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Archiv für die Kategorie ‘SEO Basics’

Ersetzen organische Platzierungen die bezahlten ?

Geschrieben von Marco Janck am 11. Februar 2010 , abgelegt unter SEO Basics

Im täglichen Geschäft taucht eine Frage bei den Kunden immer wieder auf :

“Ich bezahle im Monat den Betrag X für Google Adwords. Wenn ich diesen Betrag in eine Suchmaschinenoptimierung investiere, wird es dann auf Dauer preiswerter ?

Die Frage ist also, ob die organische Suche die bezahlte ersetzen kann oder ob es sich nur um zwei sich ergänzende Maßnahmen im Online-Marketing handelt.

Aus unserer täglichen Arbeit können wir nur eine passende Antwort geben und die könnte einem Anwaltsbüro entsprungen sein : JEIN !

In der Regel kann man über den Zeitraum von 12 Monaten bei direkter Kapitalumleitung einen Großteil des Adwordstraffic organisch nachbauen. Wie weit man damit in den LongTail kommt, ist dabei sehr fraglich. Aber selbst wenn man es schaffen würde innerhalb von ca. 24 Monaten den gesamten in Adwords gebuchten Keywordtraffic über die organische Suche abzuwickeln bleibt immer noch die Frage, ob diese Umleitung sinnvoll und kostengünstiger ist.

Frage 1 :

Spare ich durch diese Umleitung Geld ?

Antwort 1 :

Nein, die organischen Listings zu erreichen wird bei Unternehmen mittlerer Größe mindestens den selben Kapitalansatz abverlangen, wie bei einer mittelgroßen und unoptimierten Adwords-Kampagne. Es kann in sehr vielen Themenumfeldern auch schnell deutlich teurer werden. In aller Regel sind mit den Maßnahmen, die zum Aufbau organischer Listings führen auch Maßnahmen verbunden, die die allgemeine Reputation des Unternehmens erhöhen. Der Mehrwert ist also im Gesamtpaket deutlich höher, als bei reiner Nutzung von Adwords-Kampagnen.

Frage 2 :

Kann man bei gut laufenden Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung die Adwords-Kampagnen beenden ?

Antwort 2 :

Man kann. Aber ist es sinnvoll ? In den meisten Fällen ist es nicht sinnvoll, das eine durch das andere zu ersetzen. Aber hier kommt massiv das JEIN zum Einsatz. Man muss es testen. Der Großteil unserer Kunden hat den größten Erfolg bzw. Conversion, wenn der organischer und der bezahlte Bereich gleichmäßig gut besetzt sind. Fairer Weise muss man sagen, dass dies von Branche zu Branche unterschiedlich ist. Kleine lokale Anbieter werden kaum eine Verbesserung durch die stärke Präsenz erreichen.  Mittelständler mit einem breiten und konkurrenzstarken Online Marketing Umfeld in Search werden die bessere Präsenz durch aus zu schätzen wissen und das nicht nur in Sachen Conversion, sondern eher aus Sicht der allgemeinen Sichtbarkeit. Gute und prominente Präsenz sendet starke Signale an die Konkurrenz. Dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen, auch nicht im Bereich Markenbildung. Gute Markenbildung und Sichtbarkeit führt nach unserer Erfahrung sehr oft zu sehr viel mehr Abverkäufen.

Fazit :

Ob organische Platzierungen die bezahlen Platzierungen ersetzen können richtet sich nach der  Unternehmensstrategie. Grundsätzlich raten wir jedem Kunden beide Budgets extra zu planen, um sich die Freiheit zu erhalten über ein stärkeres Branding Marktvorteile zu erreichen. Die Ausnahmen von diesem Grundsatz wurden oben bereits genannt.

Nur dauerhafter Linkaufbau ist erfolgreich

Geschrieben von Marco Janck am 03. Januar 2010 , abgelegt unter SEO Basics, SEO Theorie

Das Linkaufbau wichtig ist, um den Google Algorithmus anzusprechen, ist sicherlich jedem Leser bekannt. Doch Linkaufbau ist auch ein Thema bei dem man die größten Fehler machen kann. Nimmt man den Linkaufbau manuell in die Hand kann es bei falscher Nutzung schnell möglich sein, dass der Algorithmus nicht zu Gunsten des Rankings funktioniert, sondern genau gegenteilig.

