5 SEO Tipps, mit denen kleine Unternehmen richtig durchstarten

4. Februar 16 | SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG | 12 Kommentare.

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Dieser Text wurde für alle verfasst, die ihr Wissen um die Suchmaschinenoptimierung testen wollen. Welche Aussagen sind richtig und welche Tipps sind falsch? Bitte hinterlasst eure Auswertungen in den Kommentaren.


Suchmaschinenoptimierung ist für kleine Unternehmen uninteressant. Weshalb sollten Selbständige oder Kleinbetriebe hierfür Geld ausgeben, wenn doch ohnehin nur ganz selten nach ihren Produkten oder Leistungen bei Google gesucht wird? Es ist sinnvoller, um SEO einen Bogen zu machen und lieber auf andere Marketingmaßnahmen zu setzen.

Dennoch können es einige Verantwortliche einfach nicht lassen und wollen unbedingt SEO ausprobieren. Für die Unbelehrbaren, die sich zu dieser Gruppe zählen, haben wir die folgenden SEO Tipps zusammengetragen. Es handelt sich um fünf Strategieansätze, die mit großem Glück tatsächlich etwas bezwecken könnten.

5 SEO TIPPS

Die 5 SEO TIPPS

Im Keyword-Management wie ein Global Player vorgehen

No., der SEO Tipps

Kleine Unternehmen haben den Nachteil, dass ihre gesamten Produkte und Leistungen oft schon mit wenigen Keywords vollständig beschrieben sind. Dies sind jedoch schlechte Voraussetzungen, um eine hohe Sichtbarkeit in der Suche zu erlangen. Je mehr Keywords in der Optimierung berücksichtigt werden, desto besser. Deshalb empfiehlt es sich, wie ein Global Player zu denken. Im Übrigen ist Google dafür bekannt, große Webprojekte, die mit ihren zahlreichen Seiten eine breite Keyword-Range abdecken, besser ranken zu lassen.

Ziel sollte es daher sein, so viele Keywords wie möglich zu bestimmen. Ob ein Zusammenhang mit dem Kerngeschäft steht, ist dabei zweitrangig. Stattdessen gilt es sich das Gesetz der großen Zahl zunutze zu machen: Selbst wenn die erzeugten Unterseiten der Mehrheit der Suchenden nicht weiterhelfen, finden sich immer ein paar Besucher, die sich in diesem Moment trotzdem angesprochen fühlen.

Warnungen von SEO Experten, dass aufgrund dieser Vorgehensweise viele Besucher bouncen, also wieder abspringen könnten, werden am besten ignoriert. Das User-Verhalten, das Google angeblich ausmisst, wird ohnehin überbewertet. Über die Rankings entscheiden andere Faktoren, insbesondere die Anzahl der Backlinks.

Der Iris Effect

Absichten und Interessen der Nutzer bewusst ausblenden

No. 2, der SEO Tipps

Ein mittlerweile großes Thema innerhalb der SEO-Szene sind Inhalte, deren Erstellung unter Berücksichtigung des User-Intents erfolgt. Etliche Berater stürzen sich derzeit auf dieses Thema und empfehlen ihren Kunden, neue Inhalte auf diesem Ansatz zu erstellen und alte Inhalte zu ersetzen.

Aber mal Hand auf’s Herz: Weshalb sollte Google es honorieren, wenn eine Website passende Antworten oder Lösungen für die Fragestellungen und Probleme der Nutzer bereitstellt? Würde gleich die erste aufgerufene Seite diese Aufgabenstellung meistern, hätte Google auf seinen Suchergebnisseiten viel weniger Klicks zu verzeichnen – und das obwohl die Suchmaschine mit der eingeblendeten Werbung ihr Geld verdient.

Wer diesen Ansatz verstanden hat, bleibt bei der Erstellung seiner Inhalte besser allgemein und dringt nicht allzu tief in die Materie des jeweiligen Themas ein. Oberflächlicher Content, der keinen Mehrwert bietet, dürfte sich zu einem der größten SEO-Trends der kommenden Jahre entwickeln.

