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Negative Folgen von Social Media im SEO

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Geschrieben von Marco Janck am 27. April 2011 , abgelegt unter SEO Basics

Der Bereich Social Media wird seit Jahren gehypt wie kaum ein anderer. Die einen nennen es mittelbare Demokratie, die anderen reine Zeitverschwendung. Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Ansichten. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung hat Social Media einen großen Nachteil, den wir bei unseren Analysen immer wieder feststellen können und das ist die direkte Produktion von NoFollow Links für Internetseiten bei starker Aktivität in der Blogosphäre..

Die Basis von Social Media im Unternehmensumfeld ist dabei sicherlich ein Blog. Ein Blog ist so etwas wie die Eintrittskarte in die Welt der sozialen Medien. Ein Blog schafft die Basis für Diskussionen zu Themen, die für den Betreiber selber interessant erscheinen oder von denen der Betreiber denkt, dass sie für die Nutzer interessant sein könnten. Dies ist zu mindest so, wenn man einen Blog unter dem Gesichtspunkt von Social startet.

Der nächste Schritt ist zu verstehen, dass ein solcher Blog mit Leben (im Sinne von Besuchern) gefüllt wird, wenn man sich mit anderen aktiven Bloggern vernetzt. Dies geschieht in aller Regel über direkte Kontakte, die Aufnahme auf Partnerseiten oder in den Blogroll. Im Bereich der direkten Kontakte wird jeder aktive oder verantwortliche Blogger auf das so genannte “Mitmachweb” setzen. Immer frei nach dem Grundsatz: ” Wenn ich mit anderen kommuniziere, werden sie aufmerksam, nehmen mich als Person und als verlinkenden Blog auch wahr und merken ich beteilige mich an dem was passiert”. Dies ist sicherlich der passende Ansatz, um einen Blog im Sinne der Blogosphäre oder um sich als Person und Blogger bekannt zu machen (und begleitend auch vielleicht das eine oder andere Produkt ;-) .

Doch es passiert dann anscheinend ziemlich schnell, dass der Blog im Unternehmen oder rein beim Betreiber in irgend einer Form Spaß zu machen scheint. Für viele Betreiber und Verantwortliche ist es ein tolles Gefühl zu sehen, dass der Traffic über einen Blog steigt und die dahinter liegende Marke vielleicht besser wahrgenommen wird. So wachsen ziemlich viele Blogs mit viel Einsatz und Eifer zu echten Trafficquellen. Jedem Kunden würde ich im Rahmen der Unternehmensentwicklung genau zu dieser Form der Verbreitung und Reputationsbildung raten. Aber es gibt eine dunkle Seite, die wir in der Suchmaschinenoptimierung leider immer wieder entdecken.

Aktive Teilnahme an der Blogosphäre geht mit dem Schreiben vieler Kommentare einher. Nicht weil man als Spammer in irgend ein Weltrekord Buch kommen will, sondern weil man sich halt austauschen will. Diese Aktivität hat zur Folge, dass sehr viele der entstehenden Links No Follow Links sind und somit keinen Trust an die verlinkt URL weiterleiten.

Viele Webmaster haben im Bereich SEO einige Fakten aufgesaugt und wissen, dass die Anzahl der Links eine wichtige Rolle beim Ranking spielt. Sie sehen also mit dem Anwachsen des Blogs eine schöne Entwicklung im Bereich der allgemeinen Backlinks. Einen Wert, den man als reine Linkpopularität bezeichnet.

Viele wundern sich dann, dass trotz Anwachsen der Links das entsprechende Ranking im  Vergleich zu den Mitbewerbern ausbleibt. Gerade hier stoßen dann viele Seitenbetreiber an ihre natürlichen Grenzen. Es entstehen Fragen, die dann wieder klar machen, dass der Bereich SEO noch lange nicht tot ist.

Die Fragen werden aber nur beantwortet, wenn man sehr tief in die vorhandene Linkstruktur eintaucht. Zur Durchführung solcher Tauchgänge bedarf es passender Tools. Ein sehr leistungsfähiges Toolset in diesem Bereich sind die Link Research Tools von CEMPER. Einem Toolset, dass ausschliesslich auf das Zusammentragen von Links und deren Bewertung spezialisiert ist. Auf Basis eines Beispiels will ich kurz darstellen, wie sich die genannten Social Media Aktivitäten negativ auswirken können.

Bild 1

Brandverlinkung

Für die Betrachtung werden einige Werte des CLA Moduls hier gezeigt. Es vergleicht die TOP10 Platzierungen zu einem ausgewählten Keyword untereinander. Im Bild 1 ist zu erkennen, dass sich alle Mitbewerbe in diesem Keywordbereich sehr stark mit Anchortexten beteiligen, die die direkte Marke beinhalten. Die Diskussionen um die Brands im Zusammenhang mit dem Google Update im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass mit einer starken Brandaktivität teilweise bessere Resultate zu erreichen sind. Hier haben die TOP10 Platzierungen also grafisch alles richtig gemacht. Gehen wir eine Stufe weiter.

