Harlem Shake Auswertung

20. Februar 13 | ALLGEMEINES | 8 Kommentare| In 17–20 Minuten hast du es durch

Harlem ShakeSicherlich haben gestern einige von euch mitbekommen, dass wir beginnend auf dem Blog der SEOnauten versucht haben, das Surfen auf der Harlem Shake Welle zu erlernen. Ich bin mir sicher, dass ich jetzt und hier keine Erklärung mehr zum Thema Harlem Shake abgeben muss. Ich setze voraus, dass ihr alle wisst, was das ist. Außerdem möchte mich auf diesem Wege bei allen genervten Seelen da draußen entschuldigen, dass ich euren Newsbereich so beansprucht habe. Es wird wieder vorkommen !!! Also entschuldige ich mich auch gleich für die nächsten Male.

Aber darum geht es im Grunde nicht. Ich will euch einmal mit auf eine Reise nehmen und zwar auf meine Reise in die Welle. Von der Idee über die Umsetzung bis hin zu den Learnings aus der Aktion. Ich denke, dass diese für einige von euch interessant sein könnten. Ich werde dabei aber auch Sachen beleuchten, die ihr bestimmt noch nicht auf dem Schirm hattet und ich werde mit euch Klartext reden, denn im Grunde war die oben genannte Entschuldigung ein Witz. Wenn ich euch genervt habe? Prima. Etappenziel erreicht 😉

Der Anfang

Ich denke, dass der Beginn der Harlem Shake Euphorie für Menschen am Ohr der Streams kaum nicht zu entdecken war. Ok, die Welle weltweit startete nicht in Deutschland. Aber im Grunde wurde sie in der letzten Woche schon massiv in den deutschen Medien aufgenommen. Als ich also das erste Mal davon hörte, war meine Reaktion wie immer und endete mit einer Frage :

Was kann ich damit machen ?

Die Antwort bei dieser Art von Aktionen liegt auf der Hand. Man macht es selber auch. Ich war schon immer ein offener Mensch und habe Spaß daran, neue Sachen zu versuchen und auch Grenzen zu überschreiten, obwohl mein Werteraster da leider ein wenig eingeengt ist. Wer mich kennt, der weiß, dass ich seit Jahren die folgenden Wörter predige :

Nicht labern – machen !!!

Das erzähle ich nicht nur, sondern es ist Teil meiner täglichen Arbeit. Von der ersten Wahrnehmung zu der Gewissheit, dies auch bei SUMAGO (SEOnauten und SUMAGO sind im Grunde identisch, ja) umzusetzen, war es also nur ein Zucken.

Die Planung

Die Planung war praktisch nicht vorhanden und das zeichnet diese Art von Aktion im Grunde auch aus. Janck rief seine Idee ins Büro und als Reaktion kam einmal Begeisterung und einmal Unverständnis. So ist das. Nicht alle sind sofort bereit „sich zum Löffel“ zu machen. Nach ein wenig Erklärung waren aber alle im Boot. Wer jetzt mitgezählt hat, der hat bemerkt, dass wir hier im Stamm zur  Zeit zu dritt arbeiten, ja. Aber zurück zur Planung. Wenn ich sage, es wurde nicht geplant, dann meine ich damit, dass wir im Grunde keinen echten Masterplan gemacht haben. Jeder entwickelte im Laufe des Tages nach der Idee seine eigenen Verrücktheiten. Dieses einen Plan zu nennen würde ich als falsch ansehen.

Die Erweiterung

Während meiner persönlichen Planung in Sachen „rumspinnen“ kam in mir der Gedanke auf, dass es doch lustig wäre, wenn sich andere auch an dieser Aktion beteiligen würden. Man könnte so etwas wie eine Harlem Shake Welle durchführen. Auch wenn das Thema seit einiger Zeit eingeschlafen ist, so sind die damals durchgeführten Blogparaden doch Teil meiner historischen Erfahrung. Wieder frei nach dem Motto : Nicht labern – Machen, kontaktierte ich Personen aus meinem „Dunstkreis“ von denen ich annahm, dass sie für diese Aktion verrückt genug waren. Am Ende fanden sich 10 weitere Spielkameraden, die Teil der Welle werden wollten. Auf diesem Wege möchte ich mich bei denen auch ganz herzlich bedanken. Auch bei denen, die krankheitsbedingt kein Video zu Stande bringen konnten. Dies waren insbesondere Oliver Hauser, Jochen Schweizer und die Jungs und Mädels von Serienjunkies.

