Einen sehr interessanten Arikel habe ich in der letzten Woche auf meinem Flug nach München gelesen. Es geht um Google Penalties auf Seiten Ebene. Ein Thema, was mir zwar auch schon einige Mal wiederfahren ist, welches ich aber nie so offensiv auf dem Radar hatte. Also um was geht es ?
Nehmen wir einmal an sie betreiben einen Blog oder ein anderes Projekt auf dem Nutzer ihre Meinungen oder Kommentare mit einem Link zu einer Domain des Verfassers hinterlassen können. Sie geben sich sehr viel Mühe auf diesem Projekt einen hoch interessanten Artikel (normaler Post ohne Bezug auf Sex) zu schreiben. Ganz nach dem Motto “Content ist King”. Heraus kommt ein sehr schöner Artikel.
Durch die Fokussierung auf ein bestimmtes Suchwort schaffen sie es in den nächsten Tagen die Position 1 in den Google Suchergebnissen zu erreichen.
Nun geschieht Folgendes :
Sie lassen den Blog ein paar Tage unbeaufsichtigt. Vielleicht haben sie viel zu tun oder sie sind auf einer Reise. In dieser Zeit schafft es ein Spammer in ihrem Projekt 4 Kommentare zu hinterlassen, die er alle domainmäßig auf ein Ziel mit pornografischem Inhalt verlinkt.
Sie kommen nun nach einigen Tage wieder und begutachten ihr Projekt. Sie müssen mit Erstaunen feststellen, dass der schöne Besucherstrom über das optimierte Keyword eingebrochen ist und sie im Ranking von Position 1 auf Position 200 abgerutscht sind.
Was ist genau geschehen ?
Google hat mit Hilfe seiner Bots den Inhalt ihres Post eingelesen und dann auf Basis der Domain und Post Gesamt-Stärke eine Platzierung vergeben. Dieses war auf Grund der Kombination zwischen Wertigkeit und Inhalt die Position 1. Kurz nachdem der Spammer seine 4 Urls in den Kommentaren hinterlassen hat kam der Bot noch einmal. Er stellte fest, dass sich nun auf diesem Post 4 ausgehende Links befanden, die erstens nicht themenrelevant sind und zweitens zu einem Inhaltsziel zeigen, der bei Google bereits algoritmisch getaggt ist als mögliche schlechte Nachbarschaft.
Google schlussfolgert also : Eigentlich guter Inhalt mit 4 Verweisen auf schlechte Ziele.
Das Resultat ist die Bestrafung der Einzelseite im Ranking. Bei gute gecrawlten Seiten geschieht die Umsetzung dieses Penalties innerhalb von wenigen Stunden.
Da ihr Besucherstrom so stark eingebrochen ist, schauen sie nach möglichen Ursachen, entdecken die Links und entfernen diese. Das Resultat sieht dann in den meisten Fällen so aus, dass Google die Seite innerhalb der nächsten 24 Stunden wieder auf die ursprüngliche Position setzt.
Nun haben wir die Sache hier ziemlich platt besprochen. Viel wichtiger sind die Schlussfolgerungen aus diesem anscheinend vergebenen Penalty auf Seitenbasis.
Achten sie darauf, dass sie die Möglichkeit Kommentare und Bewertungen zu hinterlassen wirklich ständig überwachen. Sollte ihnen dies nicht möglich sein, so verhindern sie, dass die Kommentare oder Meinungen automatisiert freigeschaltet werden. Plug-Ins im WordPress Bereich wie Akismet können helfen, solche “Bad Links” frühzeitig zu erkennen. Prüfen sie vor der Freigabe jeden Link auf mögliche themenrelevanz. Dadurch schränken sie zwar die Bereitschaft für “user generated content” auf ihren Seiten erheblich ein, sie schützen aber das Ranking ihrer Seiten.
Neben der aktuellen Diskussion über PageRank Sculpting ist diese Penalty-Form ebenfalls dazu geeignet sehr tiefgreifend in die aktuellen Social Media Bewegungen des WWW einzugreifen. Wir werden sehen, in wie weit es dazu führt den Bereich der sozialen Medien gänzlich zu erliegen zu bringen.
Die Erkenntnisse zum Penalty kommen neben eigenen Beobachtungen aus dem folgenden Post. Dort finden sie auch einige aunschauliche Grafiken zu einem Beispiel-Projekt.






[...] sumago – Google Penalities auf Seiten Ebene [...]
Ich denke das ist eh nur ne Modeerscheinung.
[...] Marco schrieb vor letztes Jahr über die Google Penalties auf Seiten Ebene, die gerade uns Bloggern durch die unzähligen Kommentare hin und wieder erwischen kann. Und auch [...]