Ein ganz wichtiger Punkt im Bereich Linkaufbau ist, dass dieser dauerhaft und kontinuierlich durchgeführt wird. Um zu erklären, warum das so ist, machen wir einen kurzen Abstecher in die Logik des Algorithmus bzw. der Neben-Algorithmen.

Wenn jemand mit einer neuen Internetseite startet, weiß Google nichts von deren Existenz. Erst wenn der Webmaster die Seite bei Google selber anmeldet oder Google über entsprechende Links mitteilt, dass es die Seite im Netz gibt wird Google aufmerksam. Doch was sehr viele im Bereich der Suchmaschinenoptimierung schnell und gerne vergessen sind die Nutzer. Man muss nicht nur Google mitteilen, dass es die neue Seite gibt, sondern man muss dies auch der Nutzerwelt mitteilen. Besucher sind die Grundlage jeder guten Internetseite. Nicht die Suchmaschinen.

Jeder “normale Mensch” wird sich also zunächst um neue Besucher kümmern. Gerade bei gewerblichen Seiten ist es wichtig zunächst Umsatz und Gewinn zu generieren, bevor alles andere kommt. “Ohne Moos nichts los” stimmt auch in diesem Szenario. Wenn ich mich um neue Besucher bemühe, werden auch in der Regel Links erzeugt, da dies die generelle Form ist, wie im Internet auf andere Seiten hingewiesen werden kann.

Ohne hier weiter ausschweifen zu wollen, kann man genau diese organische Entwicklung als Grundlage für eine Funktion des Google Algorithmus sehen. Organisches und kontinuierliches Linkwachstum ist ein Schlüssel zum Erfolg.

Viele Webmaster machen nun aber einen entscheidenden Fehler, der auch bei größeren Seiten zu sehen ist. Sie schaffen zu Beginn (oder auch über Jahre) sehr viele Links und lassen dann damit nach.

In manchen Fällen kann dies noch passen, da die Seite selber so organisch gebaut wurde, dass durch die Publikation genug andere Webmaster den Sinn und Nutzen erkannt haben und selbstständig auf diese verlinken. Wenn dies aber nicht so ist (und das ist sicherlich in 80 % der Fälle so), dann entstehen neue Links nur noch sehr schleppend.

Für Google ist das ein Punkt, der zeigt, dass die Seite an Relevanz verliert. Die Folge sind schlechtere Rankings. Sicherlich wird sich dieses Missverhältnis zwischen Linkentwicklung und fehlender Attraktivität (in Sachen Verlinkung) auch auf die CTR (also das Verhältnis zwischen Einblendungen und Klicks) auswirken. Die Punkte werden irgendwie gebündelt auf das Ranking einwirken.

Um diese Entwicklung zu belegen, sind hier ein paar Charts aus dem Sistrix Sichtbarkeitsindex abgebildet von Seiten von denen ich um nachlassendes Bemühen um Links weiß :

linkaufbau-1

Bei dieser Seite wurde zu Beginn sehr an Links und an Contentmasse gearbeitet und dann im Verlauf nicht mehr. Die Folge war ein radikaler Verlust der Sichtbarkeit und des Rankings. Der Content selber konnte die Entwicklung nicht stützen.

linkaufbau-2

Auch in diesem Beispiel ist die Entwicklung gut sichtbar. Auch wenn die Entwicklung in der Sichtbarkeit sehr sprunghaft ist, so lässt sich doch daraus die Richtung auch deutlich ableiten. Der Fall ist genau so gestrickt, wie der erste. Zunächst sehr guter Linkaufbau und dann kein Content und kein Linkaufbau mehr. Die Folge ist sichtbar.

Diese Beispiele sind Neustarts bzw. im ersten Fall Neustart über eine expired Domain. Man könnte also nun annehmen, dass dieser Auswirkung bei sehr gut verlinkten Projekten, die erst im Verlauf nachlassen nicht zu sehen sind, doch da würde man auf dem falschen Bein hurra schreien.

