Die 6 größten Hürden im Content Marketing

23. Februar 16 | CONTENT MARKETING NEWS | Keine Kommentare| In 16–19 Minuten hast du es durch

Erfolgreiches Content Marketing ist nicht leicht, denn sonst könnte es jeder. Skills und Erfahrungen tragen maßgeblich dazu bei, gute Ideen zu finden und umzusetzen. Doch zugeben, auch Profis haben mit bestimmten Aufgaben ihre Schwierigkeiten. Im heutigen Beitrag stellen wir die sechs größten Hürden im Content Marketing vor.

Hürden im Content Marketing

1. Erstellung von Content, der funktioniert

Kampagnen sind nur erfolgreich, wenn der eigentliche Content „funktoniert“, d.h. er muss den Nutzer ansprechen und ihn außerdem zum Handeln bewegen. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass Inhalte geliked, kommentiert oder im besten Fall geteilt werden, um daraufhin bestmöglich viral zu gehen.

Bereits unzählige Experten haben sich dazu geäußert, über welche Eigenschaften der Content verfügen müssen. Es gibt tausende Blogbeiträge, die persönliche Meinungen und Ratschläge enthalten. Bricht man sie herunter, dann sollten gute Inhalte für das Content Marketing primär über folgende Eigenschaften verfügen. Sie

  • erzeugen Aufmerksamkeit
  • wecken den Wunsch, mehr zu erfahren,
  • berühren auf emotionaler Ebene,
  • liefern etwas, das einmalig und somit nicht anderswo erhältlich ist,
  • sind informativ oder unterhaltend – oder auch beides.

Für das Content Marketing genügt es nicht, die eigentliche Information zur Verfügung zu stellen. Es gilt sie entsprechend aufzubereiten, damit der Content wirkt. Diesbezüglich sind außerdem folgende Punkte zu beachten.

Eindeutige Botschaft transportieren:
Sie sollte sofort erkennbar sein oder zumindest angedeutet werden.

Klare Struktur:
Vorhandensein eines roten Fadens, der den Nutzer an die Hand nimmt. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Text-, sondern ebenso für Bild- und Videoinhalte.

In der richtigen Sprache verfasst:
Je nach Zielgruppe ist eine andere Sprache zu wählen. So wollen beispielsweise Jugendliche anders als Wissenschaftler angesprochen werden. Wording, Bildsprache und auch Umfang der Information sind entsprechend abzustimmen.

Je nach Zielsetzung kann es sich ergänzend empfehlen, Inhalte am Ende zusammenzufassen oder eine Frage zu stellen, die den Nutzer beschäftigt. Einige Content Produzenten setzen wiederum auf kontroverse Aussagen, um ihre Zielgruppe damit somit zum Nachdenken zu bringen.

2. Die richtigen Kanäle und Content-Formate wählen

Nie zuvor war die Anzahl der Kanäle, über die sich ausgewählte Zielgruppen erreichen lassen, so groß. Einst gab es nur die Zeitung, später folgten dann Radio und TV. Heute ist noch „das Internet“ hinzugekommen – ein Medium, das die Anzahl der Kanäle nochmals deutlich erhöht hat. Man halte sich nur die zahlreichen Suchsysteme, Blogs und Social Plattformen vor Auge. Allein im Social Umfeld gibt es so viele Möglichkeiten, dass es nicht immer leicht ist, sich festzulegen.

Der richtige Kanal für das Content Marketing

Die Praxis zeigt, dass sich Unternehmen oft zu viel vornehmen. Sie verfolgen das Ziel, sämtliche Kanäle zu bespielen – meist von der Angst getrieben, ein Mitbewerber könnte sie ansonsten schlagen. Doch eine Sache ist nicht außer Acht zu lassen: Je mehr Kanäle bespielt werden, desto größer die Arbeit. Zugleich besteht das Risiko, dass sich das Content Marketing auf einigen der Kanäle gar nicht auszahlt.

Umso mehr macht es Sinn, sich zunächst zu fragen, welche Kanäle überhaupt von Bedeutung sind. Wer z.B. die „Silver Surfer“ ansprechen möchte, wird diese wohl kaum auf Instagram oder Snapchat erreichen. Keine Frage, einige Personen werden auch dort zu finden sein, aber sicherlich nicht die große Mehrheit.

Einer der wichtigsten Maßnahmen im Content Marketing besteht deshalb darin, zunächst herauszufinden, wo die Zielgruppe überhaupt zu erreichen ist. Anschließend gilt es sich auf genau diese Kanäle zu konzentrieren – selbst wen es am Ende nur ein einziger Kanal ist. Schlussendlich geht es darum, diese Kanäle perfekt zu beherrschen, d.h. zu wissen wie sie funktionieren und Content-Formate zu entwickeln, die dort am besten wirken.

3. Momentum aufbauen

Bis zu diesem Punkt haben wir zwei Dinge gelernt. Erstens, es gilt brillante Ideen zu entwickeln und sie dann in die richtige Form zu bringen. Zweitens, die geschaffenen Inhalte sind anschließend auf den richtigen Kanälen auszuspielen.