Das der gute Karl Kratz einen Rückzieher gemacht hat verwunderte mich aber dennoch. Was hat er zu verlieren. Haupthaar – nein. Körpergröße – nein. Reputation – ist ja nicht vorhanden. Aber egal, hehe

Das Problem war mit der Erweiterung aber schon geschaffen. Es war nicht mehr so ein Fun-Aktion, die man alleine für sich mal schnell abreitet, sondern jetzt musste plötzlich geplant werden. Dazu kommen wir aber später noch. Angefasst zieht.

Die Umsetzung des eigenen Videos

Die Harlem Shake Videos haben einen entscheidenden Vorteil. Sie sind sehr kurz. Man könnte also dem Irrtum unterliegen, dass die Produktion sehr schnell geht. Doch wie immer ist nicht alles was leicht aussieht auch in Wirklichkeit leicht. Genau das ist der Punkt den ich bei vielen Beschreibungen immer gerne kritisiere. Es gibt dieses : Ich mach mach mal schnell und alles ist ganz leicht im Grunde nicht.

Nehmen wir das System von Karl oder die Masche „2000 Euro an einem Tag“. Das gibt es so nicht. Es steckt immer Arbeit drin. Karl jetzt mit der „Geldverdienen im Internet“ Masche in einem Atemzug zu nennen passt vielleicht nicht, aber ihr wisst was ich meine. Sorry Karl.

Einen Tag später standen also alle beteiligten Personen mit einem Sack voller Ausrüstungsgegenständen im Büro. Die Frage war : Macht man dafür jetzt ein Storyboard ? Nö. In mir brodelt zwar immer der Teufel, der gerne alles planen will, aber auch ich muss lernen los zu lassen ;-). Also gesagt, getan. In 3 Runden verkleideten wir uns, machten Faxen bis die Schwarte krachte. Heraus gekommen ist das Video, welches ihr gestern gesehen habt.

Der Zeitansatz

Die Umsetzung von der Idee kostete ohne die Wellenkomponente dann so ca. 5 Stunden. Dazu zähle ich auch die Zeiten für kreative Eigenplanung, Schnitt etc.. Wenn man das Video sieht denkt man sicherlich. 30 Minuten Arbeit, klar.

Die Welle

Die Hauptzeit nahm dann die Koordination der Teilnehmer ein. Klar, wollte jeder wissen, was Marco Janck da so plant. Also viel SkypeChat und viel Mails schreiben. Das machte die Sache ziemlich aufwendig und trieb den Stundenansatz für mich persönlich massiv nach oben. Wieder kann man sagen: Selber schuld. Aber gerade das Testen der viralen Möglichkeiten war der Reiz. Einfach ein Video rauszuhauen wäre mir zu einfach gewesen.

Die Aktion

Je näher der Zeitpunkt der Publikation kam, umso aufgeregter wurde man dann auch. Im Grunde hatte man geglaubt alles im Rahmen der Möglichkeiten richtig gemacht zu haben, aber bis zum Schluss kamen immer so kleine Sachen dazu, die man doch vergessen hatte. Um 12.00 Uhr starteten wir also auf den SEOnauten mit dem Video und dem Post und genau in diesem Moment kam das ins Spiel, was eine Durchführung so wertvoll macht. Alles brach zusammen. Auf Grund der Tatsache, dass die Rauchmelder Experten ihre Aktion leider nicht selber betreuen konnte (war besprochen) versuchte ich dort behilflich zu sein. Diese Fokussierung hatte zur Folge, dass ich zunächst vergaß unser eigenes Video auf „öffentlich“ zu stellen. Krass. Dazu kam, dass das unterstützte Blog nicht wie mein Blog funktionierte und ein Eigenleben entwickelte. Fragen der anderen Teilnehmer per Skype, die gleichzeitig beantwortet werden mussten. Volles Chaos also.