Billichwillich

Lieber billige, aber dafür viele Links kaufen

No. 3, der SEO Tipps

Google’s Aufstieg zur erfolgreichsten Suchmaschine ist dem Konzept des PageRank zu verdanken, sprich der Feststellung und Bewertung, wie gut eine Website im Netz verlinkt ist. Wer gut ranken möchte, sollte daher Links aufbauen. Allerdings ist bei den Anbietern für Linkbuilding ein klarer Trend zu erkennen. Dieser zeigt in Richtung Qualität-Links: Es werden wenige aber dafür recht kostspielige Links aufgebaut.

Ihre hohen Preise rechtfertigen die Anbieter auf verschiedene Weise. Einige sind zum Beispiel auf den Modebegriff „Content Marketing“ aufgesprungen, d.h. sie entwickeln aufwendige Story-Konzepte, um damit Aufmerksamkeit im Web zu erlangen. Diese Aufmerksamkeit wird wiederum genutzt, um beispielsweise Blogger, Radiosender etc. zum Setzen von Backlinks zu animieren. Das Risiko bei solch einer Vorgehensweise besteht darin, dass im Vorfeld nie gewiss ist, ob eine Story tatsächlich funktioniert. Erschwerend kommt ein besonders kleines Spektrum an möglichen Themen hinzu. Am Schlimmsten aber ist die geringe Link-Ausbeute, denn selbst auf die besten Content Marketing Stories reagieren nur wenige Seitenbetreiber.

Sinnvoller ist es daher, auf die altbewährte Strategie „viel hilft viel“ zu setzen und deshalb zahlreiche Links zu niedrigen Preisen kaufen. So ist es selbst mit einem kleinen Budget möglich, innerhalb weniger Wochen einige hundert oder gar tausend Links aufzubauen. Bei solch einer Entwicklung müssen die Google-Rankings zwangsläufig in die Höhe schnellen.

No mobile

Keine Ressourcen für Mobile-Optimierung verschwenden

No. 4, der SEO Tipps

SEO für die mobile Suche hat sich zu einem großen Trendthema entwickelt. Aber mal ganz ehrlich: Welcher potentielle Kunde greift denn tatsächlich zum Tablet oder gar einem Smartphone, wenn er sich über Produkte oder Dienstleistungen informieren möchte? Die Internetnutzung auf solchen Geräten ist nichts anderes als ein Trend, der schon bald wieder verschwunden sein wird.

Folglich scheint es nicht besonders clever zu sein, bestehende Websites „mobile friendly“ zu machen, sprich das Nutzererlebnis auf mobilen Geräten zu verbessern. Zumal der hiermit verbundene Aufwand nicht zu unterschätzen ist. Unter Umständen bleibt keine andere Wahl, als sich vom bestehenden CMS zu verabschieden. Der Umstieg auf ein anderes CMS würde immense Kosten nach sich ziehen. Die Mehrheit der Berater empfiehlt solch ein Vorgehen nur, um selbst kräftig mitzuverdienen.

Besonders der Wechsel zu einem CMS, wie beispielsweise WordPress, das um ein responsives Design-Theme ergänzt wird, ist äußerst riskant. Der Seitenbetreiber bindet sich an eine Nischenlösung, die nur wenige Entwickler beherrschen. Sollte eines Tages ein Redesign gewünscht sein, würden erneut immense Kosten anstehen. Sinnvoller ist es daher, an der alten statischen Website festzuhalten. Die meisten Smartphones und Tablets können solche Seiten einigermaßen gut darstellen – und Google würde eine Mobile-Optimierung ohnehin nicht belohnen.