Wer diese Aufgabe meistert, kann – sofern wirklich alles passt – bereits beim ersten Anlauf einen Volltreffer landen. Man denke nur an den Mixerhersteller Blendtec, dessen erstes Video („will it blend?“) von einem Praktikanten als Low-Budget Produktion umgesetzt wurde und schon kurz darauf von Millionen Menschen in aller Welt gesehen wurde.

Doch seien wir ehrlich: Heute ist die Informationsflut im Web so groß, dass es zumeist mehrerer Anläufe bedarf, um Erfolge zu erzielen. Außerdem ist der „Ruhm“ nicht von Dauer, für nachhaltige Erfolge ist es unverzichtbar, Momentum aufzubauen. Gemeint ist das ständige Nachliefern neuer guter Inhalte, um damit weitere Menschen zu erreichen und bestehende Fans zu binden. Aber genau hiermit tun sich viele Unternehmen unglaublich schwer. Die folgenden beiden Tipps verschaffen Abhilfe.

Tipp 1: Redaktionskalender erstellen

Ein echter Klassiker, der von weitaus größerem Nutzen ist, als allgemein vermutet wird. Er legt fest, zu welchem Zeitpunkt welche Inhalte zu veröffentlichen sind. Natürlich kann er spontane kreative Einfälle nicht erzwingen, doch zumindest gewährleistet er eine fortlaufende Veröffentlichung von neuem Content. Außerdem hilft er dabei, bedeutsame Zeitpunkte (z.B. Weihnachten, Ferien etc.) rechtzeitig als solche zu erkennen. Insgesamt sollte ein Redaktionskalender folgende Details festlegen.

  • Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Thema
  • Autor
  • Aktueller Status
  • Verantwortlicher

Das Momentum im Content Marketing

Tipp 2: Einheitlichen Workflow entwickeln

Ein standardisierter Workflow für die Entwicklung, Produktion und Veröffentlichung der Inhalte macht viele Dinge leichter. Weil der Ablauf jedes Mal derselbe ist, sind nach kurzer Zeit alle Beteiligten damit vertraut. Erfahrungsgemäß werden die einzelnen Prozesse dadurch beschleunigt und zudem verringert sich das Risiko des Einschleichens von Fehlern.

Ein Patentrezept für einen Content-Marketing Workflow können wir an dieser Stelle jedoch nicht liefern. Schlussendlich kommt es ganz darauf an, wer die Produktion übernimmt, wie viele Menschen daran beteiligt sind und welche Formate es zu bedienen gilt. Es kann daher einige Durchgänge erfordern, bis der ideale Workflow gefunden ist.

4. Content Effectiveness messen

Die Produktion von Content sowie das anschließende Seeding dienen nicht dem Zeitvertreib, sondern sollen etwas bewirken. Ob dies geschieht, lässt sich nur per Messung ermitteln. Allerdings kommt es in der Praxis sehr oft vor, dass Verantwortliche die falschen Daten heranziehen. Noch immer beschränken sich viele darauf, die Anzahl der „Likes“ oder „Shares“ zu messen.

Am Ende geht es beim Content Marketing um mehr. Ganz egal wie viele „Likes“ man auch generiert, schlussendlich müssen sich die Maßnahmen in irgendeiner Form bezahlt machen. In diesem Zusammenhang wird auch von der so genannten Content Effectivesness gesprochen.

Die Content Effectiveness ist nur sehr eingeschränkt anhand von „Likes“ und ähnlichen Daten messbar. Viel entscheidender ist der Einfluss auf die Erreichung von Marketingzielen sowie ggf. übergeordneten strategischen Unternehmenszielen.

Verkauf & Lead Generation:
In welchem Maße trägt das Content Marketing zur Steigerung der Umsätze bei?

Kundenbindung:
Wie entwickelt sich die Treue der Kunden?

Branding:
Sind Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Marke festzustellen?

Für jeden dieser Bereiche lassen sich Daten ermitteln und für eine Bewertung heranziehen.

Verkauf:
Absatzentwicklung

Lead Generation:
Quantiative Entwicklung der relevanten Leads

Kundenbindung:
Wiederkehrende Käufer; Käufer, die weiterhin Inhalte konsumieren

Branding:
Website Traffic; Reaktionen in sozialen Medien, langfristige Absatzentwicklung

5. Content Marketing ROI ermitteln

Nachdem ermittelt wurde, ob das Content Marketing einen angemessenen Beitrag zur Unterstützung der strategischen Ziele leistet, ist es an der Zeit, den hiermit verbundenen Aufwand zu bewerten. Wenn beispielsweise mehr Leads generiert werden, aber die Kosten des Content Marketings höher als der zusätzlich generierte Gewinn liegen, lohnt sich der Aufwand nicht.