Geplant hatten wir die Wellen in einem Abstand von 20 Minuten. Hört sich viel an, aber du glaubst nicht wie schnell 20 Minuten in der Situation weg sind. Irre. So ging es weiter und nach der zweiten Übergabe an Verdure wurde es ruhiger. So langsam spielte es sich ein und die Welle marschierte. Pink, pang, pong. Dann wieder ein Breakpoint. Die Übergabe von Berlin Info an PR funktionierte nicht, da der Serverumzug und der Relaunch bei PR nicht so ganz sauber lief und die Domain nur bedingt erreichbar war. Haha, dachte ich mir. So muss das laufen. Ok, schnell also mit der Youtube URL gearbeitet und den Post nachgeliefert. Der Verlust an Serverleistung hatte aber auch zur Folge, dass die Welle nicht zum nächsten Partner übergeben werden konnte. Keine Arme, keine Kekse und das zweite Problem war, dass nicht nur ich dies bemerkte, sondern auch die anderen Teilnehmer, die sich in guter Absicht dann im Chat meldeten. Wieder volles Chaos und verflogene 20 Minuten.

Den Höhepunkt fand das Chaos in der Verbreitung. Wer von euch war alles Andi 😉 ?

Die Aktion wurde dann langsam ruhiger und spielte sich ein.

Nach der Aktion

Als die Aktion so gegen 15:30 Uhr ihr Ende fand war ich schon erleichtert und wie es immer so ist. Nach der Anspannung kommt ein Tief. Dies zu wissen ist recht wichtig. Das bedeutet nicht, dass man jetzt depressiv wird, sondern man merkt einfach, dass der vorgehaltene Speicher an Kohlenhydraten aufgebraucht ist. Zeit sich erste Gedanken zu machen.

Fazit der Aktion

Es hat Spaß gemacht und ich habe wieder einmal sehr, sehr viel gelernt. Was haben wir da eigentlich gemacht. Am Ende der Aktion war der Träger im Grunde egal. Es ging um die Learnings und die Psychologie hinter der Aktion. Die für mich wichtigsten Learnings will ich hier kurz mit euch teilen:

1.
Alleine machen ist für eine solche Aktion zu wenig. Aber nur der Weg über das alleine machen zeigt die Schwachstellen direkt auf.

2.
Der Hauptwert der Aktion liegt nicht in dem Aufspringen auf die Welle. Er liegt in erster Linie im Teambildungsbereich. Ich glaube ich kann hier für alle Teilnehmer sprechen. Der verbindende Faktor der Aktion intern ist phänomenal. Ein Wert, den man sich sonst nirgends einkaufen kann oder viel, viel Geld bezahlt.

3.
Klar, einiges in der Aktion ist völlig chaotisch gelaufen. Aber ist es deshalb schlecht ? Die Sachen, die nach erster Sichtung schief gelaufen sind, sind im Grunde die Faktoren, die am organischsten sind. Soll man das also ändern ? Ich denke nicht. Das Chaos hat einen gewissen Charme und löst auch in Sachen SEO einige Probleme direkt.

4.
Wir hatten gestern auf unserem Post knapp 1500 Besucher. Das ist recht ordentlich, wie ich finde. Auf die große Harlem Shake Welle aufzuspringen in Sachen Traffic war utopisch und nie angedacht. Es ging viel mehr um den Spaß und es ist eine Kunst, diesen Fokus so zu behalten. Im Rahmen der Teilnehmerfindung habe ich oft die Frage gehört :“ Und was bringt uns das ?“ Genau das zeigt auf, wo die Denkweisen im SEO auseinander laufen. „Was bringen“ hat nicht immer etwas mit ROI zu tun. Es gibt auch sehr, sehr viele weiche Werte, die erst indirekt zu einem ROI führen.