Kein lokales marketing bitte

Local SEO meiden und stattdessen global denken

No. 5, der SEO Tipps

Einige SEO-Berater schlagen kleinen Unternehmen doch tatsächlich vor, sich bei der Optimierung vor allem auf den lokalen Suchmarkt zu konzentrieren. Ziel soll es sein, die eigenen Produkte oder Dienstleistungen mit der jeweiligen Region zu verknüpfen. Aber streng genommen handelt es sich hierbei nur um Versuche der Berater,  aufwendige und deshalb stressige Optimierungsprojekte clever zu umschiffen.

Lenker kleiner Betriebe müssen lernen, dass das Internet die Erschließung gewaltiger Märkte ermöglicht und es daher sinnvoll ist, auch hier wie ein Global Player zu denken. Zumal es ohnehin nur noch wenige Kunden gibt, die bevorzugt vor Ort einkaufen. Die typische Denkweise kleiner Unternehmen, die auf regionale Märkte abzielt, ist daher zwingend abzulegen.

Angesichts dieser Möglichkeiten empfiehlt es sich, dem Regionalmarkt keine Beachtung zu schenken – sonst würde man nur Gefahr laufen, mit den entscheidenden Keywords zwar in der lokalen Suche hervorragend zu ranken, aber in der überregionalen Suche unterzugehen. Lokales SEO ist daher konsequent zu meiden, um somit das Rankingpotenzial bestmöglich auszuschöpfen.

Na? Seid ihr mit allen Aussagen einverstanden? 😉 #denkgate

Über den Autor

Marco Janck auf Google +
Marco Janck hat SUMAGO im Jahre 2004 gegründet und betreibt die SEO Agentur seitdem im „Speck-Gürtel“ von Berlin mit großem Erfolg.

Marco Janck – who has written posts on .


12 Kommentare

  1. Sammy Zimmermanns
    Sammy Zimmermanns 4. Februar 2016 at 11:26

    Das ist ja ein richtig guter Satire-Beitrag von Dir. 😀

  2. Micha
    Micha 4. Februar 2016 at 18:15

    Nicht gekennzeichnete Satire. Ist das schon Negative SEO?

  3. Mißfeldt
    Mißfeldt 4. Februar 2016 at 18:38

    Alles richtig! Genau so gehe ich vor – und feiere seit Jahren damit Erfolge.

    Schade nur, dass Du es hier öffentlich rausposaunst. Seit Monaten bemühen wir uns, das Seo-Thema in ein anderes Licht zu rücken, damit nur wir Experten von unserem Geheiomwissen profitieren. Ich würde für solches Insiderwissen mindestens eine Mail-Wall einfügen – und dann das Ganze als Ebook für 89,99 verticken.
    Schade, schade …

  4. Markus Orlinski
    Markus Orlinski 4. Februar 2016 at 19:49

    Super Beitrag bei dem man lernt, niemals seinen Kopf und die eigenen Gedanken auszuschalten 😉
    (sollte man eigentlich nie)

  5. Viktor
    Viktor 4. Februar 2016 at 21:54

    Ich bin gespannt, wie viele es für bare Münze nehmen werden…

  6. Sabrina
    Sabrina 5. Februar 2016 at 15:35

    Cooler Beitrag! Ich glaub, ich bau mir gleich mal wieder ein Linknetzwerk auf. Denn mehr ist ja besser 😉

  7. Plato11
    Plato11 6. Februar 2016 at 0:05

    Danke für die Blackhat Praktiken, ich werde gleich ganze Linkfarmen aufbauen und zig Seitenweite Links generieren für meine Handwerker Betriebe die Global umdenken müssen! So läuft es bei allen!

  8. Ivo
    Ivo 9. Februar 2016 at 9:17

    Endlich mal ein Leitfaden, den ich Interessenten (natürlich angepasst sonst DC) ausgedruckt vorlegen kann.
    Mist ist nur, dass ich das mit dem Linkkauf seit Anfang 2014 irgendwie aufgegeben habe. Vielleicht kann ich das dennoch abrechnen.

    Grüße Ivo

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