Besucher fesseln: Cliffhanger für Webseiten

6. Oktober 14 | ALLGEMEINES | Keine Kommentare| In 8 Minuten hast du es durch

Wer seine Besucher auf seiner Seite halten kann, hat auch eine größere Chance, dass diese im Anschluss in gewünschter Weise konvertieren. Im Folgenden wird beschrieben, wie und wo das Stilmittel „Cliffhanger“ auf Webseiten nutzbringend eingesetzt werden kann.

Ein Cliffhanger – Was ist das?

Die mittelalten Semester unter euch werden mit Sicherheit an den Action-Film mit Sylvester Stallone aus den 90er Jahren denken (persönlich übrigens überhaupt nicht mein Fall). Allerdings hat der Regisseur diesen Begriff (oder das dahinter steckende Prinzip) nicht erfunden, sondern sich einer wesentlich älteren Idee angenommen und diese thematisch zum Hautptsujet seines Filmes gemacht. Es geht dabei um die Ungewissheit und die daraus resultierende Spannung, ob der Held nun von der Klippe abstürzt oder nicht. In der Erzähltradition bezeichnet das Prinzip des Cliffhangers nichts anderes. An einer Stelle, wo es für den Leser oder Zuhörer besonders spannend wird, bricht die Geschichte unvermittelt ab – und der Ausgang bleibt offen: Happy End oder Untergang. Intention: Das Publikum soll bei der Stange gehalten werden und um jeden Preis erfahren wollen, wie es denn nun weitergeht.

So weit die Theorie – dass wir dieses Mittel auch probat auf Webseiten einsetzen können, wodurch der Cliffhanger auch zu einem Bestandteil des Content Marketing wird, möchte ich nun etwas eingehender erläutern.

Ein Wort zur Intention

Ich werde (noch) nicht müde, es zu betonen, und ich tue es in diesem Artikel noch einmal: Macht euch vor dem Aufsetzen jeder Seite und dem Schreiben eines jeden Textes klar, wie eure Ziele aussehen. Was wollt ihr mit eurer Seite erreichen, wie soll sich jemand fühlen und verhalten, der euren Text liest bzw. gerade gelesen hat? Erst wenn euch das klar geworden ist, solltet ihr an die Erstellung eurer Inhalte gehen. Daraus lässt sich ableiten, ob der Einsatz des Stilmittels Cliffhanger für euch überhaupt geeignet ist oder nicht.

Intention Cliffhanger einsetzbar? Beispiel
Informieren Nein Nachricht/News
Unterhalten Ja Blog
Überzeugen Ja Landingpage
Verkaufen Bedingt Shop-Seite

 

Returning Visitors – den Besucher über Spannung an sich binden

Besucher, die gern und vor allem oft wiederkommen, können dem Seitenbetreiber auf mancherlei Art nützlich sein. Sie streuen positive Signale für Google und Co., verlinken freiwillig von eigenen Seiten oder verbreiten euren Content in sozialen Netzwerken, geben euch regelmäßig Feedback und sind bzw. werden vielleicht, abhängig davon, ob ihr einen Shop betreibt, eure Kunden. Je nachdem, welcher Art eure Webseite ist und welche Intention ihr damit verfolgt, könnt ihr durch den geschickten Einsatz von Cliffhangern dafür sorgen, dass auch neue Besucher wiederkommen und so zu Stammgästen auf euren Seiten werden.

Einige Einsatzoptionen

Artikelserien: Wenn ihr ein ergiebiges Thema habt, dass ihr über mehrere Artikel hinweg ausrollen wollt oder müsst: Beendet die einzelnen Artikel, indem ihr eure Leser am Ende in der Luft hängen lasst. Gerade für Blogs ist diese Methode sinnvoll. Beschreibt ein Problem, welches sich gerade ergeben hat und bei dessen Lösung ihr anscheinend in eine Sackgasse geraten seid, schildert eine vor euch liegende Herausforderung, vielleicht sogar einen Streit mit Kollegen, Lebenspartnern oder dem Gesetz – um dann abzubrechen und mit einem „Fortsetzung folgt“ Gewissheit zu erlangen, dass die Leser auch nächste Woche garantiert wieder bei euch vorbeischauen.

Landingpages: Hier steht die Option der Fortsetzung nur bedingt zur Verfügung – ist aber auch nicht ausgeschlossen. Gerade wenn eure Seite sich noch im Aufbau oder im Umbau befindet, vielleicht aber noch (oder: schon) rankt und gefunden wird: Warum dann nicht den Besucher neugierig auf das machen, was kommt? Dazu müsst ihr euch übrigens nicht unbedingt des Textes bedienen. Auch Bilder können ein wunderbarer Cliffhanger sein (zum Beispiel eines, auf dem man eine Form, einen Gegenstand oder eine Person erahnen kann, aber eben noch nicht erkennt, wer oder was abgebildet ist). Ihr könnt auch eine Fotostrecke nutzen, welche die Entwicklung bis zum aktuellen Zeitpunkt zusammenfasst und den letzten Schritt bis zum Relaunch bzw. Start der Seite ausspart.

Wenn es sich um eine bestehende Seite handelt, welche die Conversion eines Nutzers zum Ziel hat: Nutzt Mini-Cliffhanger von Absatz zu Absatz, um den Leser auf der Seite zu bannen und ihm am Ende der Seite die Lösung oder den ultimativen Cliffhanger zu präsentieren. Ob sich ihm das Ende der Geschichte nun im Austausch für einen Retweet, ein Like bei Facebook, eine Newsletter-Anmeldung oder was auch immer offenbart: Wenn ihr es geschafft habt, die Spannung konstant zu halten oder sogar noch zu steigern, wird sich der Besucher seiner eigenen Neugier kaum entziehen können.

Cliffhanger

Kleiner Einsatz – große Wirkung

Durch den Gebrauch des Cliffhangers in Texten lassen sich große Wirkungen erzielen. Nicht umsonst ist das Stilmittel längst aus dem Bereich des Schriftlichen entkommen und bildet heute ein fast schon obligatorisches Werkzeug für Fernsehserien, die den Zuschauer von Folge zu Folge oder, noch fieser, von Staffel zu Staffel in der Luft baumeln lassen. Zugegeben, es bedarf einiger Übung und Fingerspitzengefühl. Aber einmal erfolgreich eingesetzt, animiert der Klippenbaumler nicht nur den Besucher zur Wiederkehr, sondern auch den Autoren zur Wiederverwendung. Und wer es nun noch genauer wissen möchte, kann in einem dieser Artikel zu diesem Thema vielleicht noch mehr lernen … 😉

Die SEONauten bedanken sich bei Carsten Wurtmann von inhalt UG für diesen Artikel.

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

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