Die Sache mit den SEO Referenzen

30. September 08 | ALLGEMEINES | 18 Kommentare| In 3 Minuten hast du es durch

Wer sich im Bereich Suchmaschinenoptimierung mit der Kundenbetreuung beschäftigt, wird wie viele andere Unternehmen auch mit dem Thema Referenzen in Berührung kommen. Wenn man sich den Bereich der SEO Firmen einmal anschaut, dann sieht man auch immer noch sehr viele Anbieter, die recht offenherzig ihre Referenzen in einer Liste präsentieren. Da liest man dann so Sachen wie

Keyword XXX bei Google auf Platz 1

oder

die Firma XXX ist seit Jahren Kunde von uns und mit Top Platzierungen sehr zufrieden.

Vielleicht habe ich ja eine verschobene Wahrnehmung, aber warum sagt man Google, dass man SEO für bestimmte Firmen macht ? Warum stupst man Google direkt auf das Thema. Meine Erfahrungen aus der letzten Zeit sind ganz anders. Seit ca. 2 Jahren läuft kaum noch ein Auftrag ohne Verschwiegenheitserklärung ab und das aus gutem Grund. Erstens, weil man seine Idee und sein Projekt schützen will, klar. Aber in zweiter Instanz auch zum Schutz des Kunden in Sachen Ranking. Ich will mir und keinem Kunden zumuten ins Google Fadenkreuz zu kommen mit dem Fokus auf Ranking und Suchmaschinenoptimierung. Es macht einfach heute in der teilweise sehr verrückt-sensiblen Suchmaschinenwelt keinen Sinn mehr Referenzen zu nennen. Wichtiger aus meiner Erfahrung ist das Klarstellen einer eigenen Reputation auf anderem Wege. In diesem Zusammenhang ist das Empfehlungsmarketing und -managment ein großes Thema. 

Klar, werden viele jetzt sagen, dass die Kunden was sehen wollen. Ja. Aber wenn man ihnen die Sache erklärt, dann verstehen die meisten das sofort. Schön ist es dann, wenn man Kunden hat, denen man die Sache mit dem Präsentierteller nicht erklären muss.

Und ich schränke auch nochmal ein. Es gibt kleine Bereiche, wo es nicht ganz so gefährlich ist. Aber um so dichter der Markt um so gefährlicher kann die Sache werden.

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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18 Kommentare

  1. White Hat
    White Hat 30. September 2008 at 10:06

    Was ist dagegen einzuwenden, sich als SEO zu erkennen zu geben wenn man sauberes White Hat SEO macht?

  2. Chriscind
    Chriscind 30. September 2008 at 10:12

    White Hat und Black Hat haben meist das gleiche Ziel – die Suchergebnisse zu den eigenen Gunsten zu beinflussen. Genau das, wird von big G eben nicht gern gesehen. Natürlich lässt sich das wohl nicht ganz vermeiden…

  3. Chriscind
    Chriscind 30. September 2008 at 10:19

    …sich irgendwie zu präsentieren, ich würde aber nie Kunden oder Projekte direkt in Verbindung mit SEO bringen!

    *sorry Marco, für die Schizophrenie!

  4. markus
    markus 30. September 2008 at 10:42

    Alles mal bitte unten rechts hier auf der Seite gucken und dann in das Impressum der verlinkten Seiten gehen :-)

  5. SEOnaut
    SEOnaut 30. September 2008 at 11:09

    @markus
    Ach komm, sei doch nicht so naiv. Glaubst du das ich hier so ein Statement ablasse und nicht weiss, dass ich es bei den Kunden der ersten Stunde nicht auch anders gemacht habe. Warum ist bei euch immer alles schwarz und weiss. Das Leben ist grau oder bunt. Glaube mir, dass das nicht die Kunden sind die ich meine. Ganz sicher.

    @Chriscind
    Ja, nenne mich so. Ich stehe dazu.

  6. NordSEO
    NordSEO 30. September 2008 at 11:20

    Ich stimme dir 100%tig zu. Und, in meinen Augen, gibt es noch einen weiteren Punkt. Ich bin der Meinung, dass man durch Referenzen nicht nur Kunden gewinnen kann, sondern auch Kunden abschreckt bzw. verliert. Wenn ich einen Kunden betreue, der z. B. regionale Keys hat und ich diesen Kunden als Referenz angebe, so wird es schwer weitere Kunden aus diesem Bereich zu bekommen bzw, wenn ich weitere annehme, wird es schwer den Alten zu halten. Es gibt halt nur einen Platz Eins und gute Strategien fallen auch nicht vom Himmel, das wissen auch die Kunden. Ein Problem, dass man auch ständig bei großen Full-Service-Agenturen sieht.