Auch die bereits sehr gut und breit verlinkten Seite betrifft das. Sicherlich sind die Auswirkungen nicht ganz so deutlich sichtbar, da Contentbreite und Linkanzahl die Entwicklung positiv stützen. Doch wenn man sich entsprechende Charts im Verlauf ansieht, so ist die zeitliche Entwicklung ebenfalls vorhanden. Dies soll hier ebenfall mit einem Beispiel belegt werden. Es handelt sich um ein Projekt, welches nach jahrelanger sehr guter Entwicklung, Cluster für Cluster auf eine neue Domain übertragen wird. Dadurch wurde der Content weniger und der passende Linksaufbau vernachlässigt.

linkaufbau-3

Dieses Beispiel basiert auf einer Menge von 40.000 indexierten Seiten und ca. 3.000 organisch gewachsenen Links.

Fazit :

Nur Seiten, die dauerhaft an ihrem Erfolg arbeiten setzen sich auch im Google Index dauerhaft mit TOP-1 Rankings durch. Dabei ist es sehr wichtig, dass diese Entwicklung vom Content selber getragen wird. Das erleichtert im Verlauf auch den Linkeinkauf, da dieser in der Masse nicht so negatives Gewicht bekommt. Eine Folge aus dem Aufgezeigtem ist, dass es dauerhaft nicht sinnvoll ist Linkbuilding über Splogs zu betreiben, da diese sicherlich dem genannten Pflegeraster entsprechen.

Google Penalities auf Seiten Ebene

Geschrieben von Marco Janck am 24. Juni 2009 , abgelegt unter SEO Basics, SEO News

Einen sehr interessanten Arikel habe ich in der letzten Woche auf meinem Flug nach München gelesen. Es geht um Google Penalties auf Seiten Ebene. Ein Thema, was mir zwar auch schon einige Mal wiederfahren ist, welches ich aber nie so offensiv auf dem Radar hatte. Also um was geht es ?

Nehmen wir einmal an sie betreiben einen Blog oder ein anderes Projekt auf dem Nutzer ihre Meinungen oder Kommentare mit einem Link zu einer Domain des Verfassers hinterlassen können. Sie geben sich sehr viel Mühe auf diesem Projekt einen hoch interessanten Artikel (normaler Post ohne Bezug auf Sex) zu schreiben. Ganz nach dem Motto “Content ist King”. Heraus kommt ein sehr schöner Artikel.

Durch die Fokussierung auf ein bestimmtes Suchwort schaffen sie es in den nächsten Tagen die Position 1 in den Google Suchergebnissen zu erreichen.

Nun geschieht Folgendes :

Sie lassen den Blog ein paar Tage unbeaufsichtigt. Vielleicht haben sie viel zu tun oder sie sind auf einer Reise. In dieser Zeit schafft es ein Spammer in ihrem Projekt 4 Kommentare zu hinterlassen, die er alle domainmäßig auf ein Ziel mit pornografischem Inhalt verlinkt.

Sie kommen nun nach einigen Tage wieder und begutachten ihr Projekt. Sie müssen mit Erstaunen feststellen, dass der schöne Besucherstrom über das optimierte Keyword eingebrochen ist und sie im Ranking von Position 1 auf Position 200 abgerutscht sind.

Was ist genau geschehen ?

Google hat mit Hilfe seiner Bots den Inhalt ihres Post eingelesen und dann auf Basis der Domain  und Post Gesamt-Stärke eine Platzierung vergeben. Dieses war auf Grund der Kombination zwischen Wertigkeit und Inhalt die Position 1. Kurz nachdem der Spammer seine 4 Urls in den Kommentaren hinterlassen hat kam der Bot noch einmal. Er stellte fest, dass sich nun auf diesem Post 4 ausgehende Links befanden, die erstens nicht themenrelevant sind und zweitens zu einem Inhaltsziel zeigen, der bei Google bereits algoritmisch getaggt ist als mögliche schlechte Nachbarschaft.

Google schlussfolgert also : Eigentlich guter Inhalt mit 4 Verweisen auf schlechte Ziele.

Das Resultat ist die Bestrafung der Einzelseite im Ranking. Bei gute gecrawlten Seiten geschieht die Umsetzung dieses Penalties innerhalb von wenigen Stunden.

Da ihr Besucherstrom so stark eingebrochen ist, schauen sie nach möglichen Ursachen, entdecken die Links und entfernen diese. Das Resultat sieht dann in den meisten Fällen so aus, dass Google die Seite innerhalb der nächsten 24 Stunden wieder auf die ursprüngliche Position setzt.

