedliche Versorgungsspannung zum iPhone. Alles neu kaufen ist nervig und teuer.

In diesem Sinne solles das gewesen sein mit meinen iPad Erfahrungsbericht. Vielleicht hat ihr ja auch Erfahrungen gemacht, dann schreibt es in die Kommentare.

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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10 Kommentare

  1. Bernhard
    Bernhard 27. Juli 2010 at 8:24

    Mein Fazit damals fiel ähnlich aus wie deines.
    70% Fun, 30% Rest.
    Im Grunde bereue ich es auch nicht, den doch stattlichen Preis bezahlt zu haben, und ich liebe einfach die Flexibilität daran.
    Man kann es bequem mitnehmen, im Bus oder Flieger mal schnell was nachschauen und der Akku hält auch ausreichend lang, um durch den Tag zu kommen.
    Absolut sparen hätte man sich die Versionen OHNE 3G können – den Sinn dahinter verstehe ich nämlich gar nicht.

    Auf dem SEO Sektor hab ich leider auch noch keine wirklich nützliche APP gefunden, wobei ich sagen muss:
    Da reicht mir fürs iPad auch der Safari alleine, um die Dinge von unterwegs aus zu machen, die man eben mal schnell unterwegs machen muss.

  2. Mißfeldt
    Mißfeldt 27. Juli 2010 at 9:04

    Schöner, anschaulicher Bericht. Danke. Ich kauf mir ein iPad, wenn ich so alt bin wie das Pärchen im Text :-)

    Ich bin immer wieder verblüfft, dass die SEO-Szene noch Apple-geiler ist als die Designer…

  3. ludwig
    ludwig 27. Juli 2010 at 9:37

    danke für die ausgewogene, unaufgeregte einschätzung.

    hadere immer noch, kaufen ja/nein.

    hatte eines für ein Wochenende zum testen und mir war schnell klar: ohne 3G wäre es für mich als bahnfahrer quatsch.

    nur so als tipp (weiß nicht ob du spielst):
    das spiel „Osmos HD“ kann ich wärmstens empfehlen, ziemlicher augenschmaus & mit ambient musik unterlegt. gut angelegte 4 euro.

    das zählt wohl aber auch eher zu den 80% „fun“ als zum beinharten nutzwert, der den kauf dieses gadgets rechtfertigen würde 😉

  4. Mirco
    Mirco 27. Juli 2010 at 9:40

    Danke für den Bericht :-)Ich spielte auch schon mit dem Gedanken mir ein iPad zu kaufen, ich fand aber einfach keinen Anwendungszweck der für mich Sinn machen würde.

    @Mißfeldt

    Wir zeigen halt gerne was wir haben 😀

  5. André
    André 27. Juli 2010 at 11:09

    Servus Marco,

    Ich kann dir nur zu 100% zustimmen! Ich bin seit gestern auch im iPad Besitz und habe die selben Gedanken zu den Apps, deren Verwendung und den Preisen gehabt.

    Ich bin gespannt was da noch kommt 😉

    Viele Grüße aus Leipzig, André

  6. Alex
    Alex 27. Juli 2010 at 15:51

    Ich habe leider kein iPad, aber meine Bank veranstaltet gerade ein Gewinnspiel, bei dem ich ganz gut im Rennen liege 😉 Vielleicht ist es dann endlich soweit.

  7. HR
    HR 28. Juli 2010 at 13:00

    @Mißfeldt wenn Du Dich der fuffzig näherst und früh uffm Klo die SEO-Post von Hans Kronenberg auf dem iPhone nicht mehr lesen kannst, kaufst Du Dir auch ein iPad :-)

  8. Domi
    Domi 29. Juli 2010 at 22:31

    Du schreibst hier von HD. Wo ist das iPad HD? Das hat eine Auflösung von 1024*768px. Für so ein Gerät ausreichend, aber mit HD hat das nichts zu tun.

    Schonmal probiert, eine Bildschirmfüllende Präsentation hinzukriegen? Ein eBook erstellen dachten wir wäre eine einfache Lösung. Aber nix da, bildschirmfüllend kriegt man das nicht hin, bestenfalls gezoomt und dann kann man nicht mehr blättern.

    Mein Fazit: Überteuertes Spielzeug, das wohl nur für Fanboys ein nützliches Gerät ist. Alle anderen sollten auf vernünftige Alternativen warten, bei denen man kein iTunes braucht um mal eben eine Datei rüber zu transferieren.

  9. Jan
    Jan 3. August 2010 at 18:47

    Hallo, habe mir das gleiche Modell wie Du gekauft – aber vor dir :-)

    Nachdem ich noch einmal 40,00 Euro in Apps investiert habe, kann ich auch ganz gut arbeiten mit dem Ipad.

    Das Ipad wird als Vorreiter auf alle Fälle den Markt grundlegend ändern….

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