Twitter ist zu einem Hype geworden. Der Dienst ermöglichst es mitteilungsfreudigen Menschen Nachrichten mittels Kurznachrichten an eine Leserschaft (genannt Followers) zu verteilen. Nach einem ersten kurzen Aufkeimen des Dienstes in DE im letzten Jahr, ist der Wahn bei vielen nun ungebändigt ausgebrochen. Alle, die im Web 2.0 etwas auf sich halten twittern. Eines kann man Twitter zusprechen und das ist die Möglichkeit blitzschnell Informationen zu transportieren. Ein gutes Beispiel war ein Tweet (so nennt man die Nachrichten auf Twitter) einer Politikerin, die während der Abstimmung zum Bundespräsidenten mitteilte, dass jetzt alles gelaufen sei und man sich auf das abendliche Fußballspiel konzentrieren könne.
Doch neben der Möglichkeit Nachrichten schnell zu verteilen, gibt es auch echte Schwierigkeiten, wenn man den Dienst zu stark nutzt.
Um in Twitter wirklich von der Informationsgeschwindigkeit profitieren zu können, müssen die Nutzer einige Zeit investieren. Diese Zeit muss von der täglichen Arbeitszeit genommen werden. Abgesehen von den twitterden Mitarbeitern, muss sich auch jeder Chef fragen, ob er in der Zeit nicht lieber etwas anderes tun sollte.
Sind die Informationen aus Twitter denn wirklich so wichtig für die tägliche Arbeit ?
Ich denke nicht und Twitter hat auch noch weitere negative Eigenschaften. Die Leute, die twittern sind oft sehr aktiv im Bereich Web 2.0 und oft auch aktive Blogger. Nun ist es ja so, dass auch dieser Blogger seine Zeit nur einmal nutzen kann. Früher schrieb der Blogger Post zu wichtigen, interessanten Themen und verlinkte fleissig. Heute twittert er lieber. Ein Post muss dann oft nicht mehr sein.
Stellt sich also die Frage, wie viele Links entfallen durch das Fehlen von Posts. Ich denke, dass da ganz schön was zusammen kommt.
Fürsprecher werden jetzt sicherlich sagen, dass die Leute trotzdem bloggen und zwar das, was sie per Twitter mitgeteilt bekommen haben. Das glaube ich nicht.
Die virale Verbreitung über einen Blogpost hat insgesamt (auf Basis der Verlinkung gesehen) eine weitaus höhere Verbreitung und Verlinkung als das Twitter ermögliche kann. Twitterlinks werden halt von den Suchmaschinennicht bewertet. Sicherlich hat Twitter einen Wert in der Verbreitung von Informationen, doch aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung hat es eher einen negativen Effekt.
Bleibt also abzuwarten, wie sich Twitter in Zukunft durchsetzen wird. Neben der noch fehlenden Vermarktungsmöglichkeit glaube ich, dass die Geschwindigkeit, die durch den Dienst erreicht wird nicht mehr richtig steuerbar ist. Kein Mensch, kann die imensen Datenmenge effektiv erfassen. Fokussierung wäre da eine sinnvolle Lösung, doch auch die kostet Zeit.
Für den Bereich der Suchmaschinenoptimierung bin ich also der Meinung, dass in Sachen Linkaufbau Twitter ein Rückschritt ist. Die Zeit, die man zum twittern aufbringen muss sollte man lieber in die Kontaktpflege im Bereich des Linkaufbaus inverstiert. Das ist man deutlich erfolgreicher.





