Google Guidelines Neuerungen zum Linktausch

30. Juli 13 | ALLGEMEINES | 9 Kommentare| In 5 Minuten hast du es durch

Google Guidelines LinktauschDie Google Guidelines waren schon immer dazu gedacht, die Regeln auch für das Linkbuilding darzustellen. Die Google Guidelines zeigen sozusagen auf, wo sich SEOs tummeln dürfen und wo nicht bzw. mit welchen Techniken. Es ist das Google Strafgesetzbuch. Bei Verstößen droht nicht Haft, sondern Verbannung ins Exil. Das ganze unter Umständen ohne ein Gericht, sondern nur durch eine maschinelle Rechtsprechung.

Schon krass ;-). Aber wir wissen ja auch alle seit ewigen Zeiten, dass dies nur Sätze sind. Seit dem Bestehen der Suchmaschinenoptimierung geht es nicht darum, diese Werte einzuhalten und zu akzeptieren, sondern darum so weit wie möglich an die Kante des Erlaubten und Machbaren zu gehen ohne abzustürzen. Auch wenn wir die Erkenntnis in der SEO Branche mal außen vor lassen, dass saubere Projekte dauerhaft viel erfolgreicher sind, so ist es das noch die Basis.

Nun hat Google diese Guidelines am 18. Juli 2013 um einige Punkte ergänzt bzw. neue Formulierungen eingefügt (Siehe hierzu auch Blogpost von den Internetkapitänen). Ein paar davon möchten wir uns hier einmal rauspicken :

„Artikel-Marketing im großen Stil oder das Posten von Kampagnen als Gast mit Ankertextlinks, die viele Keywords enthalten“

Ganz wilde Formulierungen. Erst einmal das Wort Artikel Marketing. Im Grunde ist das PR Arbeit und wenn SEOs sich da schlau anstellen, dann ist diese Arbeit auch nicht als die Arbeit eines SEOs zu erkennen. Wie will Google das also jemals abstrafen. Selbst die Formulierung im großen Stil ist nicht zielführend. Ein Unternehmen, was sich sehr intensiv mit PR beschäftigt wird genau diese Links erzeugen und zu Recht erzeugen. Was soll also die Formulierung im großen Stil ? Das ist doch reine SEO Denke auf Seiten Googles. Klar, sind Artikel, die schlecht gemacht sind und offensichtlich zeigen, dass massivst verlinkt wird gegen die Richtlinien. Das war aber schon vorher so. Also fiel Rauch um Nichts und Artikelmarketing im Stil von PR ist ein tolles Mittel.

Textanzeigen oder native Werbung, wo Artikel mit Links, die PageRank weitergeben, bezahlt werden“

Für diese Formulierung trifft das zu, was ich oben schon beschrieben habe. Was bedeutet in dem Zusammenhang denn nativ. Versteckt aber direkt in den Content eingefügt ? Wenn das themenrelevant, hochwertig und passend ist, was soll Google dagegen haben ? Es wird doch am offenen Patienten eine Lösung gesucht, die längst in Stein gemeißelt war.

„Links mit optimiertem Ankertext in Artikeln oder Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verteilt sind.“

Das war auch früher schon in den allgemeineren Guidelines abgebildet. Es machte noch nie Sinn ohne Kontrolle mit harten Anchorntexten in Pressetexten zu verlinken. Zumindest nicht nach Penguin. Das jetzt anzupassen ist ebenfalls sinnlos und zeigt im Grunde die Hilflosigkeit des Ganzen.

Fazit

Im Grunde ist alles trotz der Änderung beim Alten. Links (auch wenn sie bezahlt sind) , die entstehen, weil man im Rahmen echter PR Arbeit oder mehrwertbringendem Contents agiert und das mit unternehmertypischen Systematik sind gute Links. Nach meiner Meinung hätte das nicht konkretisiert werden müssen. Im Grunde kann man die Google Guidelines in 3 Sätzen zusammenfassen, dass würde reichen.

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

Marco Janck – who has written posts on .