In der nächsten Grafik zeigt sich, dass der Anteil der Follow Links für einen Mitbewerber, der auf Platz 10 (YOU) rankt zu dem Keyword deutlich niedirger ist und das zu Lasten von (na klar) NoFollow Links. Alte Hasen werden sich jetzt sicherlich denken, dass dies ja nur eine prozentuale Darstellung ist und die Anzahl der absoluten Links nicht einbezogen wurde. Diesen Aufmerksamen kann aber gesagt werden, dass es sich um eine Auswertung auf Site-Eben handelt und die Werte der direkten erkannten Links in einem nicht all zu großen Range liegen. Sicherlich kann die Wertigkeit des eines oder anderen Links eine Rolle im Ranking spielen, aber die erkannte Rankingreihenfolge entspricht sehr deutlich nicht der der Anzahl der Links und ihrer Wertigkeiten. Wenn man sich diesen auf 10 platzierten Mitbewerber einmal näher anschaut, dann stellt man sehr schnell fest, dass es ein hohe Social Tätigkeit über den genannten Blog gibt mit der Folge, dass auch sehr stark kommentiert wurde. Eine Tätigkeit, die lobenswert ist, aber fast immer zur Folge hat, dass der Wert der absulten Links einen starken NoFollow Anteil aufweist.

Diese Daten stehen jetzt ziemlich alleine, da die entsprechenden Seiten hier nicht genannt werden können. Es soll auch nur beleuchten, dass es eine Gefahr sein kann, wenn man sich sehr stark auf die Nutzung eines Blogs zum Linkaufbau verläßt. SEOs wissen dies, aber der “normale” Webmaster sicherlich nicht. Es handelt sich dabei auch nicht um ein alleiniges Beispiel, sondern wir haben in unserer Arbeit davon einige gefunden, die nach selbem Muster gearbeitet haben und die Folge immer eine nicht ausreichende Platzierung war

Da der Titel aber mit der gesamten Bandbreite Social Media in Gericht geht, soll im selben Schreibzug mal auf die positiven Signale eingegangen werden, die bei gleicher Auswertung für die Mitbewerber sprechen. Ohne dabei wieder auf die absolute Zahl der Links einzugehen. Es geht wie gesagt nur um Tendenzen der Arbeit und der Zielsetzung.

Wenn man sich zum Beispiel die FBLikes der TOP10 im Vergleich ansieht, dann stellt man eben fest, dass alle Mitbewerber deutlich aktiver in diesem Bereich sind. Nur eine Tendenz, die aber selbst ohne absolute Linkzahlen dazu veranlassen sollte im Bereich Facebook aktiver zu werden. Und die selbe Entwicklung haben wir in dem Beispiel im Bereich Twitter

Hier zeigt sich auch, dass die Mitbewerber hier deutlich aktiver sind. Gerade in diesem Bereich verwundert es, da starke Aktivität im Blogbereich oft auch mit entsprechender Reichweite auf Facebook und Twitter als Seeding Medium verbunden ist. Es zeigt sich aber als Richtung, dass sich eine Aktivität in Facebook und Twitter zur Zeit zu lohnen scheint. In einer den normalen Linkaufbau begleitender Form.

Um wenigsten noch eine kleine Wertigkeit des hier genannten Linkprofils zu beleuchten, zeigen wir hier noch die Werte im Bereich des Sistrix SI für die Page im Vergleich zur Konkurrenz.

Hier zeigt sich, dass es auf Basis der reinen Sichtbarkeit eher positive Signale gibt im Vergleich mit der Konkurrenz. Jedoch ist diese Auswertung nicht um die Werte Follow/NoFollow bereinigt. Wenn man also einen pauschalen Anteil aus dem Wegfall der NoFollow Links (siehe oben) dann kommen die Werte vermutlich wieder hin.

Fazit

Es sind alles keine absoluten Werte. Das würde den Postrahmen sprengen, aber auch bei direkter Betrachtung der Links bis tief in die Einzellinks zeigt sich, dass ein hoher Anteil an NoFollow Links aus Blogkommentaren ein Problem darstellen kann. Viele beschwören dabei immer, dass Google die Exiztenz der NoFollows als Signal für starke starke Aktivität im Netz gewertet wird, doch der sehr ehrenvolle Ansatz lässt sich auf Basis der der Blogs nicht nachvollziehen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Google die Verteilung F/NF auf Basis der Indexindentfizierung als Blog erkennt. Es sollte also neben aller Aktivität in Blog und in Foren darauf geachtet werden direkte Follow Links aufzubauen. Ein Bereich, den man einfach nicht aus den Augen verlieren darf. Weiteres Fazit ist, dass allgemeine Linktools mit Mengenangaben (linkpop) kein Rückschlüsse ermöglichen, sondern eher in die falsche Richtung verweisen.