Umso bedeutsamer ist es, weitere Kennzahlen heranziehen. Welche einzelnen Kennzahlen von Bedeutung sind, hängt vom jeweiligen Geschäftsmodell ab. Unabhängig davon ist eine Sache entscheidend: Aussagekräftige Zahlen stehen nur zur Verfügung, wenn ein gutes Tracking existiert.
Customer-Lifetime-Value: Wie viel ist ein einzelner Kunde wert? Größere Warenkörbe oder häufigere Bestellungen pro Kunde, verbessern die Kennzahl.

Lead-Conversion:
Wie viele Lead Anfragen werden schlussendlich in echte Kunden verwandelt?

Entwicklung der Lead-Kosten:
Wie viel kostet ein Lead im Durchschnitt; welchen Einfluss hat das Content Marketing auf diese Kosten?

Ebenso gibt es KPI’s, die nicht ganz so global zu interpretieren sind, es dafür aber gestatten, einzelne Kampagnen besser zu bewerten.

CTA-Conversion:
Wie viele Besucher füllen Formulare aus?

Einzelverkäufe:
Wie entwickeln sich die Verkaufszahlen, wenn einzelne Produkte gezielt gefeatured werden?

ROI

6. Das Problem mit dem kleinen Budget

Noch immer ist Content Marketing ein Thema, an das sich viele Unternehmen nur vorsichtig herantrauen. Als Folge stehen häufig nur kleine Budgets bereit, mit denen die zuständigen Mitarbeiter oder auch Dienstleister zurechtkommen müssen.

Entscheidend in solch einer Situation ist, dass die Betroffenen nicht klagen, sondern die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen clever nutzen. Was gerne unterschätzt wird: Für Erfolge im Content Marketing ist es nicht zwingend erforderlich, mit großem Budget zu arbeiten. Am Ende entscheiden die Idee, das gewählte Format und das Seeding über Erfolg oder Misserfolg!

Beherrschung verschiedener Content-Formate:
Wenn zum Beispiel ein Team über keine ausreichende Kompetenz in Sachen Videoproduktion verfügt, sollte es sich auf sehr einfache Videos oder ggf. auf andere Formate konzentrieren. Es gibt genügend Alternativen, die ebenfalls hervorragend funktionieren.

Ideenfindung nicht nur einer Person überlassen:
Das „Ausbrüten“ guter Ideen kostet Zeit. Je mehr Personen an der Ideenfindung beteiligt sind oder zumindest Ideen vorschlagen dürfen, desto schneller wächst der Ideenpool. Zumal es sogar möglich ist, hierbei Personen einzubinden, die sonst mit Marketing überhaupt nichts zu tun haben. Es kann zum Beispiel sein, dass einem Vertriebler eine gute Geschichte einfällt oder er auf Themen aufmerksam wird, die bei Kunden auf großes Interesse stoßen.

Quick and Dirty:
Die Qualität der Ideen ist viel entscheidender als das Budget. Notfalls lassen sich auch mit sehr bescheidenen Mitteln tolle Ergebnisse erzielen. Je nach Kampagne ist es beispielsweise nicht zwingend erforderlich, eine rawfähige-Videokamera einzusetzen. Im Quick and Dirty Ansatz wäre es z.B. gestattet, zum iPhone zu greifen.

Mikroformate:
Simple Beiträge, die nur auf einem einzigen Bild basieren, können eine enorme Wirkung entfalten. Wer dies nicht glaubt, sollte sich nur einmal ansehen, welche Beiträge auf Facebook die mit Abstand größte Reichweite erzielen. Hier geben nicht Videos den Ton an, sondern Bilder und kurze Texte.

Fazit zu dem 6 größten Hürden im Content Marketing

Es dürfte klar geworden sein, weshalb sich so viele Menschen mit dem Content Marketing schwer tun. Damit sich nachhaltige Erfolge einstellen, ist eine ganze Reihe an Hürden zu meistern. Doch es hilft bereits weiter, diese Hürden mitsamt der passenden Lösungen zu kennen. Wer seinen Workflow entsprechend abstimmt, wird tolle Kampagnen entwickeln und sie erfolgreich umsetzen.

Außerdem gilt es sich eine Sache vor Augen zu halten: Nicht nur man selbst hat mit den aufgezeigten Hindernissen zu kämpfen. Allen anderen geht es genau gleich – und zwar ganz unabhängig davon, welches Budget ihnen zur Verfügung steht.

Über den Autor

Jochen Meyer – who has written posts on .


Leave a Reply

Kontakt

SUMAGO GmbH
SEO AGENTUR
Tel : +49 (0)3379 201192
Kontaktformular
Marketing Platoon | Partner | Jobs | Blog
Presse | Sitemap | Impressum | Wiki
Deine SEO Agentur in Berlin & Deutschland

Pin It on Pinterest

marco-janck

Wo bleibst du denn?

Verpasse nie wieder Neuigkeiten aus dem SUMAGO-Universum. Egal, ob Events, Podcats, News, Tipps & Tricks. Wenn Du Dich jetzt für den Newsletter anmeldest bleibst Du immer Teil der erfolgreichen SUMAGO-Community.

Worauf wartest Du?

Come in and find out

Deine Anmeldung war erfolgreich! THX