9 Kommentare

  1. Alexander
    Alexander 30. Juli 2013 at 12:01

    Ich glaube das es gut ist das Google transparenter und konkreter in seinen Aussagen ist. Insbesondere zu neuen Linkbuilding Methoden wie Advertorials oder Guest Blogging Stellung zu beziehen. Ich sehe immer wieder bei uns in den Seminaren wie viel Orientierung die SEO Entscheider in Unternehmen brauchen, da ja viele Agenturen den Anschein erwecken das Ihre Methoden in Ordnung sind. Schaut man sich aber was da teilweise verkauft wird ist man wirklich erschüttert.
    Danke Marco für die Zusammenfassung der neu erklärten Richtlinien
    Alexander

  2. Google-Richtlinien: Neues zum Linktausch – SEO.at

    […] Marco Janck von seonauten.com: […]

  3. Bastian
    Bastian 30. Juli 2013 at 13:46

    @Alexander: Google muss transparenter werden um wettbewerbsfähig zu bleiben. Transparenz erhöht die Sicherheit falls es mal gegen Google gehen sollte. Warum Google so offen kommuniziert hat Johannes Beus auf seiner Seoday Präsentation 2012 sehr schön begründet – diese findest du bei Slideshare :)

    @Marco: Ich denke schon, dass sich da etwas ändern wird. Mit Artikel-Marketing im großen Stil werden v.a. jene abgestraft die auf Blogs ihre Standard-Gastartikel streuen mit Ankertext-Linkbuilding. Bekanntes Beispiel in Deutschland war ein „Preisgekrönter Marktplatz: Freelancer für IT & Design“. Ich sage auch schon immer: Wenn Google Autoren anhand eines (zukünftigen) Ranks bewerten kann, dürfte das auch in die negative Richtung gehen. Algorithmisch lässt sich ein Footprint wie: „Dies ist ein Gastbeitrag von Max Mustermann“ dann einfach auswerten.

    Advertorials oder Sponsored Posts, also eindeutig gekennzeichnete werbliche Artikel die Linkstärke weitergeben sind natürlich nicht legitim – auch wenn entsprechende Blogger ihre eigene Meinung dazu kundtun, es wird immernoch eine Vergütung (sei es monetär oder als physische Ware) im Austausch für die Links gegeben. Beide Formate nehmen in letzter Zeit stark zu und auch hier findet noch keine Abstrafung zur Zeit statt.

  4. Google ändert Richtlinien zum Thema Linkaufbau

    […] Bei den Seonauten wurde das Thema ebenfalls behandelt: http://www.sumago.de/google-guidelines-neuerungen-zum-linktausch/ […]

  5. Michaela Straub-Dotter
    Michaela Straub-Dotter 1. August 2013 at 21:53

    Also mich als Newbie hier macht das ganze doch schon etwas kirre. Da versucht man mit seiner Site ja nicht zuviel zu machen weil man doch irgendwo gelesen hat das das übel bestraft wird :-). Die Seite soll ja schließlich nach vorne und nicht abstürzen.
    Und dann nach so einem Bericht denke ich dann wieder : Hmmm , also eigentlich könnte ich doch da mehr Power hineinstecken und da doch mal an die Grenzen gehen und mir ein paar Links kaufen ??

    *grübel*

    ich muss mir das alles nochmal überlegen :-)

    Viele Grüße

    Michaela

  6. Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 31
    Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 31 2. August 2013 at 12:00

    […] so gut. Insgesamt betrachtet bringen diese Änderungen jedoch wenig Neues mit sich. So schreibt SEOnaut Marco Janck, dass im Grunde alles beim Alten bleibt und die drei oben genannten Punkte gar nicht hätten […]

  7. Ralf
    Ralf 3. August 2013 at 15:20

    Es ist ja schon mal gut das Google immer wieder Tutorials herausbringt was sie mögen und was nicht. Schlecht ist aber das bei einer Abstrafung durch falsches Linkbuilding keine Nachricht erfolgt. Wer hier böse ist könnte seiner Konkurrenz ….
    Wenn hier noch die Kommunikation etwas verbessert werden würde wäre die Welt wieder einen Schritt weiter.

  8. Linktausch bei Bloggern - eine Analyse - Toolflow.de
  9. Von Linktausch und Google Richtlinien
    Von Linktausch und Google Richtlinien 8. August 2013 at 18:57

    […] Marco Janck aka Seonaut geschrieben hat spielt sich SEO immer auf der Grenze ab. Es geht also immer um das Austesten von Grenzen. Ich […]

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