  7. Lukas
    Lukas 30. September 2008 at 15:23

    Referenzen soll man offen kommunizieren dürfen. Das ist die einzige Möglichkeit für unkundige potentielle Kunden die Leistungsfähigkeit eines SEO einigermassen zu erkennen.

    Wünscht ein Kunde nicht genannt zu werden, ist das natürlich zu respektieren.

  8. Christian
    Christian 30. September 2008 at 18:33

    Die Sache ist in der Tat ein größeres Problem, denn wer will eigene Projekte schon freiwillig zur Zielscheibe machen. Eine aus meiner Sicht gangbare Lösung wäre es doch aber, die Referenzen nicht „öffentlich“ (d.h. vor allem nicht im Netz) zu nennen, dafür aber in Foliensätzen und anderen Materialien, die nur Kunden (oder potenzielle Kunden) zu sehen bekommen. Der eine oder andere mag sowas zwar vor dem ersten Treffen sehen wollen, dieser Forderung kann man ja aber relativ gut begegnen.

  9. torsten
    torsten 30. September 2008 at 21:58

    Referenzen sind schon eine sehr angenehme Vertriebsunterstützung. Aber es kommt vielleicht auch darauf an wie man diese vermittelt. Ich würde um meine Kunden aus dem SEO Bereich vor unnötigem Mitbewerberdruck zu bewahren, keine öffentlichen Statements dazu abgeben. Es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, einem potentiellen Neukunden SERPs zu zeigen und die Maßnahmen zu erläutern. Wenn man das noch Branchenneutral macht, sprich ich zeige z.B. einem Finanzmakler eine Uhrenshopseite, dann sehe ich darin auch keinen Wettbewerbsnachteil für meinen Kunden. Wobei über eine gewisse Schwelle hinaus grundsätzlich Stillschweigen angeraten ist.

  10. markus
    markus 1. Oktober 2008 at 10:40

    @SEOnaut: Ein bisschen Ironie darf doch sein, oder? :-)

    Mir ist klar, dass du nicht diese Kunden gemeint hast.

    NordSEO spricht den regionalen Aspekt ganz gut an. Hat mein einen Kunden aus einer regionalen Branche, sollte es tabu sein auch andere Kunden aus dieser Branche zu nehmen. Dies sollte/muss man offen kommunizieren.

  11. Schmelnik
    Schmelnik 1. Oktober 2008 at 23:29

    Google empfiehlt sogar SEO für eine Webseite zu betreiben (http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=35291 ). SEO ist erlaubt, also sollte es auch keine negative Auswirkung für die Referenzseite geben. Solange SEO betrieben wird und kein SPAM, so hat auch Google kein Problem damit.

    Ich selber würde nie Referenzen zeigen. Jeder Kunde sollte diskret behandelt werden.

  12. SEOnaut
    SEOnaut 2. Oktober 2008 at 10:52

    Wer Google alles glaubt, ist schon auf dem Holzweg.

  13. Tom
    Tom 2. Oktober 2008 at 11:13

    So lange man sauber arbeitet, kann man auch Referenzen veröffentlichen….imho. Und welche Agentur, welche Kunden hat, lässt sich auch ohne Referenzen mit etwas Mühe herausfinden. Wegen Google würde ich mir gar keine Gedanken machen, die wissen es eh und benötigen keine Referenzen.

  14. Chriscind
    Chriscind 2. Oktober 2008 at 21:51

    @Schmelnik
    ich denke das ist einer der Hauptpunkte – welcher Kunde möchte das schon gerne. Ein kleines Referenz-PDF für interessierte Kunden taugt ja auch wa.

    @SEOnaut

    jo, das mit den Nicknames ist so eine Sache, Asche über mein Haupt

  15. Schmelnik
    Schmelnik 3. Oktober 2008 at 3:24

    @ seonaut
    das stimmt, alles darf man auch nicht glauben

  16. Sergej Müller
    Sergej Müller 4. Oktober 2008 at 10:53

    Ich hatte mal ausgewählte Kunden (Kunden einer wpSEO PREMIUM-Lizenz) gefragt, ob ich den Namen des Unternehmens auf die Referenzliste des WP-Plugins setzen darf. Keiner hat zugestimmt. Soviel zum Thema.

  17. Wo es einem SEO die Nackenhaare aufstellt » Seokratie

    […] “Wieso stehen ihre Kunden denn nicht auf ihrer Webseite?” Darum. […]

  18. Spitzhacke
    Spitzhacke 23. Dezember 2008 at 14:03

    Vielleicht sollte man seine Referenzkunden nur in seiner Robots.txt eintragen *muääääääääääääähhhh*

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