Das Pressearbeit wichtig ist, muss man nicht weiter erklären. Jedoch hört man immer wieder auch das Argument, dass gute Arbeit sich früher oder später auch im Bereich Presse, Funk und Fernsehen durchsetzen wird, auch ohne für künstliche “Beschleunigung” gesorgt zu haben. Wenn man ganz naiv an die Sache heran geht, dann sollte dies auch stimmen. Immerhin sollte man schon annehmen können, dass die Redaktionen auch Sachen in bestimmten Themenfeldern wahrnehmen, die nicht über den dpa Ticker laufen.
Nun haben wir ja im normalen Alltag eine Menge mit Pressearbeit zu tun und kennen die” normalen” Wege. Umso interessanter war es einmal ein Beispiel dafür zu finden, dass sich selbst gehypte Nischenthemen nicht den Weg in den redaktionellen Stream erarbeiten können.
Das Beispiel ist die SEO CAMPIXX, die am letzten Wochenende in Berlin stattgefunden hat. Die Veranstaltung wurde seit der Entstehung in Sachen Presse deutlich unter dem Radar gehalten (sprich es wurde keine Pressearbeit gemacht) und es zeigt sich, dass sich trotz der massiven Verbreitung in der Nische SEO das Event nicht in die Redaktionen vorarbeiten konnte.
Nun war es ja klar, dass die großen Blätter, dieses doch sehr kleine Event nicht richtig wahrnehmen würden, aber so thematische Blätter, wie die Internet World Business hätte man dann doch irgendwann erwartet. Doch Fehlanzeige.
Liegt das jetzt daran, dass gerade diese Blätter die SEO Szene eigentlich nicht richtig wahrnehmen oder ist es einfach so, dass kein Geld für eine Erwähnung geboten wurde. Letzteres scheint eher der Fall zu sein, wie die zahlreichen erwähnten anderen Events, die Geld bezahlt haben beweisen.
Will sagen, egal wie gut euer Produkt ist, ihr müsst rauf auf den Stream, wenn ihr wahrgenommen werden wollt. Pressearbeit muss also sein, wenn ihr in normalen Vetriebsrastern denkt. Alles andere wäre schön, ist aber unrealistisch.
Der Bild Artikel zur CAMPIXX ist dabei nicht aussagekräftig, da der Artikel auf den Kontakten eines Teilnehmers basiert.






Ich denke die Redaktionen werden überflutet von mehr oder minder wichtigen Mitteilungen, Einladungen, pipapo. Wenn man da für einen Event von sich aus nicht zusätzlich trommelt, passiert es schnell dass er links liegenbleibt. Noch dazu wollen die Redakteure/innen auch gern bisschen hofiert werden, um ihnen zu zeigen dass man sie ja schon auch ganz gern hat. Daran hat sich bislang nix groß geändert…
So ganz ohne Pressearbeit wird es schwer, in der täglichen Flut der Informationen zu bestehen. Content regiert halt nicht allein… Es ist auch immer nötig, die Inhalte und Informationen aktiv bei den Redaktionen zu platzieren, um diese rechtzeitig zu erreichen.
Nur von der Existenz eines Events zu wissen, genügt selten, um darüber zu berichten oder es gar selbst zu besuchen. Statt Geld braucht es vielmehr detaillierte Informationen, an denen es bei guten Veranstaltungen auch selten mangelt.“
btw: Für Berichterstattung über Veranstaltungen ist bei uns bisher auch noch kein Geld eingegangen…Entweder war die Bankverbindung falsch oder das Konto schon voll
Pressearbeit ist schon sehr wichtig, das stimmt. Geld allerdings bei den ernstzunehmenden Medien niemals. Da kommt es einfach auf die Geschichte an. Hier sollte man schon versuchen, es einer Redaktion so einfach und so schmackhaft wie möglich zu machen. Übrigens: auch “Fachblätter” brauchen in der Regel einen Schubs in die richtige Richtung. Denn die sind meistens ebenso dünn besetzt wie Tageszeitungen – für Investigation ist da nur selten Zeit. Nur wer einen interessanten Teaser vor den Augen des Redakteurs platziert, wird Erfolg haben.
Ich denke die Mischung machts, wie fast immer… Einerseits helfen Pressmittleilungen sicherlich auch beim Thema Linkbuilding. Die Frage die ich mir jedoch stelle, wenn bei zuvielen Presseportalen ein und derselbe Text hinterlegt wird und man selbst die Pressemitteilung veröffentlicht, wie wird dann das Thema “Doublicate Content” gehandhabt?