Der SEO – Das Arschlochkind

23. November 12 | SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG | Keine Kommentare| In 10 Minuten hast du es durch

Nun bin ich schon sehr lange im Bereich der Suchmaschinenoptimierung tätig und kann mich sehr gut an meine Anfänge erinnern. Es ging im Grunde darum mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Dabei wurden alle Tricks und Kniffe genutzt, die der frisch aufkeimende Markt für Onlinemarketing hergab. Die Basis stellte dabei das „Gamen“ von Suchmaschinen dar. Was in den Anfangszeiten der Suchmaschinen und auch zu Beginn der Google Zeit noch möglich war, ist jetzt rückwirkend betrachtet schon wirklich irre. Ich war dabei nie einer, der sich direkt mit dem Gesetzt angelegt hat. Das war mir immer wichtig.

SEO Arschlochkind

Früher ging es echt leicht und die Hebel hatten wirklich nur wenige verstanden. Genau zu dieser Zeit entwickelte sich eine gewisse Aura um das Thema SEO und die öffentlich agierende SEOs.

Sie wurden als Spammer wahrgenommen
(weil sie halt gespammt haben)

Sie wurden als Trickser wahrgenommen
(weil sie halt getrickst haben)

Sie wurden als arrogante, geldgeile Feiertypen wahrgenommen
(weil viele wirklich so waren)

Genau aus dieser Zeit stammt ein allgemein schlechtes Gesamtbild des SEOs, welches wir bis heute mit uns rumschleppen. Doch die damals Mittezwanziger sind im Laufe der Zeit erwachsen geworden. Viele aus der damals wilden Zeit haben die Zeichen der Zeit erkannt und eigene Unternehmen gegründet. Ihre Vergangenheit hat sie zu dem gemacht, was sie heute sind. Ob die Vergangenheit zu bereuen ist, wage ich jetzt mal in vielen Teilen zu bezweifeln. Es war halt ein Teil der SEO Evolution.

Ganz getreu dem Motto: Aus Chaos entsteht wahre Veränderung und die ist entstanden.

Die Frage ist also, was wir im Jetzt mit dem Ruf von damals machen. Ich habe da im Laufe der letzten Wochen und Monate viele interessante Meinungen aus dem SEO Lager gehört :

„Ist doch toll, dass wir uns abgrenzen.“

„Die Abgrenzung gibt uns einen elitären Charme“

„Wir müssen das Mystery Ding um jeden Preis erhalten“

„Wenn wir das Image abgeben, werden wir den Markt kaputt machen“

und vieles mehr.

Ich für meinen Teil sehe das seit einer geraumen Zeit ganz anders und ich glaube, dass ein Perspektivwechsel auf allen Seiten anzustreben ist. Um das aber ein wenig besser zu beleuchten, werde ich hier mal versuchen einige Perspektiven aufzuzeigen :

Der „Oldschool“ SEO“

Er hat im Grunde längst verstanden, dass SEO viel mehr ist, als das Gamen von Suchmaschinen. Es geht darum das große Spiel zu erkennen und in diesem erfolgreich zu bestehen. Das funktioniert dabei auch ohne den Fokus auf SEO zu verlieren. Diese SEOs haben erkannt, dass die Welten des Marketings zusammenwachsen. Sie wissen, dass SEOs mit ihrem Wissen und globalen Marketingverständnis eine gute Chance haben, sich im zukünftigen Spiel zu positionieren. Ein weiterer Punkt kommt aber noch dazu. Die echten „Oldschool“ Zeiten liegen 12 Jahre zurück. Die Menschen hinter dem Spiel sind allesamt älter geworden. Ich kann mich da nicht ausnehmen 😉
Mit dieser Alterung ging und geht ein Reifungsprozess einher, der nur natürlich ist. Mit dem Reifeprozess entstehen neben, den SEO Know (bei den meisten) auch soziale Kompetenzen und mentale Fähigkeiten, die eine andere Sichtweise erst ermöglichen. Wer sich einmal das Gehaltsgefüge im Bereich SEO anschaut, der wird feststellen, dass zwar immer noch ganz gutes Geld verdient wird, dass aber die richtig großen Posten zu den Menschen fließen, die dieses globale SEO Marketingverständnis haben und die die soziale Kompetenz zur Mitarbeiterführung haben.

Da wohl viel an Nachwuchs nachkommt (was sehr positiv ist) muss auch eine Struktur von Menschen mit Führungskompetenzen entstehen.  Wenn wir also davon sprechen, dass es zu wenig SEOs gibt, dann sprechen wir im Grunde noch mehr davon, dass es zu wenig „gute SEOs“ gibt, die die bezeichneten Kompetenzen mitbringen. Zu mindest wenn wir auf die jetzige und auch zukünftige Bezahlung schauen.

Der „Einsteiger SEO“

Klar, kommen jetzt viele neue Menschen in die SEO Industrie und das ist auch gut so. Vielen von ihnen nehmen das SEO Feld aber noch so wahr, wie ich es oben beschrieben habe. Viel Geld verdienen, feiern und Spaß haben. Doch die Karawane ist weiter gezogen und man muss sich nicht die SEO Weihen ersaufen, besonders fies oder Black sein. Man muss einfach einen guten Job machen, mehr nicht. Für den Weg in die persönliche Reputation gibt es ganz klar ein paar Tricks aber grundsätzlich passt es so. Das Problem hier ist also, dass es unten Leute gibt die unbedingt rein möchten (oder froh sind gerade reingekommen zu sein) und oben Menschen, die schon so lange drin sind, dass sie mal aus der Box schauen wollen ohne das Nest zu verlassen.

Jetzt kommen wir aber zu der völligen Perspektiveränderung :

Die SEO Wahrnehmer da Draußen

SEOs haben einen beschissenen Ruf in der „normalen“ Internetwelt. Punkt. Viele möchten mit SEOs nichts zu tun haben. Also nicht wirklich. Also nur da, wo sie ihnen selber auch Erfolg bringen 😉 Das ist sehr vielschichtig. Fakt ist. Wir SEOs sind die

Arschlochkinder des Onlinemarketings

Die Frage ist also, ob wir diesen Ruf pflegen sollten oder ob wir uns „bewegen“.

Ich selber bin der Meinung, dass wir Brücken schlagen müssen. SEO muss sich nicht verstecken. Es beinhaltet einen nachweisbaren Mehrwert auch ohne negativ Image.

Viele haben sicherlich festgestellt, dass ich zu den Menschen gehöre, die das Nest nicht verlassen, aber für sich das Recht in Anspruch nehmen den Kopf aus der Box zu strecken. Genau dabei habe ich festgestellt, dass der Weg für uns SEOs da draußen sehr mühseelig ist. Ich bin da gerne ein Wegbereiter. Würde mich aber auch darüber freuen, wenn ihr diesen Weg mitebenen würdet. Ich glaube, dass dies allen SEOs da draußen helfen wird.

FAZIT

Wir sind in der Zukunft alle gesamt dafür zuständig, wie „der SEO“ wahrgenommen wird. Ein besseres Image für SEOs wird jedem einzelnen nutzen und die Wege leichter machen. Also macht mit.

Achtung: Auf dem Weg in die normale Welt werden euch viele Trolle begegnen. Beachtet die einfach nicht.

Und bedenke dabei mmer an die 3 Regeln :

Nicht labern, sondern machen

Nicht labern, sondern machen

Nicht labern, sondern machen

Bild © luzitanija – Fotolia.com

Über den Autor

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Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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