Nun haben wir die Sache hier ziemlich platt besprochen. Viel wichtiger sind die Schlussfolgerungen aus diesem anscheinend vergebenen Penalty auf Seitenbasis.

Achten sie darauf, dass sie die Möglichkeit Kommentare und Bewertungen zu hinterlassen wirklich ständig überwachen. Sollte ihnen dies nicht möglich sein, so verhindern sie, dass die Kommentare oder Meinungen automatisiert freigeschaltet werden. Plug-Ins im WordPress Bereich wie Akismet können helfen, solche “Bad Links” frühzeitig zu erkennen.  Prüfen sie vor der Freigabe jeden Link auf mögliche themenrelevanz. Dadurch schränken sie zwar die Bereitschaft für “user generated content” auf ihren Seiten erheblich ein, sie schützen aber das Ranking ihrer Seiten.

Neben der aktuellen Diskussion über PageRank Sculpting ist diese Penalty-Form ebenfalls dazu geeignet sehr tiefgreifend in die aktuellen Social Media Bewegungen des WWW einzugreifen. Wir werden sehen, in wie weit es dazu führt den Bereich der sozialen Medien gänzlich zu erliegen zu bringen.

Die Erkenntnisse zum Penalty kommen neben eigenen Beobachtungen aus dem folgenden Post. Dort finden sie auch einige aunschauliche Grafiken zu einem Beispiel-Projekt.

Die Wirkung von Short-URLs im SEO

Geschrieben von Marco Janck am 22. Juni 2009 , abgelegt unter SEO Basics, SEO Theorie

Twitter ist zur Zeit einer der Mega-Hyps im Internet. Fast jeder, der etwas auf sich hält versucht zur Zeit mit Hilfe von 140  Zeichen sein Leben darzustellen und von 140 Zeichen News Anderer zu profitieren. Wer diesen Dienst nutzt weiss, dass URLs mit Hilfe so genannter Shorter Dienste verkürzt werden, um die 140 Zeichen nicht zu überschreiten. Genau zu diesem Shorter bekomme ich in der letzten Zeit vermehrt Anfragen.
Inhalt der Fragen ist fast immer, ob diese Short Urls für Ranking einen positiven Effekt haben könnten.

Die Antwort besteht aus zwei Teilen:

1.
Der direkte Short-Link bringt für das Ranking überhaupt nichts. Die Tweet-Seiten sind erstens kaum trust-fähig noch vererbt Twitter Trust überhaupt (nofollow). Nein, auch nicht, wenn der Short eine 301er Weiterleitung benutzt.

2.
Neben der reinen Wirkung aus dem Tweet-Shorten-Link ist aber ein Effekt vorhanden, der sehr wohl einen Einfluss auf das Ranking haben könnte.
Wenn man einen sehr, sehr interessanten Content mittels Twitter und Shorten URL verlinkt, kann der Hinweis sicherlich dazu führen, dass andere Leser mit ihren medialen Möglichkeiten sich diesem verlinkten Content annehmen. Wenn also alles gut geht, könnte es sein, dass durch die Shorten-URL, Links in anderen Publikationen entstehen, die dann für sich sicherlich Trust weitergeben, der für das Ranking eine Bedeutung haben könnte.

Rein theoretisch ist es auch möglich das Ranking in einer anderen Form über Twitter zu beeinflussen. Sie schreiben einfach einen Tweet mit dem Hinweis auf einen spannenden Artikel, der bereits auf der Seite 1 in den SERPS zu einen Keyword genannt wird. Der Content wird mittels Shorter verlinkt. Das könnte wie folgt aussehen :

Angela Merkel nackt ? Folge diesem Link ….shorter-url….. und klicke auf das Ergebnis X (Dein Ergebnis – je nachdem wie du gerankt bist)

Bei einer guten Verbreitung des Tweets kann der Einfluss des Klickverhaltens auf die SERPS sich wo möglich positiv auf die Platzierung auswirken. Das macht aber sicherlich nur Sinn, wenn die SERPS sehr klar sind, also nicht von Universal Search Ergebnissen versetzt sind. Diese würden eine Zuordnung meist unmöglich machen.

Wer sich also mit den theoretischen Möglichkeiten nicht beschägtigen will, der kann sich merken. Shorten URLs bringen im SEO nichts. Suchen sie sich lieber andere Quellen.