5.
Der Kloutwert ist sprunghaft gestiegen. Haha. Das ist wohl mal richtig wichtig.

6.
Es einfach mal wieder gemacht zu haben war genau das Richtige. Genau diesen psychologischen Druck zu spüren, dem man bei einer solchen Aktion aussetzt wird ist wichtig und es zeigt ganz deutlich das auf was Social Media auch ist. Druckvoll in allen Bereichen. Social Media kann man spüren und andere spüren lassen. Klasse und für gefühlte 99 % da draußen total unentdeckt.

7.
Reaktionen hat es auch gegeben. Es ging von „Hej, coole Aktion“ bis „Jetzt ist auch mal gut, ich kann es nicht mehr sehen und hören“. Alle Seiten kann ich verstehen. Aber es ist eine Reaktion. Denkt mal darüber nach.

In diesem Sinne……

 

Hier auf Anregung nochmal alle Videos in einem Guss :

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

Marco Janck – who has written posts on .


8 Kommentare

  1. Nicole
    Nicole 20. Februar 2013 at 11:17

    Wusste ich doch, das es dir um deinen fallenden Klout-Score ging XD
    War ne lustige Aktion die lange seinesgleichen Suchen wird! Weißt du schon was über die Besucherzahlen der anderen? Konnten da vielleicht sogar Leads draus generiert werden? Das wären mal interessante Zahlen über dich ich mich sehr freuen würde. Hilft bestimmt auch so virale Aktionen an den Kunden zu bringen!

  2. Basti
    Basti 20. Februar 2013 at 13:54

    Ich glaube das es bei solchen Aktionen immer wichtig ist, eben nicht darüber nachzudenken welchen Profit man daraus zieht. Es stärkt, wie Marco sagte, massiv das Wir-Gefühl uns ist mit Sicherheit auch ein Zeichen nach Außen, dass die Arbeit auf viel Spaß macht oder machen kann. Und es hat viel Spass gemacht! Wenn es darüber hinaus auch noch Links gibt ist das wie die wie die „mini-cherry on the top of the regular cherry on top of the …… :-)

    Das nächste Mal betreuen wir unseren Launch auch selber 😉

  3. Tobi VERDURE
    Tobi VERDURE 24. Februar 2013 at 12:10

    Hi Marco,

    schönes Fazit zur Aktion. Als Erfahrungswert für Deine Leser auch hier unsere Zahlen, da wir in der Welle das 3. Video (von oben) sind :)

    Wir hatten 750 Besucher am Tag der Veröffentlichung im Blog, was schon mal sehr viel ist. Der Produktionsaufwand: ca. 2,5 Stunden Dreh, 1 Stunde Schnitt und 2 Stunden Kommunikation/Konzept.

    Als Teambildungsmaßnahme war es für uns als Internetagentur prima geeignet und wir haben sehr viele likes und shares gesammelt. Wir waren/sind im Gespräch bei den Leuten (Kunden, Partner und Freunde), was wir als sehr gut einstufen würden. Das Feedback war durchweg positiv.

    Am allerwichtigsten für uns war der Spaß im Team, mal wieder etwas Verrücktes gemacht zu haben. Das schweißt wahnsinnig zusammen und sorgt für geniale Stimmung. Daher nochmal an Dich großes Dankeschön für die geile Aktion!

    Liebe Grüße aus Stuttgart und bis zur CAMPIXX :)

    Tobi

  4. Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 08 | SEO Trainee - Ab hier geht´s nach oben

    […] nie angedacht. Es ging viel mehr um den Spaß (…).” Sein Fazit der Aktion könnt ihr auf seonauten.com nachlesen – derweilen läuft ein Zusammenschnitt der Videos übrigens auch auf […]

  5. roland
    roland 27. Februar 2013 at 23:47

    yeaaah, shake it!
    gangnammm :)

  6. Stefan Klenk
    Stefan Klenk 28. Februar 2013 at 13:45

    Schönes Fazit zur tollen Aktion!

  7. frank
    frank 28. Februar 2013 at 20:18

    Ich beginne zu begreifen 😉

  8. Manuel
    Manuel 1. März 2013 at 13:09

    Einfach verrückt 😀

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